Presseschau zum Prozessauftakt in Köln

Vor neun Jahren stürzte das Kölner Stadtarchiv ein. Zwei Menschen starben, viele Archivalien wurden zerstört oder schwer beschädigt, der weitere Sachschaden war enorm. Am 17. Januar 2018 begann nun der Prozess zur Klärung der Schuldfrage vor dem Kölner Landgericht.

Vor dem Landgericht Köln wird nun verhandelt, wer die Schuld am Einsturz des Kölner Stadtarchivs trägt. Foto: Frank Domahs

Das Medieninteresse an diesem Thema ist nach wie vor immens. Alle größeren Medienanstalten berichten, teilweise sehr ausführlich. Einen Überblick darüber bietet die folgende Presseschau (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):Weiterlesen

Erneute Ausschreibung der DFG zur Digitalisierung archivalischer Quellen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erneuert ihr Förderangebot  zur Digitalisierung archivalischer Quellen. Interessierte Einrichtungen können bis zum 28. Februar 2018 eine Absichtserklärung gegenüber der DFG einreichen und danach bis zum 30. Mai 2018 einen Förderantrag stellen. 

Die DFG möchte durch Digitaliserung die Zugänglichkeit zu archivalischen Quellen verbessern. Foto: International Dunhuang Project

Ziel der Ausschreibung ist laut DFG eine deutliche Verbesserung der Zugänglichkeit zu archivalischen Quellen für die Forschung durch Digitalisierung und zentrale Zusammenführung im Archivportal-D und der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) zu erreichen.Weiterlesen

Fortbildungsprogramm 1. Halbjahr 2018 des LWL Archivamtes für Westfalen online

Das Fortbildungsprogramm des LWL Archivamtes für Westfalen (1. Halbjahr 2018) ist online und hier zu finden. Themen sind:

  1. Gut verpackt lebt länger! Aufbewahrungssysteme für Archivgut (22. Februar)
  2. Elektronische Aktenführung (24. April)
  3. Wie präsentieren sich Archive? Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit von analog bis digital (15. Mai)
  4. Strategische Planung in Archiven (3. Juli 2018)

(via archivamtaktuell 03/2017 – Newsletter des LWL-Archivamtes für Westfalen)

Ank.: Blogs als Werkzeuge der Archivarbeit, 11.-12.10.2018

Aus der Vorankündigung des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums Brauweiler:

Im Februar 2003 erschien im Gemeinschaftsblog „Archivalia“ der erste Blog-Artikel der deutschen Archivszene und setzte damit den Startpunkt für die Nutzung von Blogs in der Archivarbeit. Fünfzehn Jahre später zählt die „Liste deutschsprachiger Archivblogs“ immerhin 71 aktive und inaktive Blogs und dokumentiert, dass Blogs die beliebteste Web 2.0-Anwendung von Archivarinnen und Archivaren in Deutschland sind. 

Seit August 2014 publiziert das Gemeinschaftsblog „1914-1918: Ein rheinisches Tagebuch“ zahlreiche Quellen zum Verlauf des Ersten Weltkriegs im Rheinland und ist damit zwar nicht das einzige Blog dieser Art, stellt aber als offenes Gemeinschaftsprojekt und hinsichtlich der Projektlaufzeit sicherlich eine Besonderheit dar. Ende 2018 werden die beteiligten Archive 
parallel zum Kriegsende vor 100 Jahren ihre letzten Quellen veröffentlichen und für die weitere Nutzung zur Verfügung stellen. Die Redaktion des Projekts nimmt dies zum Anlass, sowohl die eigene Arbeit zu bilanzieren als auch das Phänomen „Blog“ als digitales Leitmedium der Archive intensiv zu betrachten. 

Neben Vorträgen bietet eine Workshop-Phase den Teilnehmenden die Gelegenheit neue Blog-Projekte vorzustellen, sich über technische Möglichkeiten von Blog-Software auszutauschen oder neue Tools für Blogs kennenzulernen.

ICA Jahreskonferenz: Bericht aus Mexiko-Stadt (Teil 2)

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens (VdA-Vorstand/Steering Committee / LAV NRW)

Mit dem Veranstaltungsort Mexiko Stadt wurde die diesjährige Jahreskonferenz des International Council on Archives erstmalig in Lateinamerika ausgetragen. Das Motto lautete „Archives, Citizenship and Interculturalism“.

Es ist kein Zufall, dass die Themen des nächsten TAGS DER ARCHIVE (Demokratie und Bürgerechte) und des nächsten Deutschen Archivtags 2018 (Verlässlich, richtig, echt – Demokratie braucht Archive!) ‎damit Berührungspunkte haben. ICA-Präsident David Fricker brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt : „The theme brings together into one programme the most significant professional challenges that we face, including ancestral cultures, human rights, illicit trafficking of documentary heritage, personal data protection, digital systems and interoperability, contemporary legal issues, regional cooperation and disaster recovery.“

ICA-Präsident David Fricker. Foto: Bettina Joergens

Gleichzeitig mit der Die ICA –Konferenz wurde die Jahreskonferenz der lateinamerikanischen Archivorganisation (Latin American Association of Archives, ALA) abgehalten. Deren Präsidentin Mercedes de Vega betonte in ihrer Begrüßung die Notwendigkeit der Kooperation von ArchivarInnen mit Bildungseinrichtungen, Kulturschaffenden und Behörden.
Ohnehin wurde in zahlreichen Beiträgen deutlich, wie sehr professionelle Archivarbeit gerade heute verwoben ist mit Fragen zu Menschenrechten, zur gesellschaftlichen und politischen Bedeutung vom Umgang mit Informationen (und vom Verständnis von „Wahrheit “ und vertrauenswürdigen Informationen) , zu technologischen und rechtlichen Entwicklungen.Weiterlesen

Positionspapier des AK Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit

Bereits bei der 31. Archivpädagogenkonferenz 2017 in Bad Arolsen kritisierten die TeilnehmerInnen gesellschaftliche Tendenzen, bislang geltende Grundsätze der Erinnerungskultur in der Bundesrepublik aufzulösen. Der Arbeitskreis Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit im VdA verdeutlicht nun seinen Standpunkt zu dieser Thematik mit einem eigenen Positionspapier.

Das Positionspapier wurde vom Arbeitskreis unter der Leitung von Dr. Annekatrin Schaller in den vergangenen Monaten ausgearbeitet und bei der Sitzung vom neuen Gesamtvorstand des VdA am 16. November 2017 verabschiedet.

Inhaltlich bilden vier Punkte den Kern des Papier:

  1. Bildungsarbeit an Archiven ist politisch unabhängig.
  2. Bildungsarbeit an Archiven ist für alle da.
  3. Bildungsarbeit an Archiven fördert ein kritisches Geschichtsbewusstsein.
  4. Bildungsarbeit an Archiven fördert due aktive Teilhabe an der Wissensgesellschaft.

Der Arbeitskreis betont damit die Relevanz historischer Bildungsarbeit und richtet sich ausdrücklich  gegen die Banalisierung von Geschichte und Bestrebungen, den Nationalsozialismus zu relativiern.

Download: Positionspapier (pdf-Datei)

ICA Jahreskonferenz: Bericht aus Mexiko-Stadt

Ein Gastbeitrag von Bettina Joergens (VdA-Vorstand/Steering Committee / LAV NRW)

Obwohl die ICA Jahreskonferenz erst am Montag, 27.11.2017 beginnt, sind schon zahlreiche Archivarinnen und Archivare aus der ganzen Welt in Mexiko-Stadt. Bereits am Wochenende fanden zahlreiche Sitzungen der ICA -Gremien statt, auch das Steering-committee traf sich. 

Bei der Sitzung am Samstagvormittag waren die Kolleginnen und Kollegen aus Norwegen, den USA, Chile, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Israel und Deutschland dabei, außerdem ein Gast aus Kanada und für ein paar Tagesordnungspunkte die neue ICA Generalsekretärin Athea Seles‎. Dieses Treffen stand auch unter dem Eindruck der Trauer über den sehr plötzlichen Tod von Cristina Bianchi (Schweiz), die viele Jahre im Steering-committee und bei zahlreichen anderen internationalen Aktivitäten mitwirkte.

Das SPA Stearing-committee in Mexico-Stadt.

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Tagung „Lokale Medienarchive: Digitales Gedächtnis der Regionen?“


13. November 2017
 | 12:00 Uhr 
Bayerische Landeszentrale für neue Medien, München
– kostenlos -, Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Digitale Speicher- und Redaktionssysteme ermöglichen eine einfache Aufbewahrung ausgestrahlter Beiträge und Sendungen. Auch bei den lokalen und regionalen Radio- und Fernsehsendern gibt es deshalb bereits umfangreiche Programmarchive. Besonderen Wert erlangt der abgespeicherte audiovisuelle Content dann, wenn er schnell durchsuchbar und leicht wiederverwertbar ist. Dies stellt gerade kleine Radio- und Fernsehsender vor eine besondere Herausforderung, bietet aber auch neue Chancen der Verwertung.

Wie lokale Medienarchive den Weg vom digitalen Speicher zum kulturellen Gedächtnis der Regionen gehen können, ist Thema unserer Veranstaltung. Die digitale Welt erleichtert den Zugriff auf lokale Informationen, ermöglicht eine einfache Mehrfachnutzung von Sendematerial und damit auch langfristig den Zugang durch Forschung und Öffentlichkeit. Der Landeszentrale ist es ein Anliegen, lokale Medienarchive in ihrer Rolle als digitales Gedächtnis der Regionen zu unterstützen. In diesem Sinne werden in der Veranstaltung aktuelle Entwicklungen und Lösungsansätze aufgezeigt und Perspektiven gerade für kleinere Medienarchive diskutiert.

Programm

12:00 Uhr: Begrüßungsimbiss

13:00 Uhr: GrußworteWeiterlesen

Wahlergebnisse Gesamtvorstand VdA Amtszeit 2017 – 2021

Beim 87. Deutschen Archivtag 2017 wurde von den Mitgliedern ein neuer Vorstand für die Amtszeit 2017 bis 2021 gewählt. Ralf Jacob wurde als Vorsitzender bestätigt, Dr. Christian Helbich zum neuen Schatzmeister gewählt.

Am 28. September fanden die Wahlen für den Gesamtvorstand des VdA in den Veranstaltungen der einzlenen Fachgruppen statt. Ausgenommen davon war die Fachgruppe 7, die bereits im Frühjahr 2017 gewählt hatte. Die Wahlen der Fachgruppen ergaben folgendes Ergebnis:

Tabelle: VdA

In der Mitgliederversammlung des VdA wurden am folgenden 29. September die Ämter des Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Rechnungsprüferinnen vergeben. Ralf Jacob wurde mit breiter Mehrheit als Vorsitzender bestätigt, Dr. Christian Helbich mit ebenfalls großer Mehrheit zum neuen Schatzmeister gewählt.

Als neue Rechnungsprüferinnen wählten die Mitglieder Dr. Monika Storm (Landtag Rheinland-Pfalz) und Constanze Mann (Stadtarchiv Jena). Zu ihren Stellvertretern wurden Dr. Elsbeth Andre (Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz) und Dr. Bernhard Post (Landesarchiv Thüringen) gewählt.

Laut Satzung beginnt die Amtszeit des neuen Vorstands am 1. November 2017.