Erschließung einer Münzsammlung: NLA Osnabrück kooperiert mit Universität und Landkreis Osnabrück

Anna Philine Schöpper, Fabian Schröder, Julia Fesca und Dr. Sebastian Steinbach (v.l.) freuen sich über erste Ergebnisse bei der Arbeit an der Münzsammlung des Landkreises.

Münzen machen Geschichte „begreifbar“: Eine Sammlung von mehr als 700 Münzen wird derzeit im Niedersächsischen Landesarchiv am Standort Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität untersucht. Die Sammlung wurde 1975 dem Landkreis Osnabrück übergeben, aber nie systematisch katalogisiert oder wissenschaftlich ausgewertet. Mehr Infos hier.

Motto-Vorschläge für Tag der Archive 2018

Die Frist für die Motto-Findung zum TAG DER ARCHIVE 2018 wurde verlängert, neuer Einsendeschluss ist der 18. August 2017. Der VdA ruft zu reger Beteiligung auf.

Am 3. und 4. März 2018 wird der 9. bundesweite TAG DER ARCHIVE stattfinden. An zwei Tagen sollen wieder alle Archive die Möglichkeit haben, sich mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen an die breite Öffentlichkeit zu wenden, um mit einem attraktiven Programm auf die Bedeutung archivischer Arbeit hinzuweisen.

Volle Lesesäle und geöffnete Magazine können beim TDA 2018 erwartet werden. Original-Foto: Historisches Archiv und Bibliothek PTT, Lesesaal/ Archives PTT (Suisse)

Der Vorstand möchte auch die Aktionstage 2018 wieder unter ein einheitliches Motto stellen. Dieses soll sich am  Europäischen Kulturerbe-Jahr orientieren, welches 2018 EU-weit stattfinden wird. Alle VdA-Mitglieder sind aufgerufen, formlos per E-Mail (info@vda.archiv.net) unter dem Stichwort „TDA 2018“ Motto-Vorschläge einzureichen. Neuer Einsendeschluss ist der 18. August 2017.

Der geschäftsführende Vorstand wird aus allen Einsendungen eine Auswahl von drei Vorschlägen treffen. Aus diesen werden die VdA-Mitglieder danach über ein E-Voting-Verfahren auswählen können.

Verhaltenskodex für Archiv-Verwaltungen

Der VdA fordert seine Mitglieder und andere interessierte LeserInnen auf, sich bis zum 14. August an der Diskussion zum geplanten EU-Verhaltenskodex für Archiv-Verwaltungen zu beteiligen.

Auf europäischer Ebene soll gemäß Artikel 40 der Datenschutzgrundverordnung ein Verhaltenskodex für Archiv-Verwaltungen verabschiedet werden. Dabei stehen der freie Verkehr personenbezogener Daten und deren Schutz im Mittelpunkt.

In allen Mitgliedsländern der EU werden auch die entsprechenden Verbände einbezogen. Die Europäische Union hat dem VdA nun den „Draft Code“, einen ersten Textentwurf des Kodex, zur Verfügung gestellt.  Wir danken dem Bundesarchiv für die „Rohübersetzung“ des Textes, welche hier als PDF-Datei abgerufen werden kann:

Verhaltenskodex für Archive – Draft Code Rohübersetzung

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Call for Papers 88. Deutscher Archivtag 2018

Vom 25. September bis 28. September 2018 wird in Rostock der 88. Deutsche Archivtag stattfinden. Der VdA ruft zur Einsendung von Themenvorschlägen auf. Abgabeschluss ist der 31. Oktober 2017.

Die Themenfindung zum 88. Deutschen Archivtag hat begonnen! Grafik: VdA

Als Rahmenthema für den Kongress hat der Vorstand des VdA VERLÄSSLICH, RICHTIG, ECHT – DEMOKRATIE BRAUCHT ARCHIVE! gewählt. Für die Referate sind jeweils 20 Minuten vorgesehen, als Themen können zunächst auch nur Arbeitstitel vorgeschlagen werden, die dann in Abstimmung mit den LeiterInnen der Sektions- und Arbeitssitzungen noch modifiziert werden können. Diese stehen auch für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Abgabeschluss ist der 31. Oktober 2017. Danach wird der Programmausschuss aus den Vorschlägen eine Auswahl treffen, die möglichst vielfältige Aspekte der Sektionen abbildet. Die Themen der Sektionen und Sitzungen lauten:

  • Erste Gemeinsame Arbeitssitzung: Demokratie braucht Archive: hohe Ideale, konkrete Beispiele und Professionalität
  • Sektion 1: … und ins Archiv der harmlose Rest? Probleme einer verlässlichen Überlieferungsbildung bei der Übernahme
  • Sektion 2: Bewertung und Erschließung: Bleiben Forschungs- und Nutzungsinteressen vor der Tür?
  • Sektion 3: Echt – Original oder Kopie? Datenmassen und Authentizität
  • Sektion 4: Freier Zugang zu Archivgut – Möglichkeiten und Grenzen
  • Zweite Gemeinsame Arbeitssitzung: Geheimniskrämerei oder Transparenz – die Erforschung der Geheimdienste als Gretchenfrage archivischer Identität

Eine ausführliche Beschreibung aller Sektionen und Sitzungen sowie die Kontaktdaten aller LeiterInnen finden Sie in diesem Dokument und in Heft 3-2017 der Zeitschrift „ARCHIVAR“.

Archive in der Kunst: Das prekäre Archiv

Die österreichische Kollegin Helga Penz hat ein Video der Performance „The Precarious Archive“ von Stefanos Tsivopoulos auf der diesjährigen documenta 14 erstellt. 900 Archivbilder und –texte von 1963 bis 2002 aus staatlichen Einrichtungen, Bildagenturen und Zeitungen in Griechenland.

Precarious Archive (2015), Archivfotografien, digitale Diaprojektionen, architektonische Konstruktion, Performance, Maße variabel, Nationales Museum für Zeitgenössische Kunst, Athen (EMST), Schenkung des Künstlers, 2017, Fridericianum, Kassel. Foto: Mathias Völzke

“ …. Die Archivalien werden von einer „Archiv-Performerin“ aus Archivkartons genommen, auf Tischen bzw. Overheadprojektoren aufgelegt und dem Publikum präsentiert. Die Performerin tritt auch in Interaktion mit den Betrachtern über die gezeigten Archivbilder. Ihre Aufgabe ist es auch, mittels Gesten und Posen einen körperlichen Ausdruck für die Auseinandersetzung mit dem Archivmaterial zu präsentieren. … “
Quelle: Helga Penz via Marburger Archivliste

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste stellt Fördermittel für Provenienzforschung von NS-Raubgut zur Verfügung


Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg stellt Fördermittel für Forschungsprojekte zur Provenienzforschung von NS-Raubgut zur Verfügung. Die nächste Antragsfrist für langfristige Forschungsprojekte endet am 1. Oktober 2017. Einzelfallbezogenen, kurzfristigen Forschungsbedarf fördert das Zentrum ohne Frist ganzjährig.

Foto: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

Unabhängig von ihrem Wert können Kunstwerke, Möbel, Bücher und sonstiges Kulturgut Gegenstand der Untersuchung sein. Das Zentrum fördert systematische Bestandsprüfungen und Grundlagenforschung zum historischen Kontext des NS-Kulturgutraubs sowie die Erschließung von Archivbeständen und die Rekonstruktion von privaten Sammlungen oder Beständen, die während der NS-Herrschaft verfolgungsbedingt entzogen, aufgeteilt oder zerstört wurden.Weiterlesen

h_da-Symposium zur wissenschaftlichen und Mediendokumentation


Am 9. November 2017 findet an der Hochschule Darmstadt das h_da-Symposium zur wissenschaftlichen und Mediendokumentation statt. Zur kostenfreien Veranstaltung kann man sich nun anmelden.

In den letzten Jahren sind die Veränderungen im Bereich der Mediendokumentation immens. Das eintägige Symposium an der Hochschule Darmstadt beschäftigt sich mit Fragen, die sich alle Medienarchivare bzw. Mediendokumentare stellen: „Wo geht der Weg hin?“. Durch seine pragmatisch-aktuelle Ausrichtung werden die technischen, organisatorischen und  wissenschaftlichen Entwicklung in der Dokumentation angesprochen, die in den nächsten Jahren für die Medienarchive zum Tragen kommen werden. Wer sich also auf die zukunft vorbereiten will, ist hier richtig.

Mediencampus Dieburg. Foto: Hochschule Darmstadt

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Offene Archive + ArchivCamp: Storify, Berichte & Co

Offenheit

Innovation

Vernetzung

Kommunikation.

Mit diesen vier Zielen, die zum Abschluss von „Offene Archive“ (19. bis 20. Juni 2017, Landesarchiv NRW) nochmals dezidiert die Ziele der Konferenz umrissen haben, endete vor wenigen Tagen die vierte Ausgabe der gleichnamigen Konferenzreihe. Diese war zugleich eine Veranstaltung des Arbeitskreises Offene Archive innerhalb des VdA. Bei den ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kam besonders das erstmals in dieser Form veranstaltete archivische BarCamp („ArchivCamp“) positiv an, eine ergebnisoffene Tagungsform, deren Inhalt und Ablauf von den Teilnehmenden selbst festgelegt wird.
Seitens des Organisationsteams wurden bereits während und kurz nach Abschluss von „Offene Archive“ Zusammenfassungen der ArchivCamp-Sektionen sowie erste Berichte zur Konferenz im Blog Archive 2.0 zur Verfügung gestellt:
Tagungsbericht 19.6.
Bericht Archivcamp 19.6./Teil 1
Bericht Archivcamp 19.6./Teil 2
Tagungsbericht 20.6.
Es finden sich außerdem (ebenfalls im Blog) fotografische Eindrücke unter den folgenden Links:
Start
Archivcamp 1
Archivcamp 2
Archivcamp 3
Archivcamp 4
Konferenz (2. Tag)

Die T-Shirts zum ArchivCamp können ab sofort auch bestellt werden.

Die Tweets zu den bei „Offene Archive“ genutzten Schlagworten (Hashtags) #archive20 und #archivcamp sind in einem Storify zusammengefasst.