Kategorie-Archiv: Archivwahrnehmung

Digitale Stadtlexikon des Stadtarchivs Stuttgart online

ein Gastbeitag von Dr. Günter Riederer 

Nach rund 15 Monaten intensiver Arbeit ist es nun soweit: Das vom Stadtarchiv Stuttgart konzipierte digitale Stadtlexikon ist online! Ab sofort lädt es unter www.stadtlexikon-stuttgart.de dazu ein, die Stuttgarter Stadtgeschichte auf eine bislang nicht gekannte Weise neu zu entdecken.

Digital, empirisch fundiert und quellengesättigt verortet das Lexikon seine Artikel im Raum: virtuell auf einer Stadtkarte, die sich auch in einen passenden historischen Plan verwandeln kann, konkret im öffentlichen Raum, denn das Stadtlexikon ist responsiv und wandert mit seinen Leserinnen und Lesern durch die Stadt.Für Stuttgarterinnen und Stuttgarter, aber auch für auswärtige Besucherinnen und Besucher bietet es somit die besondere Möglichkeit, die Geschichte Stuttgarts im Stadtraum erfahrbar zu machen. Der Bildschirm mobiler Endgeräte zeigt, welche historischen Orte, Personen und Ereignisse sich in der Nähe befinden.

Stadtgeschichte mobil erleben – Das digitale Stadtlexikon Stuttgart ist ohnline. Foto: Stadtarchiv Stuttgart, Fotograf: Max Kovalenko

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Artist meets Archive

Photoszene-Festivals 2018 und 2019 in Köln

© Fiona Tan: Vox Populi, Tokyo, photographic installation, 2007
courtesy the artist and Frith Street Gallery, London
photo: Wako Works of Art, Tokyo

Die Photoszene-Residency Artist meets Archive ist das zentrale Programm der kommenden Photoszene-Festivals 2018 und 2019, mit dem die bedeutende Vielfalt und Qualität der Fotografie in den Sammlungen und Archiven der Stadt durch den Austausch mit internationalen Künstlern sichtbar gemacht wird.

Köln ist international bekannt für seine hochkarätigen Fotografiebestände. In den Museen und Sammlungen der Stadt bildet sich Fotografiegeschichte ab. Die städtischen Institute bieten einen einzigartigen Überblick über die Diversität und Verbreitung des Mediums der Fotografie in Kunst, Geschichte und Gewerbe. Auf Einladung der Photoszene Köln öffnen das Kölnische Stadtmuseum, das MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln, das Museum Ludwig, das Rautenstrauch-Joest-Museum, das Rheinische Bildarchiv Köln und Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur ihre Sammlungen und Archive für ein gemeinsames Projekt: International agierende Künstler werden sich während des Photoszene-Festivals im Herbst 2018 den Konvoluten widmen und durch ihren spezifischen Blick und ihre eigene künstlerische Praxis neue Sichtweisen auf Teilbereiche der Sammlungen ermöglichen. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung werden als Ausstellung oder Intervention während des nächsten Photoszene-Festivals im Mai 2019 in den jeweiligen Häusern zu sehen sein.

Die Photoszene freut sich, die eingeladenen Künstler bereits jetzt bekannt geben zu können:
Erik Kessels (NL), Ola Kolehmainen (FIN), Ronit Porat (ISR), Fiona Tan (NL/IND), Roselyne Titaud (F) und Antje van Wichelen (BE)

Quelle: Photoszene, Pressemitteilung

Internationaler Tag der Archive 2018

Am 9. Juni findet wieder der vom ICA ausgerufene Internationale Tag der Archive statt. Das Motto lautet in diesem Jahr „Archives: Governance, Memory and Heritage”.

Dies ist gleichzeitig auch das Motto der diesjährigen ICA-Konferenz, welche vom 26. bis 28. November 2018 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet. Der ICA stellt auf seiner Website zahlreiche interessante Informationen und eine Austauschplattform dazu zur Verfügung.

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Archive und Kunst: Refik Anadol „Archive dreaming“

Archive Dreaming from Refik Anadol on Vimeo.

Kunstprojekt Archive Dreaming. Foto: Refik Anadol

Der Künstler Refik Anadol wurde beauftragt, mit den Sammlungen von SALT Research zu arbeiten. Er verwendete dabei einen Algorithmus für maschinelles Lernen, um die 1,7 Millionen Dokumente zu durchsuchen und Beziehungen zwischen ihnen zu entdecken.

Diese Interaktionen zwischen den multidimensionalen Daten aus den Archiven werden ihrerseits in eine immersive Medieninstallation verwandelt. Archive Dreaming, das erstmals bei SALT Galata präsentiert wurde, ist anwendergesteuert; doch immer wenn sich die Installation im Ruhezustand befindet, „träumt“ sie von unerwarteten Zusammenhängen zwischen den Dokumenten.Weiterlesen

Presseschau 9. TAG DER ARCHIVE 2018

Am 3. und 4. März fand der 9. TAG DER ARCHIVE unter dem Motto Demokratie und Bürgerrechte statt. Erneut waren mehrere hundert Archiveinrichtungen im gesamten Bundesgebiet dem Aufruf des VdA gefolgt und hatten für die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Viele Zeitungen berichteten über den 9. TAG DER ARCHIVE 2018.

Viele der teilnehmende Archive zeigten sich mit dem 9. TAG DER ARCHIVE vollauf zufrieden; viele Interessierte ließen sich die Magazine zeigen, besuchten Ausstellungen und konnten nicht zuletzt mit den Archivarinnen und Archivaren ins Gespräch kommen. Erfreulicherweise hatten sich auf der Website zum TAG DER ARCHIVE deutlich mehr Archive registriert als beim vorangegangenen Aktionstag vor zwei Jahren.Weiterlesen

Wibke Bruns übergibt Museum Halberstadt ihr Familienarchiv

Laut Magdeburger Volksstimme vom 16.10.2017 hat die ehemalige ZDF-Nachrichtenmoderatorin und Journalistin Wibke Bruns am Wochenende Teile des Privatarchivs der ehemaligen Halberstädter Unternehmerfamilie Klamroth an das Museum in Halberstadt übergeben. Wibke Bruns, 1938 in Halberstadt geboren, ist die Tochter des nach dem Hitlerattentat am 20. Juli 1944 ermordeten Widerstandskämpfers Hans Georg Klamroth.

Erläuterung: Zum Stadtmuseum Halberstadt gehört auch das „Historische Stadtarchiv Halberstadt„.

 

E-Voting zum TAG DER ARCHIVE 2018

Ab sofort können die Mitglieder des VdA über das Motto für den kommenden TAG DER ARCHIVE 2018 abstimmen. Dieser wird thematisch an das Europäische Kulturerbejahr 2018 anknüpfen.

Auf der Homepage des VdA können die Mitglieder nun im internen Bereich ihre Stimme abgeben. Das Motto sollte möglichst allen Archiven die Möglichkeit bieten, interessante Veranstaltungen oder andere Aktionen zu initiieren.

Am 3. und 4. März 2018 werden wieder viele Besucher erwartet. Original-Foto: Archives PTT (Suisse)

Das E-Voting ist bis einschließlich 18. September geöffnet, die Abstimmung erfolgt ausschließlich über die Website. Aus den zahlreich eingesandten Vorschlägen hat der Vorstand folgende drei für die Abstimmung ausgewählt:

  1. Europa: Austausch und Bewegung
  2. Demokratie und Bürgerrechte
  3. Europa: Erinnern und Aufbruch

Am 3. und 4. März 2018 wird der 9. bundesweite TAG DER ARCHIVE an zwei Tagen wieder allen Archiven die Möglichkeit bieten, sich der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungen und einem attraktiven Programm soll einmal mehr auf die Bedeutung archivischer Arbeit hingewiesen werden.

Motto-Vorschläge für Tag der Archive 2018

Die Frist für die Motto-Findung zum TAG DER ARCHIVE 2018 wurde verlängert, neuer Einsendeschluss ist der 18. August 2017. Der VdA ruft zu reger Beteiligung auf.

Am 3. und 4. März 2018 wird der 9. bundesweite TAG DER ARCHIVE stattfinden. An zwei Tagen sollen wieder alle Archive die Möglichkeit haben, sich mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen an die breite Öffentlichkeit zu wenden, um mit einem attraktiven Programm auf die Bedeutung archivischer Arbeit hinzuweisen.

Volle Lesesäle und geöffnete Magazine können beim TDA 2018 erwartet werden. Original-Foto: Historisches Archiv und Bibliothek PTT, Lesesaal/ Archives PTT (Suisse)

Der Vorstand möchte auch die Aktionstage 2018 wieder unter ein einheitliches Motto stellen. Dieses soll sich am  Europäischen Kulturerbe-Jahr orientieren, welches 2018 EU-weit stattfinden wird. Alle VdA-Mitglieder sind aufgerufen, formlos per E-Mail (info@vda.archiv.net) unter dem Stichwort „TDA 2018“ Motto-Vorschläge einzureichen. Neuer Einsendeschluss ist der 18. August 2017.

Der geschäftsführende Vorstand wird aus allen Einsendungen eine Auswahl von drei Vorschlägen treffen. Aus diesen werden die VdA-Mitglieder danach über ein E-Voting-Verfahren auswählen können.

Archive in der Kunst: Das prekäre Archiv

Die österreichische Kollegin Helga Penz hat ein Video der Performance „The Precarious Archive“ von Stefanos Tsivopoulos auf der diesjährigen documenta 14 erstellt. 900 Archivbilder und –texte von 1963 bis 2002 aus staatlichen Einrichtungen, Bildagenturen und Zeitungen in Griechenland.

Precarious Archive (2015), Archivfotografien, digitale Diaprojektionen, architektonische Konstruktion, Performance, Maße variabel, Nationales Museum für Zeitgenössische Kunst, Athen (EMST), Schenkung des Künstlers, 2017, Fridericianum, Kassel. Foto: Mathias Völzke

“ …. Die Archivalien werden von einer „Archiv-Performerin“ aus Archivkartons genommen, auf Tischen bzw. Overheadprojektoren aufgelegt und dem Publikum präsentiert. Die Performerin tritt auch in Interaktion mit den Betrachtern über die gezeigten Archivbilder. Ihre Aufgabe ist es auch, mittels Gesten und Posen einen körperlichen Ausdruck für die Auseinandersetzung mit dem Archivmaterial zu präsentieren. … “
Quelle: Helga Penz via Marburger Archivliste

Kurzbericht zum Jahrestreffen der AG Norddeutscher Hochschul- und Wissenschaftsarchive

ein Gatsbeitrag von Michaela Zehrt und Ole Fischer

Die AG Norddeutscher Hochschul- und Wissenschaftsarchive traf sich in diesem Jahr auf Einladung des dortigen Universitätsarchivs am 31. Mai 2017 an der Universität Hamburg. Insgesamt 24 TeilnehmerInnen waren der Einladung gefolgt.

Die Beiträge zur diesjährigen Veranstaltung befassten sich mit dem Thema „Kooperationen im Alltag eines Universitätsarchivs“. Die Bedeutung von Kooperationen sollte sowohl aus der Perspektive des Archivs als auch aus der Perspektive von Kooperationspartnern dargestellt werden. Alle TeilnehmerInnen waren dazu aufgefordert, von ihren Erfahrungen mit Kooperationen zu berichten.

Die TeilnehmerInnen des Jahrestreffen. Foto: Universitätsarchiv Hamburg

Nach der Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichtete Ole Fischer (Universitätsarchiv Hamburg) über die Entstehungsgeschichte, die Aufgaben und die aktuellen Herausforderungen des 2014 eingerichteten Universitätsarchivs Hamburg vor. Eine Besonderheit des Hamburger Universitätsarchivs ist die Zuständigkeit für das universitäre Records Management, die das Archiv sehr eng an die Universitätsverwaltung bindet. Zugleich gibt es aber auch zu wissenschaftlichen Einrichtungen enge Kontakte. Als ein Beispiel für gelungene Kooperationen wurde der Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalog vorgestellt, der von der Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte an der Universität Hamburg erarbeitet wurde und mittlerweile vom Universitätsarchiv betreut wird.Weiterlesen