Alle Artikel von Thilo Hohmeister

Erneute Ausschreibung der DFG zur Digitalisierung archivalischer Quellen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erneuert ihr Förderangebot  zur Digitalisierung archivalischer Quellen. Interessierte Einrichtungen können bis zum 28. Februar 2018 eine Absichtserklärung gegenüber der DFG einreichen und danach bis zum 30. Mai 2018 einen Förderantrag stellen. 

Die DFG möchte durch Digitaliserung die Zugänglichkeit zu archivalischen Quellen verbessern. Foto: International Dunhuang Project

Ziel der Ausschreibung ist laut DFG eine deutliche Verbesserung der Zugänglichkeit zu archivalischen Quellen für die Forschung durch Digitalisierung und zentrale Zusammenführung im Archivportal-D und der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) zu erreichen.Weiterlesen

Positionspapier des AK Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit

Bereits bei der 31. Archivpädagogenkonferenz 2017 in Bad Arolsen kritisierten die TeilnehmerInnen gesellschaftliche Tendenzen, bislang geltende Grundsätze der Erinnerungskultur in der Bundesrepublik aufzulösen. Der Arbeitskreis Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit im VdA verdeutlicht nun seinen Standpunkt zu dieser Thematik mit einem eigenen Positionspapier.

Das Positionspapier wurde vom Arbeitskreis unter der Leitung von Dr. Annekatrin Schaller in den vergangenen Monaten ausgearbeitet und bei der Sitzung vom neuen Gesamtvorstand des VdA am 16. November 2017 verabschiedet.

Inhaltlich bilden vier Punkte den Kern des Papier:

  1. Bildungsarbeit an Archiven ist politisch unabhängig.
  2. Bildungsarbeit an Archiven ist für alle da.
  3. Bildungsarbeit an Archiven fördert ein kritisches Geschichtsbewusstsein.
  4. Bildungsarbeit an Archiven fördert due aktive Teilhabe an der Wissensgesellschaft.

Der Arbeitskreis betont damit die Relevanz historischer Bildungsarbeit und richtet sich ausdrücklich  gegen die Banalisierung von Geschichte und Bestrebungen, den Nationalsozialismus zu relativiern.

Download: Positionspapier (pdf-Datei)

Wahlergebnisse Gesamtvorstand VdA Amtszeit 2017 – 2021

Beim 87. Deutschen Archivtag 2017 wurde von den Mitgliedern ein neuer Vorstand für die Amtszeit 2017 bis 2021 gewählt. Ralf Jacob wurde als Vorsitzender bestätigt, Dr. Christian Helbich zum neuen Schatzmeister gewählt.

Am 28. September fanden die Wahlen für den Gesamtvorstand des VdA in den Veranstaltungen der einzlenen Fachgruppen statt. Ausgenommen davon war die Fachgruppe 7, die bereits im Frühjahr 2017 gewählt hatte. Die Wahlen der Fachgruppen ergaben folgendes Ergebnis:

Tabelle: VdA

In der Mitgliederversammlung des VdA wurden am folgenden 29. September die Ämter des Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Rechnungsprüferinnen vergeben. Ralf Jacob wurde mit breiter Mehrheit als Vorsitzender bestätigt, Dr. Christian Helbich mit ebenfalls großer Mehrheit zum neuen Schatzmeister gewählt.

Als neue Rechnungsprüferinnen wählten die Mitglieder Dr. Monika Storm (Landtag Rheinland-Pfalz) und Constanze Mann (Stadtarchiv Jena). Zu ihren Stellvertretern wurden Dr. Elsbeth Andre (Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz) und Dr. Bernhard Post (Landesarchiv Thüringen) gewählt.

Laut Satzung beginnt die Amtszeit des neuen Vorstands am 1. November 2017.

Ergebnis E-Voting zum TDA 2018

Bis einschließlich Montag, 18. September 2017, hatten die Mitglieder des VdA die Möglichkeit, über das Motto für den 9. TAG DER ARCHIVE 2018 abzustimmen. Mit 78 Stimmen votierte eine breite Mehrheit für den Vorschlag Demokratie und Bürgerrechte.

Auf den Vorschlag Europa: Austausch und Bewegung entfielen beim E-Voting 38 Stimmen, auf den Vorschlag Europa: Erinnern und Aufbruch 28 Stimmen.

Grafik: VdA

Die Geschäftsstelle wird im Anschluss an den Deutschen Archivtag wieder einen Ideenpool erarbeiten, welcher den Archiven unterschiedliche thematische und quellenkundliche Zugänge zum Thema aufzeigt. Auch wird es wieder eine eigene Website sowie Plakat- und Flyervorlagen geben.

Der VdA wird in naher Zukunft weitere Informationen zu diesem Thema hier auf dem Blog, auf der VdA-Website und per Mitgliedermail veröffentlichen.

 

E-Voting zum TAG DER ARCHIVE 2018

Ab sofort können die Mitglieder des VdA über das Motto für den kommenden TAG DER ARCHIVE 2018 abstimmen. Dieser wird thematisch an das Europäische Kulturerbejahr 2018 anknüpfen.

Auf der Homepage des VdA können die Mitglieder nun im internen Bereich ihre Stimme abgeben. Das Motto sollte möglichst allen Archiven die Möglichkeit bieten, interessante Veranstaltungen oder andere Aktionen zu initiieren.

Am 3. und 4. März 2018 werden wieder viele Besucher erwartet. Original-Foto: Archives PTT (Suisse)

Das E-Voting ist bis einschließlich 18. September geöffnet, die Abstimmung erfolgt ausschließlich über die Website. Aus den zahlreich eingesandten Vorschlägen hat der Vorstand folgende drei für die Abstimmung ausgewählt:

  1. Europa: Austausch und Bewegung
  2. Demokratie und Bürgerrechte
  3. Europa: Erinnern und Aufbruch

Am 3. und 4. März 2018 wird der 9. bundesweite TAG DER ARCHIVE an zwei Tagen wieder allen Archiven die Möglichkeit bieten, sich der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungen und einem attraktiven Programm soll einmal mehr auf die Bedeutung archivischer Arbeit hingewiesen werden.

Stellungnahme des VdA zum Entwurf des „Verhaltenskodex für Archiv-Verwaltungen“

Der VdA begrüßt die Einführung eines Verhaltenskodex für Archiv-Verwaltungen auf europäischer Ebene. Bei einigen Punkten des Entwurfs besteht aus Sicht des Verbandes jedoch noch Nachbesserungsbedarf.

Als Weiterentwicklung des Code of Ethics des ICA ist der neue Verhaltenskodex durchaus zu begrüßen. Unklar ist allerdings, welchen Rechtscharakter dieser erhalten soll und wer diesen in Deutschland einführen könnte. Der VdA ist bereit, sich an weiteren Überlegungen zum Thema zu beteiligen.

„Wir freuen uns, beim Entstehungsprozess einbezogen und beteiligt worden zu sein“, so der VdA-Vorsitzende Ralf Jacob. „Bedanken möchte ich mich bei unseren Mitgliedern, die trotz des komplexen Sachverhalts eine hohe Bereitschaft zur Mitwirkung gezeigt haben!“

Die vollständige Stellungnahme des VdA zum Download
Verhaltenskodex für Archive – Draft Code Rohübersetzung

Motto-Vorschläge für Tag der Archive 2018

Die Frist für die Motto-Findung zum TAG DER ARCHIVE 2018 wurde verlängert, neuer Einsendeschluss ist der 18. August 2017. Der VdA ruft zu reger Beteiligung auf.

Am 3. und 4. März 2018 wird der 9. bundesweite TAG DER ARCHIVE stattfinden. An zwei Tagen sollen wieder alle Archive die Möglichkeit haben, sich mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen an die breite Öffentlichkeit zu wenden, um mit einem attraktiven Programm auf die Bedeutung archivischer Arbeit hinzuweisen.

Volle Lesesäle und geöffnete Magazine können beim TDA 2018 erwartet werden. Original-Foto: Historisches Archiv und Bibliothek PTT, Lesesaal/ Archives PTT (Suisse)

Der Vorstand möchte auch die Aktionstage 2018 wieder unter ein einheitliches Motto stellen. Dieses soll sich am  Europäischen Kulturerbe-Jahr orientieren, welches 2018 EU-weit stattfinden wird. Alle VdA-Mitglieder sind aufgerufen, formlos per E-Mail (info@vda.archiv.net) unter dem Stichwort „TDA 2018“ Motto-Vorschläge einzureichen. Neuer Einsendeschluss ist der 18. August 2017.

Der geschäftsführende Vorstand wird aus allen Einsendungen eine Auswahl von drei Vorschlägen treffen. Aus diesen werden die VdA-Mitglieder danach über ein E-Voting-Verfahren auswählen können.

Verhaltenskodex für Archiv-Verwaltungen

Der VdA fordert seine Mitglieder und andere interessierte LeserInnen auf, sich bis zum 14. August an der Diskussion zum geplanten EU-Verhaltenskodex für Archiv-Verwaltungen zu beteiligen.

Auf europäischer Ebene soll gemäß Artikel 40 der Datenschutzgrundverordnung ein Verhaltenskodex für Archiv-Verwaltungen verabschiedet werden. Dabei stehen der freie Verkehr personenbezogener Daten und deren Schutz im Mittelpunkt.

In allen Mitgliedsländern der EU werden auch die entsprechenden Verbände einbezogen. Die Europäische Union hat dem VdA nun den „Draft Code“, einen ersten Textentwurf des Kodex, zur Verfügung gestellt.  Wir danken dem Bundesarchiv für die „Rohübersetzung“ des Textes, welche hier als PDF-Datei abgerufen werden kann:

Verhaltenskodex für Archive – Draft Code Rohübersetzung

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Call for Papers 88. Deutscher Archivtag 2018

Vom 25. September bis 28. September 2018 wird in Rostock der 88. Deutsche Archivtag stattfinden. Der VdA ruft zur Einsendung von Themenvorschlägen auf. Abgabeschluss ist der 31. Oktober 2017.

Die Themenfindung zum 88. Deutschen Archivtag hat begonnen! Grafik: VdA

Als Rahmenthema für den Kongress hat der Vorstand des VdA VERLÄSSLICH, RICHTIG, ECHT – DEMOKRATIE BRAUCHT ARCHIVE! gewählt. Für die Referate sind jeweils 20 Minuten vorgesehen, als Themen können zunächst auch nur Arbeitstitel vorgeschlagen werden, die dann in Abstimmung mit den LeiterInnen der Sektions- und Arbeitssitzungen noch modifiziert werden können. Diese stehen auch für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Abgabeschluss ist der 31. Oktober 2017. Danach wird der Programmausschuss aus den Vorschlägen eine Auswahl treffen, die möglichst vielfältige Aspekte der Sektionen abbildet. Die Themen der Sektionen und Sitzungen lauten:

  • Erste Gemeinsame Arbeitssitzung: Demokratie braucht Archive: hohe Ideale, konkrete Beispiele und Professionalität
  • Sektion 1: … und ins Archiv der harmlose Rest? Probleme einer verlässlichen Überlieferungsbildung bei der Übernahme
  • Sektion 2: Bewertung und Erschließung: Bleiben Forschungs- und Nutzungsinteressen vor der Tür?
  • Sektion 3: Echt – Original oder Kopie? Datenmassen und Authentizität
  • Sektion 4: Freier Zugang zu Archivgut – Möglichkeiten und Grenzen
  • Zweite Gemeinsame Arbeitssitzung: Geheimniskrämerei oder Transparenz – die Erforschung der Geheimdienste als Gretchenfrage archivischer Identität

Eine ausführliche Beschreibung aller Sektionen und Sitzungen sowie die Kontaktdaten aller LeiterInnen finden Sie in diesem Dokument und in Heft 3-2017 der Zeitschrift „ARCHIVAR“.

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste stellt Fördermittel für Provenienzforschung von NS-Raubgut zur Verfügung


Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg stellt Fördermittel für Forschungsprojekte zur Provenienzforschung von NS-Raubgut zur Verfügung. Die nächste Antragsfrist für langfristige Forschungsprojekte endet am 1. Oktober 2017. Einzelfallbezogenen, kurzfristigen Forschungsbedarf fördert das Zentrum ohne Frist ganzjährig.

Foto: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

Unabhängig von ihrem Wert können Kunstwerke, Möbel, Bücher und sonstiges Kulturgut Gegenstand der Untersuchung sein. Das Zentrum fördert systematische Bestandsprüfungen und Grundlagenforschung zum historischen Kontext des NS-Kulturgutraubs sowie die Erschließung von Archivbeständen und die Rekonstruktion von privaten Sammlungen oder Beständen, die während der NS-Herrschaft verfolgungsbedingt entzogen, aufgeteilt oder zerstört wurden.Weiterlesen