Kategorie-Archiv: Kulturpolitik

Erneute Ausschreibung der DFG zur Digitalisierung archivalischer Quellen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erneuert ihr Förderangebot  zur Digitalisierung archivalischer Quellen. Interessierte Einrichtungen können bis zum 28. Februar 2018 eine Absichtserklärung gegenüber der DFG einreichen und danach bis zum 30. Mai 2018 einen Förderantrag stellen. 

Die DFG möchte durch Digitaliserung die Zugänglichkeit zu archivalischen Quellen verbessern. Foto: International Dunhuang Project

Ziel der Ausschreibung ist laut DFG eine deutliche Verbesserung der Zugänglichkeit zu archivalischen Quellen für die Forschung durch Digitalisierung und zentrale Zusammenführung im Archivportal-D und der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) zu erreichen.Weiterlesen

ICA Jahreskonferenz: Bericht aus Mexiko-Stadt (Teil 2)

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens (VdA-Vorstand/Steering Committee / LAV NRW)

Mit dem Veranstaltungsort Mexiko Stadt wurde die diesjährige Jahreskonferenz des International Council on Archives erstmalig in Lateinamerika ausgetragen. Das Motto lautete „Archives, Citizenship and Interculturalism“.

Es ist kein Zufall, dass die Themen des nächsten TAGS DER ARCHIVE (Demokratie und Bürgerechte) und des nächsten Deutschen Archivtags 2018 (Verlässlich, richtig, echt – Demokratie braucht Archive!) ‎damit Berührungspunkte haben. ICA-Präsident David Fricker brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt : „The theme brings together into one programme the most significant professional challenges that we face, including ancestral cultures, human rights, illicit trafficking of documentary heritage, personal data protection, digital systems and interoperability, contemporary legal issues, regional cooperation and disaster recovery.“

ICA-Präsident David Fricker. Foto: Bettina Joergens

Gleichzeitig mit der Die ICA –Konferenz wurde die Jahreskonferenz der lateinamerikanischen Archivorganisation (Latin American Association of Archives, ALA) abgehalten. Deren Präsidentin Mercedes de Vega betonte in ihrer Begrüßung die Notwendigkeit der Kooperation von ArchivarInnen mit Bildungseinrichtungen, Kulturschaffenden und Behörden.
Ohnehin wurde in zahlreichen Beiträgen deutlich, wie sehr professionelle Archivarbeit gerade heute verwoben ist mit Fragen zu Menschenrechten, zur gesellschaftlichen und politischen Bedeutung vom Umgang mit Informationen (und vom Verständnis von „Wahrheit “ und vertrauenswürdigen Informationen) , zu technologischen und rechtlichen Entwicklungen.Weiterlesen

Positionspapier des AK Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit

Bereits bei der 31. Archivpädagogenkonferenz 2017 in Bad Arolsen kritisierten die TeilnehmerInnen gesellschaftliche Tendenzen, bislang geltende Grundsätze der Erinnerungskultur in der Bundesrepublik aufzulösen. Der Arbeitskreis Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit im VdA verdeutlicht nun seinen Standpunkt zu dieser Thematik mit einem eigenen Positionspapier.

Das Positionspapier wurde vom Arbeitskreis unter der Leitung von Dr. Annekatrin Schaller in den vergangenen Monaten ausgearbeitet und bei der Sitzung vom neuen Gesamtvorstand des VdA am 16. November 2017 verabschiedet.

Inhaltlich bilden vier Punkte den Kern des Papier:

  1. Bildungsarbeit an Archiven ist politisch unabhängig.
  2. Bildungsarbeit an Archiven ist für alle da.
  3. Bildungsarbeit an Archiven fördert ein kritisches Geschichtsbewusstsein.
  4. Bildungsarbeit an Archiven fördert due aktive Teilhabe an der Wissensgesellschaft.

Der Arbeitskreis betont damit die Relevanz historischer Bildungsarbeit und richtet sich ausdrücklich  gegen die Banalisierung von Geschichte und Bestrebungen, den Nationalsozialismus zu relativiern.

Download: Positionspapier (pdf-Datei)

ICA Jahreskonferenz: Bericht aus Mexiko-Stadt

Ein Gastbeitrag von Bettina Joergens (VdA-Vorstand/Steering Committee / LAV NRW)

Obwohl die ICA Jahreskonferenz erst am Montag, 27.11.2017 beginnt, sind schon zahlreiche Archivarinnen und Archivare aus der ganzen Welt in Mexiko-Stadt. Bereits am Wochenende fanden zahlreiche Sitzungen der ICA -Gremien statt, auch das Steering-committee traf sich. 

Bei der Sitzung am Samstagvormittag waren die Kolleginnen und Kollegen aus Norwegen, den USA, Chile, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Israel und Deutschland dabei, außerdem ein Gast aus Kanada und für ein paar Tagesordnungspunkte die neue ICA Generalsekretärin Athea Seles‎. Dieses Treffen stand auch unter dem Eindruck der Trauer über den sehr plötzlichen Tod von Cristina Bianchi (Schweiz), die viele Jahre im Steering-committee und bei zahlreichen anderen internationalen Aktivitäten mitwirkte.

Das SPA Stearing-committee in Mexico-Stadt.

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Motto-Vorschläge für Tag der Archive 2018

Die Frist für die Motto-Findung zum TAG DER ARCHIVE 2018 wurde verlängert, neuer Einsendeschluss ist der 18. August 2017. Der VdA ruft zu reger Beteiligung auf.

Am 3. und 4. März 2018 wird der 9. bundesweite TAG DER ARCHIVE stattfinden. An zwei Tagen sollen wieder alle Archive die Möglichkeit haben, sich mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen an die breite Öffentlichkeit zu wenden, um mit einem attraktiven Programm auf die Bedeutung archivischer Arbeit hinzuweisen.

Volle Lesesäle und geöffnete Magazine können beim TDA 2018 erwartet werden. Original-Foto: Historisches Archiv und Bibliothek PTT, Lesesaal/ Archives PTT (Suisse)

Der Vorstand möchte auch die Aktionstage 2018 wieder unter ein einheitliches Motto stellen. Dieses soll sich am  Europäischen Kulturerbe-Jahr orientieren, welches 2018 EU-weit stattfinden wird. Alle VdA-Mitglieder sind aufgerufen, formlos per E-Mail (info@vda.archiv.net) unter dem Stichwort „TDA 2018“ Motto-Vorschläge einzureichen. Neuer Einsendeschluss ist der 18. August 2017.

Der geschäftsführende Vorstand wird aus allen Einsendungen eine Auswahl von drei Vorschlägen treffen. Aus diesen werden die VdA-Mitglieder danach über ein E-Voting-Verfahren auswählen können.

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste stellt Fördermittel für Provenienzforschung von NS-Raubgut zur Verfügung


Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg stellt Fördermittel für Forschungsprojekte zur Provenienzforschung von NS-Raubgut zur Verfügung. Die nächste Antragsfrist für langfristige Forschungsprojekte endet am 1. Oktober 2017. Einzelfallbezogenen, kurzfristigen Forschungsbedarf fördert das Zentrum ohne Frist ganzjährig.

Foto: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

Unabhängig von ihrem Wert können Kunstwerke, Möbel, Bücher und sonstiges Kulturgut Gegenstand der Untersuchung sein. Das Zentrum fördert systematische Bestandsprüfungen und Grundlagenforschung zum historischen Kontext des NS-Kulturgutraubs sowie die Erschließung von Archivbeständen und die Rekonstruktion von privaten Sammlungen oder Beständen, die während der NS-Herrschaft verfolgungsbedingt entzogen, aufgeteilt oder zerstört wurden.Weiterlesen

ICA schreibt Stelle als GeneralsekretärIn aus

Der ICA ist auf der Suche nach einem/ einer neuen Generalsekretär/in. Die Stelle ist ab Anfang 2018 zu besetzen, Auswahlgespräche sind Mitte September dieses Jahres in London geplant.

Da sich der spätere Arbeitsplatz am Sekretariat des ICA in Paris befindet, sind französische Sprachkenntnisse von Vorteil. Vorausgesetzt werden unter anderem Erfahrungen im Managementsektor sowie ein Hochschulabschluss im Bereich der Archivwissenschaften.

Weitere Anforderungen und detaillierte Informationen finden sich in der offiziellen Stellenausschreibung.

Fortbildungsberuf geprüfte/r Fachwirt/in für Medien- und Informationsdienste

Bereits im Frühjahr 2012 hat der Berufsbildungsausschuss des Landes NRW für den seit 1998 bestehenden Ausbildungsberuf Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste einer Aufstiegsfortbildung mit zugehörigem Curriculum und Prüfungsordnung zugestimmt. Die Aufstiegsfortbildung zur Fachwirtin bzw. zum Fachwirt für Medien- und Informationsdienste qualifiziert als berufsbegleitende Weiterbildung für Tätigkeiten mit Fach- und Führungsverantwortung in Archiven, Bibliotheken  und  Informationseinrichtungen.


AbsolventInnen  verfügen  über  vielseitige Kenntnisse und Fertigkeiten und sind in Verbindung mit ihrer Berufserfahrung in der Lage, verantwortlich und selbstständig anspruchsvolle Sachbearbeitung bis hin zu Leitungsaufgaben im Arbeitsfeld ABD (Archiv, Bibliothek, Dokumentation) wahrzunehmen.
Arbeitgebern eröffnet sich mit der Aufstiegsfortbildung eine differenzierte und zukunftsgerechte Maßnahme der Personalentwicklung. Sie sichern und erweitern zuverlässig und nachhaltig Fach- und Führungsqualitäten in den Einrichtungen. Sowohl motivierte Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste als auch langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne fachliche Ausbildung jedoch mit entsprechender Berufspraxis in den Tätigkeitsfeldern der Fachangestellten können so optimal gefördert werden.Weiterlesen

Die „Universal Declaration on Archives“ (UDA) / „Die Internationale Erklärung zur Bedeutung des Archivierens“ feiert 5-jährigen Geburtstag!

von Bettina Joergens

Der ICA (International Council on Archives) ist davon überzeugt, dass ein effektives Record- und Archivmanagement essentiell ist für gutes Verwaltungs- und Regierungshandeln, die Gesetzmäßigkeit, die Transparenz von Veraltungshandeln, den Erhalt des kulturellen Erbes und den Zugang zu Informationen für Bürgerinnen und Bürger. Der ICA ist diesen Zielen verpflichtet.

Die UDA liefert gute Argumente für die professionelle Schriftgutverwaltung und ein professionelles Archivwesen im Sinne demokratischer Rechtsstaatlichkeit.

Lesen Sie mehr hier: http://www.ica.org/.

Pressemitteilung zum 8. TAG DER ARCHIVE „Mobilität im Wandel“ am 5./6. März 2016 – bundesweit

Am 8. TAG DER ARCHIVE am 5. und 6. März 2016 nehmen überall in Deutschland unter dem Motto „Mobilität im Wandel“ mehr als 300 Archive teil.

„Mobilität“ ist mehr als einfach nur eine Bewegung von A nach B. Der Begriff hat soziale, politische, technische und wirtschaftliche Dimensionen, die einander im Laufe der Geschichte wechselseitig beeinflusst haben. Man betrachte etwa die Erfindung der Eisenbahn und den dadurch angestoßenen wirtschaftlichen und politischen Wandel im 19. Jahrhundert, der wiederum einen starken Impuls für Kunst und Literatur bot. Die Aktualität des Themas Mobilität zeigt sich auch auf gänzlich „untechnischen“ Gebieten – wie etwa beim Thema Migration, was sich in Völkerwanderungen, Flüchtlingsbewegungen oder Auswanderungswellen wiedererkennen lässt. Nicht zuletzt gibt es auch die „Soziale Mobilität“: Der Auf- und Abstieg von Menschen in der modernen Industriegesellschaft. All diese Themen haben ihren Niederschlag in Archiven gefunden.
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