Kategorie-Archiv: Allgemein

Erneute Ausschreibung der DFG zur Digitalisierung archivalischer Quellen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erneuert ihr Förderangebot  zur Digitalisierung archivalischer Quellen. Interessierte Einrichtungen können bis zum 28. Februar 2018 eine Absichtserklärung gegenüber der DFG einreichen und danach bis zum 30. Mai 2018 einen Förderantrag stellen. 

Die DFG möchte durch Digitaliserung die Zugänglichkeit zu archivalischen Quellen verbessern. Foto: International Dunhuang Project

Ziel der Ausschreibung ist laut DFG eine deutliche Verbesserung der Zugänglichkeit zu archivalischen Quellen für die Forschung durch Digitalisierung und zentrale Zusammenführung im Archivportal-D und der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) zu erreichen.Weiterlesen

Fortbildungsprogramm 1. Halbjahr 2018 des LWL Archivamtes für Westfalen online

Das Fortbildungsprogramm des LWL Archivamtes für Westfalen (1. Halbjahr 2018) ist online und hier zu finden. Themen sind:

  1. Gut verpackt lebt länger! Aufbewahrungssysteme für Archivgut (22. Februar)
  2. Elektronische Aktenführung (24. April)
  3. Wie präsentieren sich Archive? Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit von analog bis digital (15. Mai)
  4. Strategische Planung in Archiven (3. Juli 2018)

(via archivamtaktuell 03/2017 – Newsletter des LWL-Archivamtes für Westfalen)

ICA Jahreskonferenz: Bericht aus Mexiko-Stadt (Teil 2)

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens (VdA-Vorstand/Steering Committee / LAV NRW)

Mit dem Veranstaltungsort Mexiko Stadt wurde die diesjährige Jahreskonferenz des International Council on Archives erstmalig in Lateinamerika ausgetragen. Das Motto lautete „Archives, Citizenship and Interculturalism“.

Es ist kein Zufall, dass die Themen des nächsten TAGS DER ARCHIVE (Demokratie und Bürgerechte) und des nächsten Deutschen Archivtags 2018 (Verlässlich, richtig, echt – Demokratie braucht Archive!) ‎damit Berührungspunkte haben. ICA-Präsident David Fricker brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt : „The theme brings together into one programme the most significant professional challenges that we face, including ancestral cultures, human rights, illicit trafficking of documentary heritage, personal data protection, digital systems and interoperability, contemporary legal issues, regional cooperation and disaster recovery.“

ICA-Präsident David Fricker. Foto: Bettina Joergens

Gleichzeitig mit der Die ICA –Konferenz wurde die Jahreskonferenz der lateinamerikanischen Archivorganisation (Latin American Association of Archives, ALA) abgehalten. Deren Präsidentin Mercedes de Vega betonte in ihrer Begrüßung die Notwendigkeit der Kooperation von ArchivarInnen mit Bildungseinrichtungen, Kulturschaffenden und Behörden.
Ohnehin wurde in zahlreichen Beiträgen deutlich, wie sehr professionelle Archivarbeit gerade heute verwoben ist mit Fragen zu Menschenrechten, zur gesellschaftlichen und politischen Bedeutung vom Umgang mit Informationen (und vom Verständnis von „Wahrheit “ und vertrauenswürdigen Informationen) , zu technologischen und rechtlichen Entwicklungen.Weiterlesen

Positionspapier des AK Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit

Bereits bei der 31. Archivpädagogenkonferenz 2017 in Bad Arolsen kritisierten die TeilnehmerInnen gesellschaftliche Tendenzen, bislang geltende Grundsätze der Erinnerungskultur in der Bundesrepublik aufzulösen. Der Arbeitskreis Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit im VdA verdeutlicht nun seinen Standpunkt zu dieser Thematik mit einem eigenen Positionspapier.

Das Positionspapier wurde vom Arbeitskreis unter der Leitung von Dr. Annekatrin Schaller in den vergangenen Monaten ausgearbeitet und bei der Sitzung vom neuen Gesamtvorstand des VdA am 16. November 2017 verabschiedet.

Inhaltlich bilden vier Punkte den Kern des Papier:

  1. Bildungsarbeit an Archiven ist politisch unabhängig.
  2. Bildungsarbeit an Archiven ist für alle da.
  3. Bildungsarbeit an Archiven fördert ein kritisches Geschichtsbewusstsein.
  4. Bildungsarbeit an Archiven fördert due aktive Teilhabe an der Wissensgesellschaft.

Der Arbeitskreis betont damit die Relevanz historischer Bildungsarbeit und richtet sich ausdrücklich  gegen die Banalisierung von Geschichte und Bestrebungen, den Nationalsozialismus zu relativiern.

Download: Positionspapier (pdf-Datei)

ICA Jahreskonferenz: Bericht aus Mexiko-Stadt

Ein Gastbeitrag von Bettina Joergens (VdA-Vorstand/Steering Committee / LAV NRW)

Obwohl die ICA Jahreskonferenz erst am Montag, 27.11.2017 beginnt, sind schon zahlreiche Archivarinnen und Archivare aus der ganzen Welt in Mexiko-Stadt. Bereits am Wochenende fanden zahlreiche Sitzungen der ICA -Gremien statt, auch das Steering-committee traf sich. 

Bei der Sitzung am Samstagvormittag waren die Kolleginnen und Kollegen aus Norwegen, den USA, Chile, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Israel und Deutschland dabei, außerdem ein Gast aus Kanada und für ein paar Tagesordnungspunkte die neue ICA Generalsekretärin Athea Seles‎. Dieses Treffen stand auch unter dem Eindruck der Trauer über den sehr plötzlichen Tod von Cristina Bianchi (Schweiz), die viele Jahre im Steering-committee und bei zahlreichen anderen internationalen Aktivitäten mitwirkte.

Das SPA Stearing-committee in Mexico-Stadt.

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Wahlergebnisse Gesamtvorstand VdA Amtszeit 2017 – 2021

Beim 87. Deutschen Archivtag 2017 wurde von den Mitgliedern ein neuer Vorstand für die Amtszeit 2017 bis 2021 gewählt. Ralf Jacob wurde als Vorsitzender bestätigt, Dr. Christian Helbich zum neuen Schatzmeister gewählt.

Am 28. September fanden die Wahlen für den Gesamtvorstand des VdA in den Veranstaltungen der einzlenen Fachgruppen statt. Ausgenommen davon war die Fachgruppe 7, die bereits im Frühjahr 2017 gewählt hatte. Die Wahlen der Fachgruppen ergaben folgendes Ergebnis:

Tabelle: VdA

In der Mitgliederversammlung des VdA wurden am folgenden 29. September die Ämter des Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Rechnungsprüferinnen vergeben. Ralf Jacob wurde mit breiter Mehrheit als Vorsitzender bestätigt, Dr. Christian Helbich mit ebenfalls großer Mehrheit zum neuen Schatzmeister gewählt.

Als neue Rechnungsprüferinnen wählten die Mitglieder Dr. Monika Storm (Landtag Rheinland-Pfalz) und Constanze Mann (Stadtarchiv Jena). Zu ihren Stellvertretern wurden Dr. Elsbeth Andre (Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz) und Dr. Bernhard Post (Landesarchiv Thüringen) gewählt.

Laut Satzung beginnt die Amtszeit des neuen Vorstands am 1. November 2017.

„Thesen zur sprachlichen Bildung i[m] …. Archivwesen“

Rebloggt von: Klaus Graf, Archivalia, 4.10.2917

Die vier Thesen Klaus Grafs zur sprachlichen Bildung für Archivierende sollen auch hier zur Diskussion gestellt werden. Klaus Graf sei für die Bereitschaft so zu verfahren gedankt!

“ …. In der Ausbildung der wissenschaftlichen ArchivarInnen müssen der Latein- und der Französisch-Unterricht reduziert werden.

Auch diese alten Zöpfe gehören abgeschnitten. Die meisten Archivare meistern ihr Berufsleben auch ohne gründliche Latein- und Französischkenntnisse. Als ich auf der Archivschule in Marburg weilte (1987/89, 22. WK) war der Unterricht nicht nur für mich eine öde Paukerei mit dem einzigen Ziel, die Abschlussklausuren zu bestehen. Merke: Nicht für das Leben, sondern für die Archivschule lernen will.

Internationale Kontakte sind wichtig, und dafür ist gutes Englisch hilfreich. (Vermutlich wird aber heute englischsprachige Archivliteratur an der Archivschule Marburg mehr berücksichtigt als zu meiner Zeit.)

(xiii) ArchivarInnen sollten im digitalen Zeitalter mehr denn je über den nationalen Tellerrand schauen!

Trotz bescheidener eigener Sprachkenntnisse und begrenzter Ressourcen habe ich als Anbieter von Archivalia von Anfang an Wert darauf gelegt, Neuigkeiten und Entwicklung auch außerhalb von Deutschland und des deutschsprachigen Raums zu Wort kommen zu lassen. Ob Blogs nicht größere Chancen bieten für die Völkerverständigung der Archivarszunft als die traditionellen Fachmedien („Archivar“ und „Archivalische Zeitschrift“)?Weiterlesen

Ergebnis E-Voting zum TDA 2018

Bis einschließlich Montag, 18. September 2017, hatten die Mitglieder des VdA die Möglichkeit, über das Motto für den 9. TAG DER ARCHIVE 2018 abzustimmen. Mit 78 Stimmen votierte eine breite Mehrheit für den Vorschlag Demokratie und Bürgerrechte.

Auf den Vorschlag Europa: Austausch und Bewegung entfielen beim E-Voting 38 Stimmen, auf den Vorschlag Europa: Erinnern und Aufbruch 28 Stimmen.

Grafik: VdA

Die Geschäftsstelle wird im Anschluss an den Deutschen Archivtag wieder einen Ideenpool erarbeiten, welcher den Archiven unterschiedliche thematische und quellenkundliche Zugänge zum Thema aufzeigt. Auch wird es wieder eine eigene Website sowie Plakat- und Flyervorlagen geben.

Der VdA wird in naher Zukunft weitere Informationen zu diesem Thema hier auf dem Blog, auf der VdA-Website und per Mitgliedermail veröffentlichen.

 

E-Voting zum TAG DER ARCHIVE 2018

Ab sofort können die Mitglieder des VdA über das Motto für den kommenden TAG DER ARCHIVE 2018 abstimmen. Dieser wird thematisch an das Europäische Kulturerbejahr 2018 anknüpfen.

Auf der Homepage des VdA können die Mitglieder nun im internen Bereich ihre Stimme abgeben. Das Motto sollte möglichst allen Archiven die Möglichkeit bieten, interessante Veranstaltungen oder andere Aktionen zu initiieren.

Am 3. und 4. März 2018 werden wieder viele Besucher erwartet. Original-Foto: Archives PTT (Suisse)

Das E-Voting ist bis einschließlich 18. September geöffnet, die Abstimmung erfolgt ausschließlich über die Website. Aus den zahlreich eingesandten Vorschlägen hat der Vorstand folgende drei für die Abstimmung ausgewählt:

  1. Europa: Austausch und Bewegung
  2. Demokratie und Bürgerrechte
  3. Europa: Erinnern und Aufbruch

Am 3. und 4. März 2018 wird der 9. bundesweite TAG DER ARCHIVE an zwei Tagen wieder allen Archiven die Möglichkeit bieten, sich der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungen und einem attraktiven Programm soll einmal mehr auf die Bedeutung archivischer Arbeit hingewiesen werden.

Stellungnahme des VdA zum Entwurf des „Verhaltenskodex für Archiv-Verwaltungen“

Der VdA begrüßt die Einführung eines Verhaltenskodex für Archiv-Verwaltungen auf europäischer Ebene. Bei einigen Punkten des Entwurfs besteht aus Sicht des Verbandes jedoch noch Nachbesserungsbedarf.

Als Weiterentwicklung des Code of Ethics des ICA ist der neue Verhaltenskodex durchaus zu begrüßen. Unklar ist allerdings, welchen Rechtscharakter dieser erhalten soll und wer diesen in Deutschland einführen könnte. Der VdA ist bereit, sich an weiteren Überlegungen zum Thema zu beteiligen.

„Wir freuen uns, beim Entstehungsprozess einbezogen und beteiligt worden zu sein“, so der VdA-Vorsitzende Ralf Jacob. „Bedanken möchte ich mich bei unseren Mitgliedern, die trotz des komplexen Sachverhalts eine hohe Bereitschaft zur Mitwirkung gezeigt haben!“

Die vollständige Stellungnahme des VdA zum Download
Verhaltenskodex für Archive – Draft Code Rohübersetzung