Kategorie-Archiv: Aktuelles

„Zwischen-Newsletter“ des ICA

Das ICA informiert mit einem „Zwischen-Newsletter“ über aktuelle interantionale Entwicklungen im Archivwesen.

Darin finden sich 1. die Ankündigung der ICA Jahreskonferenz 2018 in Kamerun, 2. ein Bericht über die Konferenz des ukrainischen Archivverbandes und 3. eine Ankündigung der ICA-Menschenrechts-Arbeitsgruppe.

Darüber hinaus wurde auch die Liste der Mitglieder des SPA Steering Committee aktualisiert.Weiterlesen

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste ruft zur Teilnahme am Online-Meldeverfahren auf

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste ruft die deutschen Museen, Bibliotheken und Archive zur Teilnahme am Online-Meldeverfahren für restituierte Kulturgüter auf.

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bittet um Mithilfe. Foto: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

Seit der Unterzeichnung der „Washingtoner Prinzipien“ von 1998 und der „Gemeinsamen Erklärung“ haben die kulturgutbewahrenden Einrichtungen in Deutschland zahlreiche Kunstwerke, Bücher und andere Kulturgüter restituiert oder andere Lösungen im Sinne der Washingtoner Prinzipien gefunden, die den Schicksalen der Opfer und früheren Eigentümer und ihrer Hinterbliebenen wie auch der Verantwortung und dem Gemeinwohlauftrag der Museen, Bibliotheken und Archive gerecht werden.Weiterlesen

Presseschau 9. TAG DER ARCHIVE 2018

Am 3. und 4. März fand der 9. TAG DER ARCHIVE unter dem Motto Demokratie und Bürgerrechte statt. Erneut waren mehrere hundert Archiveinrichtungen im gesamten Bundesgebiet dem Aufruf des VdA gefolgt und hatten für die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Viele Zeitungen berichteten über den 9. TAG DER ARCHIVE 2018.

Viele der teilnehmende Archive zeigten sich mit dem 9. TAG DER ARCHIVE vollauf zufrieden; viele Interessierte ließen sich die Magazine zeigen, besuchten Ausstellungen und konnten nicht zuletzt mit den Archivarinnen und Archivaren ins Gespräch kommen. Erfreulicherweise hatten sich auf der Website zum TAG DER ARCHIVE deutlich mehr Archive registriert als beim vorangegangenen Aktionstag vor zwei Jahren.Weiterlesen

Nds. Landesarchiv digitalisiert Osnabrücker Gestapo-Kartei – Kooperation mit der Universität Osnabrück zur Geschichte der Staatspolizeistelle

Die Osnabrücker Gestapo-Kartei im Nds. Landesarchiv – Standort Osnabrück (Foto: Thorsten Unger)

Das Niedersächsische Landesarchiv – Standort Osnabrück digitalisiert die in seinen Beständen aufbewahrte Gestapo-Kartei und stellt sie für das an der Universität Osnabrück von Prof. Christoph Rass und seinem Team durchgeführte DFG-Forschungsprojekt „Überwachung. Macht. Ordnung – Personen- und Vorgangskarteien als Herrschaftsinstrument der Gestapo“ zur Verfügung. Erstmalig wird eine Gestapo-Kartei mit Methoden der „digital history“ untersucht.

„Die Osnabrücker Gestapo erfasste seit 1933 politische Gegner im gesamten Regierungsbezirk Osnabrück. Dieser umfasste neben Stadt und Land Osnabrück auch die Grafschaft Bentheim und das Emsland, ein Gebiet mit einer Einwohnerzahl von gut einer halben Millionen Menschen. Die Zentralkartei der Staatspolizeistelle Osnabrück umfasst etwa 50.000 Karteikarten. Auf diesen Karten werden Lebenslaufdaten von Personen erfasst; sie enthalten damit Informationen über Gründe und Umstände ihrer Verfolgung. Dieser überlieferte Datenspeicher der Gestapo ist höchst selten in Deutschland: Nur insgesamt 6 Karteien haben sich überhaupt überliefert.“[1]

Mehr Informationen zum Projekt finden sich auf dem Blog des Historischen Vereins Osnabrück.

Zur Pressemitteilung der Universität Osnabrück geht es hier.

[1] https://hvos.hypotheses.org/583

 

ICA Jahreskonferenz: Bericht aus Mexiko-Stadt (Teil 2)

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens (VdA-Vorstand/Steering Committee / LAV NRW)

Mit dem Veranstaltungsort Mexiko Stadt wurde die diesjährige Jahreskonferenz des International Council on Archives erstmalig in Lateinamerika ausgetragen. Das Motto lautete „Archives, Citizenship and Interculturalism“.

Es ist kein Zufall, dass die Themen des nächsten TAGS DER ARCHIVE (Demokratie und Bürgerechte) und des nächsten Deutschen Archivtags 2018 (Verlässlich, richtig, echt – Demokratie braucht Archive!) ‎damit Berührungspunkte haben. ICA-Präsident David Fricker brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt : „The theme brings together into one programme the most significant professional challenges that we face, including ancestral cultures, human rights, illicit trafficking of documentary heritage, personal data protection, digital systems and interoperability, contemporary legal issues, regional cooperation and disaster recovery.“

ICA-Präsident David Fricker. Foto: Bettina Joergens

Gleichzeitig mit der Die ICA –Konferenz wurde die Jahreskonferenz der lateinamerikanischen Archivorganisation (Latin American Association of Archives, ALA) abgehalten. Deren Präsidentin Mercedes de Vega betonte in ihrer Begrüßung die Notwendigkeit der Kooperation von ArchivarInnen mit Bildungseinrichtungen, Kulturschaffenden und Behörden.
Ohnehin wurde in zahlreichen Beiträgen deutlich, wie sehr professionelle Archivarbeit gerade heute verwoben ist mit Fragen zu Menschenrechten, zur gesellschaftlichen und politischen Bedeutung vom Umgang mit Informationen (und vom Verständnis von „Wahrheit “ und vertrauenswürdigen Informationen) , zu technologischen und rechtlichen Entwicklungen.Weiterlesen

Positionspapier des AK Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit

Bereits bei der 31. Archivpädagogenkonferenz 2017 in Bad Arolsen kritisierten die TeilnehmerInnen gesellschaftliche Tendenzen, bislang geltende Grundsätze der Erinnerungskultur in der Bundesrepublik aufzulösen. Der Arbeitskreis Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit im VdA verdeutlicht nun seinen Standpunkt zu dieser Thematik mit einem eigenen Positionspapier.

Das Positionspapier wurde vom Arbeitskreis unter der Leitung von Dr. Annekatrin Schaller in den vergangenen Monaten ausgearbeitet und bei der Sitzung vom neuen Gesamtvorstand des VdA am 16. November 2017 verabschiedet.

Inhaltlich bilden vier Punkte den Kern des Papier:

  1. Bildungsarbeit an Archiven ist politisch unabhängig.
  2. Bildungsarbeit an Archiven ist für alle da.
  3. Bildungsarbeit an Archiven fördert ein kritisches Geschichtsbewusstsein.
  4. Bildungsarbeit an Archiven fördert due aktive Teilhabe an der Wissensgesellschaft.

Der Arbeitskreis betont damit die Relevanz historischer Bildungsarbeit und richtet sich ausdrücklich  gegen die Banalisierung von Geschichte und Bestrebungen, den Nationalsozialismus zu relativiern.

Download: Positionspapier (pdf-Datei)

ICA Jahreskonferenz: Bericht aus Mexiko-Stadt

Ein Gastbeitrag von Bettina Joergens (VdA-Vorstand/Steering Committee / LAV NRW)

Obwohl die ICA Jahreskonferenz erst am Montag, 27.11.2017 beginnt, sind schon zahlreiche Archivarinnen und Archivare aus der ganzen Welt in Mexiko-Stadt. Bereits am Wochenende fanden zahlreiche Sitzungen der ICA -Gremien statt, auch das Steering-committee traf sich. 

Bei der Sitzung am Samstagvormittag waren die Kolleginnen und Kollegen aus Norwegen, den USA, Chile, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Israel und Deutschland dabei, außerdem ein Gast aus Kanada und für ein paar Tagesordnungspunkte die neue ICA Generalsekretärin Athea Seles‎. Dieses Treffen stand auch unter dem Eindruck der Trauer über den sehr plötzlichen Tod von Cristina Bianchi (Schweiz), die viele Jahre im Steering-committee und bei zahlreichen anderen internationalen Aktivitäten mitwirkte.

Das SPA Stearing-committee in Mexico-Stadt.

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Wahlergebnisse Gesamtvorstand VdA Amtszeit 2017 – 2021

Beim 87. Deutschen Archivtag 2017 wurde von den Mitgliedern ein neuer Vorstand für die Amtszeit 2017 bis 2021 gewählt. Ralf Jacob wurde als Vorsitzender bestätigt, Dr. Christian Helbich zum neuen Schatzmeister gewählt.

Am 28. September fanden die Wahlen für den Gesamtvorstand des VdA in den Veranstaltungen der einzlenen Fachgruppen statt. Ausgenommen davon war die Fachgruppe 7, die bereits im Frühjahr 2017 gewählt hatte. Die Wahlen der Fachgruppen ergaben folgendes Ergebnis:

Tabelle: VdA

In der Mitgliederversammlung des VdA wurden am folgenden 29. September die Ämter des Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Rechnungsprüferinnen vergeben. Ralf Jacob wurde mit breiter Mehrheit als Vorsitzender bestätigt, Dr. Christian Helbich mit ebenfalls großer Mehrheit zum neuen Schatzmeister gewählt.

Als neue Rechnungsprüferinnen wählten die Mitglieder Dr. Monika Storm (Landtag Rheinland-Pfalz) und Constanze Mann (Stadtarchiv Jena). Zu ihren Stellvertretern wurden Dr. Elsbeth Andre (Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz) und Dr. Bernhard Post (Landesarchiv Thüringen) gewählt.

Laut Satzung beginnt die Amtszeit des neuen Vorstands am 1. November 2017.

E-Voting zum TAG DER ARCHIVE 2018

Ab sofort können die Mitglieder des VdA über das Motto für den kommenden TAG DER ARCHIVE 2018 abstimmen. Dieser wird thematisch an das Europäische Kulturerbejahr 2018 anknüpfen.

Auf der Homepage des VdA können die Mitglieder nun im internen Bereich ihre Stimme abgeben. Das Motto sollte möglichst allen Archiven die Möglichkeit bieten, interessante Veranstaltungen oder andere Aktionen zu initiieren.

Am 3. und 4. März 2018 werden wieder viele Besucher erwartet. Original-Foto: Archives PTT (Suisse)

Das E-Voting ist bis einschließlich 18. September geöffnet, die Abstimmung erfolgt ausschließlich über die Website. Aus den zahlreich eingesandten Vorschlägen hat der Vorstand folgende drei für die Abstimmung ausgewählt:

  1. Europa: Austausch und Bewegung
  2. Demokratie und Bürgerrechte
  3. Europa: Erinnern und Aufbruch

Am 3. und 4. März 2018 wird der 9. bundesweite TAG DER ARCHIVE an zwei Tagen wieder allen Archiven die Möglichkeit bieten, sich der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungen und einem attraktiven Programm soll einmal mehr auf die Bedeutung archivischer Arbeit hingewiesen werden.

Call for Papers 88. Deutscher Archivtag 2018

Vom 25. September bis 28. September 2018 wird in Rostock der 88. Deutsche Archivtag stattfinden. Der VdA ruft zur Einsendung von Themenvorschlägen auf. Abgabeschluss ist der 31. Oktober 2017.

Die Themenfindung zum 88. Deutschen Archivtag hat begonnen! Grafik: VdA

Als Rahmenthema für den Kongress hat der Vorstand des VdA VERLÄSSLICH, RICHTIG, ECHT – DEMOKRATIE BRAUCHT ARCHIVE! gewählt. Für die Referate sind jeweils 20 Minuten vorgesehen, als Themen können zunächst auch nur Arbeitstitel vorgeschlagen werden, die dann in Abstimmung mit den LeiterInnen der Sektions- und Arbeitssitzungen noch modifiziert werden können. Diese stehen auch für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Abgabeschluss ist der 31. Oktober 2017. Danach wird der Programmausschuss aus den Vorschlägen eine Auswahl treffen, die möglichst vielfältige Aspekte der Sektionen abbildet. Die Themen der Sektionen und Sitzungen lauten:

  • Erste Gemeinsame Arbeitssitzung: Demokratie braucht Archive: hohe Ideale, konkrete Beispiele und Professionalität
  • Sektion 1: … und ins Archiv der harmlose Rest? Probleme einer verlässlichen Überlieferungsbildung bei der Übernahme
  • Sektion 2: Bewertung und Erschließung: Bleiben Forschungs- und Nutzungsinteressen vor der Tür?
  • Sektion 3: Echt – Original oder Kopie? Datenmassen und Authentizität
  • Sektion 4: Freier Zugang zu Archivgut – Möglichkeiten und Grenzen
  • Zweite Gemeinsame Arbeitssitzung: Geheimniskrämerei oder Transparenz – die Erforschung der Geheimdienste als Gretchenfrage archivischer Identität

Eine ausführliche Beschreibung aller Sektionen und Sitzungen sowie die Kontaktdaten aller LeiterInnen finden Sie in diesem Dokument und in Heft 3-2017 der Zeitschrift „ARCHIVAR“.