Tagung zu deutschsprachigem Archivgut in ostmitteleuropäischen Archiven

SOS für die deutschsprachigen Archivbestände in Ostmitteleuropa? Über diesen Befund diskutierten vom 19. bis 20. November die Teilnehmer der Konferenz „SOS Archival Literacy in Ostmitteleuropa?“ – Kompetenz und Qualifikation für den Umgang mit deutschsprachigem Archivgut in ostmitteleuropäischen Archiven, die von der Archivschule Marburg, vom Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung und dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung organisiert wurden.

Die Teilnehmer, zumeist Wissenschaftler und Archivare aus den betreffenden ostmitteleuropäischen Ländern, erarbeiteten am ersten Tagungstag einen Problemaufriss in Form von Länderberichten. Dabei wurde deutlich, dass für die deutschsprachigen Bestände sowohl die Sprach- wie auch die zugehörigen Paläographie-Kenntnisse stark auf dem Rückzug sind, bei Archivaren wie bei Nutzern.

Die TeilnehmerInnen der Tagung. Foto: Herder-Institut, Claudia Junghänel

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Bericht von der ICA Jahreskonfernez in Jaunde – Teil 2

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens

David Fricker, der Präsident des ICA, betonte in der feierlichen Abschlussveranstaltung der Jahreskonferenz des ICA erneut, dass dies eine historische Konferenz war, da sie erstmals in Afrika stattfand.

VertreterInnen des Kameruner Archivverbandes zusammen mit Mitgliedern der SPA. Foto: Dr. Bettina Joergens

Die Bedeutung dieser Versammlung von Archivarinnen und Archivaren aus der ganzen Welt für die Kameruner KollegInnen, die Kameruner Regierung sowie für alle afrikanischen VertreterInnen von Archiv Institutionen wurde nicht zuletzt durch die Präsenz von Regierungsmitgliedern bei der Eröffnung, bei dem aufwändig und mit zahlreichen künstlerischen Einlagen gestalteten Galadinner sowie bei der Abschlusszeremonie unterstrichen. Und offenbar ‎machte Anwesenheit von etwa 400 ArchivarInnen einen so positiven Eindruck insbesondere auf die zahlreichen jungen KonferenzhelferInnen, dass einige angeblich nun den Wunsch haben, ArchivarIn zu werden.Weiterlesen

Bericht von der ICA Jahreskonfernez in Jaunde

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens

Zum ersten Mal in seiner Geschichte organisiert der ICA seine Jahreskonferenz in einem afrikanischen Land: Die diesjährige Konferenz findet vom 26. bis zum 30. November 2018 in Jaunde, der Hauptstadt von Kamerun statt und dort im Palais des Congres.

Dr. Bettina Joergens nimmt für den VdA an der ICA-Jahreskonferenz in Jaunde teil. Foto: Dr. Bettina Joergens

Warum Afrika? Warum nicht, müsste die Gegenfrage lauten. Denn die Perspektive und die Erfahrungen afrikanischer Archivarinnen und Archivare sowie Records Manager darf in der internationalen Zusammenarbeit nicht fehlen. Der Präsident des ICA, David Fricker, betont die enorme Bedeutung der Wahl des Veranstaltungsortes für den Austausch von Wissen und Kompetenzen insbesondere in archivfachlicher, technischer Hinsicht und bezüglich Schriftgutverwaltung mit afrikanischen KollegInnen. Darüber hinaus soll diese Konferenz die Position der Archive in Afrika stärken und die Ideen des good gouvernance und des Kulturgutschutzes unterstützen, wie auch ICA-Präsident David Fricker bereits in seinem Grußwort betonte.Weiterlesen

Publikation Evaluierung von Bewertungsdokumenten erschienen

Bereits früher im Herbst dieses Jahres ist die Publikation Evaluierung von Bewertungsdokumenten. Beiträge zur archivischen Überlieferungsbildung des VdA-Arbeitskreises Archivische Bewertung in der Schriftreihe des Landesarchivs Baden-Württemberg erschienen.

Die Publikation ist in der Schriftreihe des Landesarchivs Baden-Württemberg erschienen.

Schon in 2015 hatte der Arbeitskreis die Evaluierung von Bewertungsdokumenten diskutiert und dabei eine Lücke in der Praxis der Archive ausgemacht: In fast allen methodischen Ansätzen und Instrumenten der Überlieferungsbildung sowie den darauf basierenden Dokumentationsprofilen und Bewertungsmodellen ist eine systematische Evaluation zur Erreichung der bewertungspraktischen Ziele vorgesehen. Eine Evaluation findet jedoch überaus selten statt. Der Arbeitskreis ging der Frage nach, warum dem so ist. Gleichzeitig überlegte er, wie eine Evaluation stattfinden kann, welche Maßstäbe dabei anzulegen sind und welche Konsequenzen aus einem Evaluationsergebnis folgen.Weiterlesen

Neuer ICA-Newsletter erschienen

Bereits am 26. Oktober ist der neue Newsletter des ICA erschienen. Neben Informationen zur Ende November stattfinden Jahreskonferenz in Kameruns Hauptstadt Yaoundé werden die Ergebnisse zu den Wahlen des ICA 2018 mitgeteilt.

Darüber hinaus finden sich Terminankündigungen so wie weltweite Nachrichten aus dem Archivsektor.

Deutsche Zentrum Kulturgutverluste stellt Fördermittel bereit

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg stellt Fördermittel für Forschungsprojekte zur Provenienzforschung von NS-Raubgut zur Verfügung. Die nächste Antragsfrist für langfristige Forschungsprojekte endet am 1. Januar 2019. Einzelfallbezogenen, kurzfristigen Forschungsbedarf fördert das Zentrum ohne Frist ganzjährig.

Unabhängig von ihrem Wert können Kunstwerke, Möbel, Bücher und sonstiges Kulturgut Gegenstand der Untersuchung sein. Das Zentrum fördert systematische Bestandsprüfungen und Grundlagenforschung zum historischen Kontext des NS-Kulturgutraubs sowie die Erschließung von Archivbeständen und die Rekonstruktion von privaten Sammlungen oder Beständen, die während der NS-Herrschaft verfolgungsbedingt entzogen, aufgeteilt oder zerstört wurden.

Sitz des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg. ©Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Foto: Viktoria Kühne

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Rückblick Rostock: Bericht zum archivcamp erschienen

Patricia Lenz hat im archivamtblog des LWL-Archivamt einen Bericht über das zweite deutschsprachige Archivcamp verfasst, das im Rahmen des 88. Deutschen Archivtags in Rostock stattfand.  Wer nicht teilnehmen konnte, kann sich hier einen Überblick über Themenvielfalt und Vorgehen gewinnen. Bei weitergehendem Interesse an den Themen finden sich in dem Beitrag Verlinkungen zu den Sektionsleitungen und weiteren Berichten auf Beiträge zum Archivcamp in den Social Media. Den rund 70 festen Teilnehmern und Teilnehmerinnen scheint es insgesamt viel Freude bereitet zu haben!

Foto (P.Lenz)

Die Maus Mitza im Archiv (Kinderbuch)

Gerne weise ich auf die folgende Neuerscheinung hin. Es handelt sich um die Übersetzung des ersten Bandes einer slowenischen Kinderbuchreihe über Archive.

Die Maus Mitza im Archiv, Neustadt an der Aisch 2018 (Verlag Ph.C.W. Schmidt). ISBN: 978-3-87707-138-0. Preis: 14,90 Euro.

Erhältlich im Buchhandel sowie direkt im Stadt- und Stiftsarchiv (stadtarchiv@aschaffenburg.de) bzw. beim Verlag.

Total digital – Das filmische Gedächtnis des ZDF

Massenumcodierung zur Sicherung des Archivbestands

Wenn sich im November 2019 der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal jährt, kann man sich einen Tag im Fernsehen ohne Aufnahmen aus dem Archiv kaum vorstellen. Doch auch an regulären Sendetagen ist Archivmaterial immer gefragt – ob für Reportagen, Dokumentationen oder Nachrichten.

Um mehr als 50 Jahre ZDF-Programmhistorie zu sichern, muss das Material immer wieder auf aktuelle Speichermedien umkopiert werden – genau das ist das Ziel des Projekts „Massenumcodierung“ des Archivbereichs des ZDF.

Im September 2018 feiert dieses Projekt „Bergfest“: 200.000 von insgesamt 400.000 digitalen MAZ-Bänder sind nun in das digitale Archiv eingespeist worden.

Weitergehende Informationen (z.B. zum Projekt „Massenumcodierung“ selbst oder zu früheren Programmsicherungsmaßnahmen bzw. zum genutzten digitalen Massenspeicher) finden Sie in dieser Pressemappe.

Ank.: Offene Archive 2019 in Berlin, 4.-5.11.2019

Im nächsten Jahr wird die vom Arbeitskreis „Offene Archive“ mitorganisierte fünfte Konferenz „Offene Archive“ in Berlin stattfinden.

Termin: 4. und 5. November 2019.

Ort: BStU Berlin
Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
„Haus 22“
Ruschestraße 103
10365 Berlin.