Archivfachinformationssystem des Staatsarchivs Hamburg online

Nutzung

[Meldung von Dr. Christine Axer/Staatsarchiv Hamburg via Archivliste:]

Mittelalterliche Urkunden, Regierungs- und Verwaltungsakten, Personenstandsunterlagen, Bilder und Pläne sowie zahlreiche Personen-, Firmen- und Vereinsarchive: Das Staatsarchiv Hamburg stellt die Verzeichnungsdaten seiner Unterlagen unter recherche.staatsarchiv.hamburg.de ins Internet.

Ab dem 1. September 2016 sind Grundinformationen über 2.700 Archivbestände mit zusammen 960.000 Verzeichnungsdatensätzen online recherchierbar. Auch können 4.500 Digitalisate der umfangreichen Bildersammlung des Staatsarchivs am Bildschirm betrachtet werden.

Seit 2006 werden die Bestände des Staatsarchivs in der aktuellen Fachdatenbank verzeichnet. Diese konnte von Benutzerinnen und Benutzern bisher nur im Lesesaal des Staatsarchivs genutzt werden. Mit dem neuen Webservice zur Verzeichnungsdatenbank des Staatsarchivs können Interessenten nun voraussetzungsfrei sowie zeit- und ortsunabhängig im staatlichen Archivgut der Stadt recherchieren.

Für den Onlinegang wurde die gesamte Datenbasis überarbeitet und standardisiert. Nachbesserungen wurden notwendig, soweit die Einträge den Standards nicht genügten. Insbesondere galt es sicherzustellen, dass alle Verzeichnungseinheiten mit korrekten Schutzfristen versehen sind, um bereits bei der Publikation auf Nutzungseinschränkungen hinweisen zu können.

Für die Einsichtnahme in die Originaldokumente ist allerdings weiterhin ein Besuch im Lesesaal des Staatsarchivs Hamburg notwendig. Dort erhalten Interessierte zudem Informationen und Unterstützung bei ihrer Recherche.

Von der Volltextsuche über den Suchschlitz und der gezielten Recherche anhand der archivischen Systematik bis hin zur Feldsuche mit der Möglichkeit, die Suche nach unterschiedlichsten Kriterien zielgerichtet einzuschränken, lassen sich die gesuchten Archivalien effizient auffinden.

Mit der nun erreichten Anzahl von knapp einer Million Datensätze sind die Arbeiten nicht beendet. Künftig wird das elektronische Rechercheangebot kontinuierlich um die neu freigegebenen Datensätze ergänzt.“

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Paul Flamme (paul.flamme@kb.hamburg.de)

2 Gedanken zu „Archivfachinformationssystem des Staatsarchivs Hamburg online

  1. Anlass für eine Begriffs-Bemerkung: Hamburg spricht vom „Webservice zur Verzeichnungsdatenbank“, die Beitragsüberschrift vom „Archivfachinformationssystem“ (es gibt ja auch einen KLA-Ausschuss „Archivische Fachinformationssysteme“); im aktuellen „Archivar“ finden wir die Varianten „Archivinformationssystem“ (Hessen) und „Online-Findmittelsystem“ (Ba-Wü) und es gibt noch weitere Varianten – gemeint ist in allen genannten Fällen die Online-Sicht.
    Vor gut einem Jahr gab es zu den Begrifflichkeiten eine Diskussion im Blog Archive 2.0 unter http://archive20.hypotheses.org/2515. Im Sinne der Klarheit der archivischen Fachsprache plädiere ich weiterhin dafür, dass wir zwei verschiedene Begriffe haben sollten: einen für das „Archivinformationssystem“ (im Archiv, mit Funktionalitäten wie Magazinverwaltung etc.) und einen für das „Online-Informationssystem“ (im Internet zum Nutzer hin, natürlich mit Verbindung zum Archivinformationssystem, aber doch etwas anderes).

    1. Danke, dass Sie auf die Diskussion nochmals verweisen. Genaugenommen müssten sogar drei Bereiche begrifflich abgegrenzt werden:
      1) ein archivinternes, allumfassendes Informationssystem (incl. Nutzerdaten und Magazinverwaltung),
      2) die für den Lesesaal freigeschalteten Daten aus 1),
      und 3) die im Internet freigegebenen Teile von 2).
      Aus meiner Sicht reicht dennoch, einen einzigen Begriff zu verwenden, da es unnötig ist, im Internet etwas als „online…“ zu bezeichnen. Insofern wäre für mich auch dort „Archivinformationssystem“ passend, weil es die Benutzenden darauf hinweist, was dort durchsucht werden kann: die Archivbestände. Ein Hinweis, dass im Lesesaal mehr Daten zur Verfügung stehen als im Internet, würde m.E. die Unterschiede zwischen 3) und 2) genügend erläutern und damit eine weitere Begriffsfindung unnötig machen. Und zu 1) gehe ich davon aus, dass Archivpersonal weiß, dass die Datenmengen bei 1), 2) und 3) unterschiedlich groß sind.
      Fazit: Ein Begriff sollte reichen. Für mich wäre es „Archivinformationssystem“.

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