Kategorie-Archiv: Öffentlichkeitsarbeit

Kommentieren Sie die Citizen Science Strategie der Bundesregierung:

Der VdA ist eingeladen worden, an der Konsultation zur Citizen Science Strategie der Bundesregierung teilzunehmen. Die Frist endet am 19.10.2015. Wegen der Vor- und Nachbereitung des 85. Deutschen Archivtags stellen wir die Information für unsere Mitglieder erst jetzt ein – besser spät als nie. Wir bitten um Verständnis.

Die Citizen Science Strategie der Bundesregierung soll den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen BürgerInnen und WissenschaftlerInnen stärken. Im Archivwesen gibt es eine lange Tradition des Dialogs und der Kooperation zwischen Archiven und (nicht nur) historischen Vereinen. Die Mitglieder des VdA sind daher prädestiniert, sich an der Konsultation zu beteiligen. Die Aussagen des Papiers können Sie hier kommentieren:

http://www.konsultation.buergerschaffenwissen.de/

Bitte tragen Sie Ihre Kommentare bis zum 19.10.2015 ein.

Bier in Bamberg – Jahreskalender 2016 des Stadtarchivs Bamberg

„Bier in Bamberg“ – so lautet der Titel des vom Stadtarchiv Bamberg herausgegebenen Kalenders für 2016. Anlass ist die 500. Wiederkehr der Landesordnung im Herzogtum Bayern vom 23. April 1516, auf die das Reinheitsgebot zurückgeht, auch wenn es z. B. im Hochstift Bamberg 1489 durchaus ältere Vorschriften in diesem Rechtsbereich gibt. Mit zwölf Bildern rund um das Bier in Bamberg wird dieses in einer Bierstadt immer interessante Thema dargestellt.Weiterlesen

Aktenzeichen XY … aufgelöst, oder: Fortbildungen zur Schriftgutverwaltung durch Hochschularchive

Bei vielen Hochschularchiven gehören nicht nur Bestandsbildung und -sicherung, sondern auch das Beraten in Fragen der vorarchivischen Schriftgutverwaltung zur täglichen Arbeit. Sowohl im Rahmen von Beratungsgesprächen als auch durch telefonische Anfragen wird in der analogen und der elektronischen Aktenführung beraten. Manche Archive bieten darüber hinaus umfangreiches Material zum Download im Inter- oder Intranet an. Gerade im Fall der elektronischen Archivierung ist die Beratungsfunktion natürlich besonders wichtig, um auch die Interessen des Archivs hinsichtlich der Langzeitarchivierung angemessen vertreten zu können.

An der Universität und der Hochschule Osnabrück hat sicher darüber hinaus ein weiteres Modell etabliert: Im Rahmen des offiziellen Fortbildungsprogramms werden Mitarbeiter der Hochschulen in Fragen der Schriftgutverwaltung geschult. Seit 2012 bietet das im Nds. Landesarchiv – Standort Osnabrück untergebrachte Universitäts -und Hochschularchiv solche Veranstaltungen an (eingeführt durch meinen Amtsvorgänger).Weiterlesen

„Fotografien vom Archiv“

Eine „Berufsbilddiskussion“ anderer Art
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Prolog
Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts plante der Arbeitskreis der kommunalen Archive im heutigen Rhein-Kreis Neuss die Herausgabe eines Archivführers. Für die Bebilderung wurde der  heimische Fotograf Andreas Woitschützke gewonnen. Der Besuch im Gemeindearchiv Jüchen war das erste Zusammentreffen zwischen einem Fotograf und mir als Archivaren. Es entstand u. a. eine Aufnahme mit einem Fischaugenobjektiv, die mich zwischen den Regalen stehend und in einer Akte lesend zeigte.  Dieses Bild war die einzige, „verfremdete“ Aufnahme, die Einzug in die Publikation fand. Das Interesse an künstlerich gestalteten Fotografien, die sich mit dem Themenkomple „Archiv(ar)“ widmen, war bei mir geweckt.Weiterlesen

Pressekonferenz zum 85. Deutschen Archivtag

85. Deutscher Archivtag Nr. 1

Die offizielle Pressekonferenz hat pünktlich im Stadtmuseum Karlsruhe begonnen.

Auf dem Podium sitzen die VdA-Vorsitzende Dr. Irmgard Christa Becker, der Erste Bürgermeister Wolfram Jäger, der Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg Prof. Dr. Robert  Kretzschmar und der Ltd. Stadtarchivdirektor Dr. Ernst Otto Bräunche.

Memoriav-Kolloquium 2015 trägt den Titel „Audiovisuelle Quellen in der Geschichtsschreibung“

Memoriav – Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz

Das diesjährige Memoriav-Kolloquium (27.10.2015-28.10.2015, Bellinzona) beschäftigt sich mit dem Potential von audiovisuellen Quellen in der Geschichtsschreibung.

Fotografien, Tondokumente und bewegte Bilder sind unerlässliche Quellen für das Verständnis der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. In den letzten Jahren wurden erfreulicherweise zahlreiche akademische Forschungsprojekte lanciert, die audiovisuelle Quellen beizogen oder gar ins Zentrum stellten. Im Rahmen des Kolloquiums wird der Bogen weiter aufgespannt. Thema sind historische Projekte, die ausserhalb des universitären Forschungsalltags entstehen, Publikationsformen für historische Arbeiten mit audiovisuellen Quellen im Buch und im Internet, und die Aufbereitungsarbeit von Archiven, die Bilder und Töne für HistorikerInnen bereitstellen.

Während des ersten Tages werden Bilder-, Ton- und Videosammlungen aus dem Kanton Tessin und ihre Funktion als historische Quellen präsentiert. Eine Soirée mit der Theaterschule des Clowns Dimitri rundet den Tag ab. Am zweiten Tag dominieren Referate zu Theorie und Praxis der Geschichtsschreibung mit audiovisuellen Quellen im Zentrum.

Die Kolloquiumssprachen sind Deutsch und Italienisch. Alle Referate werden simultan Deutsch – Italienisch / Italienisch – Deutsch übersetzt.

Kolloquiumskosten: für Studierende: CHF 50, für Memoriav-Mitglieder: CHF 120, für Nicht-Mitglieder: CHF 200

Das ausführliche Programm gibt es hier.

Memoriav - Memoriav Kolloquium 2015#cmk2015_2015-09-28_09-02-05

Wann findet die erste deutsche Archiv-„Unkonferenz“ (BarCamp) statt?

Eine gute Frage, die hoffentlich demnächst mit „bald“ oder „in absehbarer Zeit“ usw. usf. beantwortet wird – wie auch immer: Einstweilen kann auf das erste deutsche Historiker/innen-BarCamp verwiesen werden. Das Histocamp findet (in den Räumen eines Archivs) am 27. und 28. November 2015 in Bonn statt.

Zum Hintergrund (via Histocamp-Blog): BarCamps sind Unkonferenzen, Ad-hoc-Nicht-Konferenzen. Es sind offene Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmenden das Programm gemeinsam festlegen und gestalten. Der Ablauf sieht so aus: Nach einer allgemeinen Vorstellungsrunde geben Interessierte ihre Vorschläge für sessions ins Plenum, das darüber abstimmt, welche davon tatsächlich stattfinden sollen. Danach wird das Programm ad-hoc auf Whiteboards oder Pinnwänden für alle festgehalten, auf Räume verteilt und der thematische Teil beginnt. Die Teilnehmenden verteilen sich nach Lust und Laune in kleinere Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen – den sessions. In diesen sessions selbst gibt es keine Vorträge, sondern es wird intensiv diskutiert und miteinander an den Themen gearbeitet. Alle können so zum Gelingen einer session beitragen. Am Ende des BarCamps werden die Ergebnisse der einzelnen sessions bei einer allgemeinen Abschlussrunde wieder zurück ins Plenum gespielt. Ziel dieses Formats ist es, in lockerer und produktiver Atmosphäre in kleinen Gruppen miteinander zu arbeiten. Das HistoCamp ist das erste BarCamp, bei dem es um Geschichte gehen wird. Es ist offen für alle historischen Themen und Epochen und soll neben den üblichen wissenschaftlichen Veranstaltungsformaten wie Tagung und Workshop (der funktioniert ja mittlerweile auch oft nach dem Tagungsprinzip!) ein Ort sein, wo gemeinsam an und mit Geschichte gearbeitet wird. Verschiedene Social Media-Kanäle begleiten das HistoCamp vorher, währenddessen und auch nachher. Sie sollen ein kollaboratives Arbeiten aller Teilnehmenden ermöglichen, die einzelnen sessions miteinander in Kontakt halten und die Ideen der breiten Community zugänglich machen.

Bloggen als Mittel zur Bestandsergänzung?

In den vergangenen Jahren haben sich eine ganze Reihe von archivwissenschaftlichen Blogs etabliert. Gebloggt wird z.B. über die Arbeit des eigenen Archivs, über archivfachliche und natürlich auch über historische Themen – entweder (populär-)wissenschaftlich aufgearbeitet oder direkt und ungefiltert aus den Quellen.

Zur letzteren Form zählt auch das Blog zur Geschichte der Adolf-Reichwein-Hochschule, das 2014 anlässlich eines 60jährigen Absolventenjubiläums durch das Universitätsarchiv Osnabrück ins Leben gerufen wurde.[1] Gegenstand des Blogs ist die Geschichte der Pädagogischen Hochschule Osnabrück. Zum Hintergrund: 1946 gegründet wurde die Hochschule 1953 aus Kapazitätsgründen nach Osnabrück verlegt. Ende der 1960er Jahre wurde die PH zu einer Abteilung der PH Niedersachsen bevor sie Anfang der 1970er Jahre im Zuge der Universitätsgründung ein Bestandteil der Universität Osnabrück wurde. Das Blog konzentriert sich auf den Zeitraum 1946 bis 1973 und beleuchtet die Entwicklung an den Standorten Celle und Osnabrück.
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