Marianne-Englert-Preis 2020

Zum 9. Mal schreibt der Verein für Medieninformation und Mediendokumentation (vfm) den Marianne-Englert-Preis aus. Eingereicht werden können Arbeiten, die sich mit Fragestellungen zur Informationsgesellschaft befassen und ihren Blick insbesondere auf mediendokumentarische oder kommunikationswissenschaftlich-technische Themen richten sowie nicht älter als zwei Jahre alt sind.

Preisverleihung Marianne-Englert-Preis, Leipzig 2019, Im Bild v.l.n.r. Mario Müller (Vorsitzender des vfm), Marie-Claire Schneider und Nasrin Saef (Gewinnerinnen), Dr. Ute Essegern (Jurymitglied), Foto: vfm/Birgit-Caroline Grill.

Die Namensgeberin des Preises Marianne Englert leitete 42 Jahre das Archiv der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sie war bereits dabei, als 1948 eine kleine Gruppe die Gründung der F.A.Z. vorbereitete, die dann am 1. November 1949 erstmalig erschien.Weiterlesen

Bilanz zu 20 Jahren «Archiv Demokratischer Sozialismus»

1999 wurde das «Archiv Demokratischer Sozialismus» der Rosa Luxemburg Stiftung gegründet. Aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums dieser Einrichtung ist jetzt eine 132 seitige Publikation erschienen. Diese ist open access und kann kostenfrei gedruckt bezogen werden.
Bärbel Förster (Hg.): Ohne Gedächtnis keine Zukunft. Oder: Archive brauchen Gegenwart. Eine Bilanz zu 20 Jahren «Archiv Demokratischer Sozialismus», Berlin 2019. Alles weitere auf https://www.rosalux.de/publikation/id/41364/

Überarbeitung des Berufsbilds von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Archiven

Ein Gastbeitrag von Katharina Tiemann, Leiterin des VdA-Arbeitskreis Ausbildung und Berufsbild

Im Jahr 2009 hat der VdA erstmalig ein Berufsbild von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Archiven vorgelegt. Das Papier war von den Mitgliedern des VdA-Arbeitskreis Ausbildung und Berufsbild erarbeitet worden und fand  bei den Mitgliedern aller Archivsparten breite Zustimmung. Jetzt soll es überarbeitet werden.

Foto: VdA

Die massiven Veränderungen des Berufsbildes in den vergangenen Jahren waren in allen Archivsparten spürbar. Insbesondere die Herausforderungen der elektronischen Langzeitarchivierung verändern das Berufsbild deutlich, da Kenntnisse und Kompetenzen zwingend sind, die bislang, je nach Archivsparte, entweder gar nicht oder nur punktuell gefragt waren.

Der Arbeitskreis Ausbildung und Berufsbild im VdA hat es sich daher zur seiner Hauptaufgabe gemacht, das vorliegende Berufsbild grundlegend zu überarbeiten.Weiterlesen

Offene Archive – 5. Konferenz mit Archivcamp – Ein Tagungsbericht

Wo ist meine Akte?“, so steht es als großes Graffito im Eingang des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin, dem heutigen Sitz des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, dem Gastgeber der diesjährigen Konferenz „Offene Archive“. Löst man die Frage von ihrem räumlichen und historischen Kontext und weitet sie in die Richtung „Wo sind die Informationen, die ich gerne hätte?“, dann berührt man den Kern dessen, was die „Offenen Archive“ ausmacht: den Zugang zu Archiven und Archivgut verbessern, die Sichtbarkeit von Archiven und Archivgut verstärken, Archive und Nutzer besser vernetzen. Und tatsächlich gab auch die mittlerweile fünfte Konferenz „Offene Archive“ wieder zahlreiche Impulse für ein positives Miteinander von Archiven und Nutzern und den erfolgreichen Einsatz digitaler Anwendungen im archivischen Umfeld.

 

Eingang zum Stasi-Unterlagen-Archiv

Rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich in Haus 22 des früheren MfS-Areals eingefunden, einem ehemaligen Veranstaltungssaal für MfS-Offiziere und SED-Mitglieder, der heute als Campus für Demokratie erfreulicheren Diskussionen dient. Mit dem 4. und 5. November 2019 als Tagungstermin fand die Konferenz in unmittelbarer zeitlicher und räumlicher Nähe zum dreißigjährigen Jubiläum der Maueröffnung statt, was an diesem Ort stets präsent war (nicht zuletzt durch abendliche Bild- und Toninstallationen auf den riesenhaften Gebäudefronten). Weiterlesen

Projektförderungen des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg stellt Fördermittel für Forschungsprojekte zur Provenienzforschung im Bereich „NS-Raubgut“ und seit Beginn des Jahres auch für „Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ zur Verfügung. Die nächste Antragsfrist für eine langfristige Förderung in beiden Bereichen endet am 1. Januar 2020.

Sitz des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg. ©Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Foto: Viktoria Kühne

Im Forschungsbereich „NS-Raubgut“ sind neben öffentlichen Einrichtungen auch privat getragene Einrichtungen (z.B. Museen, Archive, Vereine, Unternehmen) und Privatpersonen in Deutschland antragsberechtigt. Das Zentrum fördert systematische Bestandsprüfungen und Grundlagenforschung zum historischen Kontext des NS-Kulturgutraubs sowie die Erschließung von Archivbeständen und die Rekonstruktion von privaten Sammlungen, die während der NS-Herrschaft verfolgungsbedingt entzogen, aufgeteilt oder zerstört wurden.Weiterlesen

Was sich Historikerinnen und Historiker von Archiven wünschen

Mareike König, die auf dem 3. Berliner Landesarchivtag am 20. November 2019 den Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Geschichtswissenschaft und Archive im digitalen Zeitalter: Chancen, Risiken und Nebenwirkungen“ hält, hat sich im Vorfeld unter Historikerinnen und Historikern mit der Frage umgehört, was diese sich von Archiven wünschen.

Die äußerst interessanten Ergebnisse der Umfrage sind im Blog Digital Humanities am Deutschen Historischen Institut in Paris nachzulesen. Wer es noch genauer wissen will, kann die Diskussion über diese Frage bei Twitter nachlesen.

Zum Programm des 3. Berliner Archivtages und zur Anmeldung hier entlang: https://www.berlinerarchive.de/3-berliner-archivtag-2019/

Flyer des Berliner Landesarchivtages 2019: Flyer LAT Berlin 2019

 

ZDF beteiligt sich am „Welttag des audiovisuellen Erbes“

Zum Welttag des audiovisuellen Erbes am 27. Oktober 2019 macht das ZDF ausgewähltes Fernsehmaterial aus seinen Archiven zugänglich.

Es gibt aus Sicht des ZDF-Archivs noch sehr viel mehr interessante und spannende Beiträge, aber die derzeitige, zu komplizierte Rechtslage (v.a. bei den Urheber- und Nutzungsrechten) ermöglicht nur diese „kleinen Schritte“. Aber ein Anfang ist damit gemacht …

Toolkit Elevator Pitch auf Deutsch erschienen

Unter einem Elevator Pitch versteht man eine äußerst knappe Präsentation einer Idee, eines Sachverhaltes oder eines Projekts. Die Kurzpräsentation soll darauf abzielen, die ZuhörerInnen in einer kurzen Kommunikationssituation wie etwa bei einer Begegnung in einem Aufzug oder bei einem Empfang mitzureißen, zu überzeugen, Unterstützung zu gewinnen oder um Verständnis für das Anliegen zu werben.

Nicht nur im Berufsleben ist es oft sehr wichtig, die Kunst zu beherrschen, im richtigen Moment das Richtige zur richtigen Person zu sagen. Besonders ArchivarInnen, die einen komplexen Beruf ausüben, der für viele Menschen auf den ersten Blick nicht als relevant eingestuft wird, könnten davon profitieren, diese Fähigkeit zu perfektionieren.

Im Zuge der Konferenz des Internationalen Archivrats in Mexiko  2017 hat das Steering Commitee der Section of Professional Associations (SPA) einen erfolgreichen Workshop zum Thema durchgeführt. Die TeilnehmerInnen fanden es  ungemein gewinnbringend, gemeinsam zu üben,  die Arbeit der Archive und Schriftgutverwaltungen überzeugend und unterhaltsam darzustellen.Weiterlesen

ICA Jahreskonferenz in Adelaide

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens

„Designing Archive“ ist das Motto der diesjährigen Konferenz des International Council of Archives in Adelaide (Australien). An dieser Konferenz nehmen etwa 700 Archivar*innen, Records Manager*innen und Verreter*innen verschiedener Berufe und Disziplinen teil, die darüber diskutieren, wie sich Archive verändern werden und müssen.


Der Präsident des ICA, David Fricker, betonte in seiner Begrüßung, dass es hier in Adelaide und für die Archive zurzeit darum geht, die Menschen ins Zentrum unserer Entscheidungen und Prozesse zu stellen. Das heißt, dass wir uns fragen sollten, inwiefern unsere Kund*innen, die Bürger*innen, Partner/Stakeholders sowie verschiedene gesellschaftliche Gruppen von dem, was Archive tun und anbieten, profitieren. Die Beiträge und Diskussionen werden von der Suche nach Innovationen und neuen, kreativen Konzepten getragen. Weiterlesen

„Beim Blick in unsere Archive fangen meine Augen an zu leuchten.“ SWR Retro startet.

SWR Retro mit Abendschau-Beitrag zur Landtagswahl 1960 © SWR/Hugo Jehle

Der Südwestrundfunk stellt historisches Material in der ARD Mediathek online
Der Südwestrundfunk (SWR) macht als erster öffentlich-rechtlicher Sender historisches Bildmaterial aus seinem Fernseharchiv der Öffentlichkeit zugänglich. Ab 27. Oktober 2019, dem UNESCO-Welttag des audiovisuellen Kulturerbes, stellt der SWR Fernsehbeiträge aus der Frühphase des Fernsehens unter dem Label SWR Retro in der ARD Mediathek online. Nach und nach soll dadurch ein audiovisuelles Archiv entstehen.

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