Kategorie-Archiv: Archivwahrnehmung

Beitrag von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung über Archive

Unter dem Titel „Hirnlosigkeit ist kein Geschäftsmodell“ befasst sich Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) anlässlich des bevorstehenden 89. Deutschen Archivtages in Suhl mit der Frage: „Warum eine Demokratie hervorragende Archive braucht – und wie die Zukunft der Stasi-Unterlagen aussieht.“

Prantl hatte sich bereits auf dem 81. Deutschen Archivtag in einem Vortrag mit der „Systemrelevanz der Archive“ beschäftigt.

Ergänzung: Der Beitrag steht jetzt auch auf den Seiten des VdA zum Download bereit.

Offene Archive – 5. Konferenz mit ArchivCamp

Offene Archive – 5. Konferenz mit ArchivCamp
4. und 5. November 2019, Berlin

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution von 1989:

Der Arbeitskreis Offene Archive im VdA lädt herzlich nach Berlin ein!

 

Die Öffnung des Archivs der Stasi war ein weltweit einmaliger Vorgang mit Vorbildwirkung für viele postdiktatorische Gesellschaften. Erstmals konnten Bürger*innen am 2. Januar 1992 Einsicht in Stasi-Unterlagen nehmen, um ihr eigenes Schicksal aufzuklären. Die Machtzentrale der DDR-Geheimpolizei ist heute ein Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand und ein Lernort für Demokratie.

Am 4. und 5. November 2019 laden wir 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution zur fünften Ausgabe der „Offenen Archive“ in Berlin ein. Hochkarätige Keynotes, spannende Kurzvorträge sowie eine Podiumsdiskussion zur Archiv-, Netz- und Kulturpolitik sind Teil des Programms. Das öffentliche archiv-, netz- und kulturpolitische Podium am 4. November (ab 19 Uhr) wird u.a. mit Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen), Prof. Dr. Gerald Maier (Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg), Helene Hahn (Wikimedia Deutschland e.V., Präsidium), Erhard Grundl (MdB, kulturpolitischer Sprecher Bündnis90/Die GRÜNEN-Bundestagsfraktion) und Martin Rabanus (MdB, Sprecher für Kultur und Medien, SPD-Bundestagsfraktion) besetzt sein.

Aber das Programm ist damit noch nicht erschöpft! Ein BarCamp bietet Teilnehmer*innen an beiden Tagen der Konferenz die Möglichkeit zur niedrigschwelligen, aber auch intensiven Diskussion. Themen können, eher archivuntypisch spontan, eingebracht werden; gängige oder eingefahrene Denkmuster der Archivwelt dürfen und sollen hinterfragt werden!

Ort: Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU). Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie („Haus 22“, Ruschestr. 103, 10365 Berlin) (zur Orientierung).

 

Programm (vorläufig) und Termin:

4. November ab 10.30 Uhr:

Begrüßung(en)

 

Keynotes

Dagmar Hovestädt (BStU, Sprecherin des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen): Aktiv in Sachen Demokratie und Menschenrechte. Erfahrungen des Stasi-Unterlagen-Archivs (Abstract)

John Weitzmann (Wikimedia Deutschland e.V.)

 

Mittagspause (Catering vor Ort), danach Start des ArchivCamps (Sessions, Sessions, Diskussionen etc.!) – weitere Informationen zum ArchivCamp folgen demnächst!!!

 

Kurzvorträge (ab 16.30 Uhr)

Lambert Kansy/Martin Lüthi (CH)

Christian Bunnenberg (Bochum)

Alexander Czmiel (TELOTA-Initiative)

Sebastian Bondzio (Osnabrück)

 

Öffentliche Podiumsdiskussion (ab 19:00) mit Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen), Prof. Dr. Gerald Maier (Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg), Helene Hahn (Wikimedia Deutschland e.V., Präsidium), Erhard Grundl (MdB, kulturpolitischer Sprecher Bündnis90/Die GRÜNEN-Bundestagsfraktion) und Martin Rabanus (MdB, Sprecher für Kultur und Medien, SPD-Bundestagsfraktion)

 

5. November ab 09:00 Uhr:

Keynotes

Matthias Leitner (Bayerischer Rundfunk): Wie Kurt Eisner uns seine Geschichte in WhatsApp erzählte

Rainer E. Klemke (BerlinHistory-App)

 

Fortsetzung des ArchivCamps

 

Am Vormittag zusätzlich: Talks von Ausstellern (Walter Nagel, rosenberger data, startext)

 

Mittagspause (Catering vor Ort)

 

Abschlussrunde des ArchivCamps, Schlussdiskussion und Ende der Konferenz am frühen Nachmittag

 

Anmeldungen: veranstaltungen@bstu.bund.de

Informationen und News rund um Konferenz und ArchivCamp:

https://archive20.hypotheses.org/
@archive20
#archive20 #archivcamp
Einreichungen für das ArchivCamp sind ab sofort möglich (Mailadresse folgt!).

Flyer

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Offene Archive im VdA in Kooperation mit der BStU, der Robert Havemann Gesellschaft e.V., der Wikimedia Deutschland e.V., dem LWL Archivamt, dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, dem Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg und digiS.

Gefördert durch: Walter Nagel, rosenberger data und startext.

Konzeption und Programm: Mitglieder des AK Offene Archive in Verbindung mit dem BStU und der Wikimedia Deutschland e.V.

Mottoaufruf 10. TAG DER ARCHIVE

Am 7. und 8. März 2020 wird der 10. bundesweite TAG DER ARCHIVE stattfinden. Alle Mitglieder des VdA sind aufgerufen, Motto-Vorschläge einzureichen.

Der Bundesbeauftrage für Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes Berlin Normannenstraße. Foto: a2 d2 (CC)

Auch im Frühjahr 2020 sollen wieder alle Archive die Möglichkeit haben, sich mit unterschiedlichen Veranstaltung einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und mit einem attraktiven Programm auf die Bedeutung archivischer Arbeit hinzuweisen. Um eine noch bessere Vorbereitung darauf möglich zu machen, hat der Vorstand auf Anregung aus  der Mitgliedschaft den Motto-Aufruf zeitlich vorgezogen (der erste Aufruf erfolgte in Heft 4-2018 der Fachzeitschrift ARCHIVAR).Weiterlesen

Digitale Stadtlexikon des Stadtarchivs Stuttgart online

ein Gastbeitag von Dr. Günter Riederer 

Nach rund 15 Monaten intensiver Arbeit ist es nun soweit: Das vom Stadtarchiv Stuttgart konzipierte digitale Stadtlexikon ist online! Ab sofort lädt es unter www.stadtlexikon-stuttgart.de dazu ein, die Stuttgarter Stadtgeschichte auf eine bislang nicht gekannte Weise neu zu entdecken.

Digital, empirisch fundiert und quellengesättigt verortet das Lexikon seine Artikel im Raum: virtuell auf einer Stadtkarte, die sich auch in einen passenden historischen Plan verwandeln kann, konkret im öffentlichen Raum, denn das Stadtlexikon ist responsiv und wandert mit seinen Leserinnen und Lesern durch die Stadt.Für Stuttgarterinnen und Stuttgarter, aber auch für auswärtige Besucherinnen und Besucher bietet es somit die besondere Möglichkeit, die Geschichte Stuttgarts im Stadtraum erfahrbar zu machen. Der Bildschirm mobiler Endgeräte zeigt, welche historischen Orte, Personen und Ereignisse sich in der Nähe befinden.

Stadtgeschichte mobil erleben – Das digitale Stadtlexikon Stuttgart ist ohnline. Foto: Stadtarchiv Stuttgart, Fotograf: Max Kovalenko

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Artist meets Archive

Photoszene-Festivals 2018 und 2019 in Köln

© Fiona Tan: Vox Populi, Tokyo, photographic installation, 2007
courtesy the artist and Frith Street Gallery, London
photo: Wako Works of Art, Tokyo

Die Photoszene-Residency Artist meets Archive ist das zentrale Programm der kommenden Photoszene-Festivals 2018 und 2019, mit dem die bedeutende Vielfalt und Qualität der Fotografie in den Sammlungen und Archiven der Stadt durch den Austausch mit internationalen Künstlern sichtbar gemacht wird.

Köln ist international bekannt für seine hochkarätigen Fotografiebestände. In den Museen und Sammlungen der Stadt bildet sich Fotografiegeschichte ab. Die städtischen Institute bieten einen einzigartigen Überblick über die Diversität und Verbreitung des Mediums der Fotografie in Kunst, Geschichte und Gewerbe. Auf Einladung der Photoszene Köln öffnen das Kölnische Stadtmuseum, das MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln, das Museum Ludwig, das Rautenstrauch-Joest-Museum, das Rheinische Bildarchiv Köln und Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur ihre Sammlungen und Archive für ein gemeinsames Projekt: International agierende Künstler werden sich während des Photoszene-Festivals im Herbst 2018 den Konvoluten widmen und durch ihren spezifischen Blick und ihre eigene künstlerische Praxis neue Sichtweisen auf Teilbereiche der Sammlungen ermöglichen. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung werden als Ausstellung oder Intervention während des nächsten Photoszene-Festivals im Mai 2019 in den jeweiligen Häusern zu sehen sein.

Die Photoszene freut sich, die eingeladenen Künstler bereits jetzt bekannt geben zu können:
Erik Kessels (NL), Ola Kolehmainen (FIN), Ronit Porat (ISR), Fiona Tan (NL/IND), Roselyne Titaud (F) und Antje van Wichelen (BE)

Quelle: Photoszene, Pressemitteilung

Internationaler Tag der Archive 2018

Am 9. Juni findet wieder der vom ICA ausgerufene Internationale Tag der Archive statt. Das Motto lautet in diesem Jahr „Archives: Governance, Memory and Heritage”.

Dies ist gleichzeitig auch das Motto der diesjährigen ICA-Konferenz, welche vom 26. bis 28. November 2018 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet. Der ICA stellt auf seiner Website zahlreiche interessante Informationen und eine Austauschplattform dazu zur Verfügung.

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Archive und Kunst: Refik Anadol „Archive dreaming“

Archive Dreaming from Refik Anadol on Vimeo.

Kunstprojekt Archive Dreaming. Foto: Refik Anadol

Der Künstler Refik Anadol wurde beauftragt, mit den Sammlungen von SALT Research zu arbeiten. Er verwendete dabei einen Algorithmus für maschinelles Lernen, um die 1,7 Millionen Dokumente zu durchsuchen und Beziehungen zwischen ihnen zu entdecken.

Diese Interaktionen zwischen den multidimensionalen Daten aus den Archiven werden ihrerseits in eine immersive Medieninstallation verwandelt. Archive Dreaming, das erstmals bei SALT Galata präsentiert wurde, ist anwendergesteuert; doch immer wenn sich die Installation im Ruhezustand befindet, „träumt“ sie von unerwarteten Zusammenhängen zwischen den Dokumenten.Weiterlesen

Presseschau 9. TAG DER ARCHIVE 2018

Am 3. und 4. März fand der 9. TAG DER ARCHIVE unter dem Motto Demokratie und Bürgerrechte statt. Erneut waren mehrere hundert Archiveinrichtungen im gesamten Bundesgebiet dem Aufruf des VdA gefolgt und hatten für die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Viele Zeitungen berichteten über den 9. TAG DER ARCHIVE 2018.

Viele der teilnehmende Archive zeigten sich mit dem 9. TAG DER ARCHIVE vollauf zufrieden; viele Interessierte ließen sich die Magazine zeigen, besuchten Ausstellungen und konnten nicht zuletzt mit den Archivarinnen und Archivaren ins Gespräch kommen. Erfreulicherweise hatten sich auf der Website zum TAG DER ARCHIVE deutlich mehr Archive registriert als beim vorangegangenen Aktionstag vor zwei Jahren.Weiterlesen

Wibke Bruns übergibt Museum Halberstadt ihr Familienarchiv

Laut Magdeburger Volksstimme vom 16.10.2017 hat die ehemalige ZDF-Nachrichtenmoderatorin und Journalistin Wibke Bruns am Wochenende Teile des Privatarchivs der ehemaligen Halberstädter Unternehmerfamilie Klamroth an das Museum in Halberstadt übergeben. Wibke Bruns, 1938 in Halberstadt geboren, ist die Tochter des nach dem Hitlerattentat am 20. Juli 1944 ermordeten Widerstandskämpfers Hans Georg Klamroth.

Erläuterung: Zum Stadtmuseum Halberstadt gehört auch das „Historische Stadtarchiv Halberstadt„.