13. TAG DER ARCHIVE am 7./8. März 2026: Alte Heimat – neue Heimat

Wenn am 7. und 8. März 2026 hunderte Archive bundesweit zum Rahmenthema „Alte Heimat – neue Heimat“, ihre Türen öffnen, stehen den Veranstaltern für die Vorbereitung und Bewerbung zwei neue Möglichkeiten auf der VdA-Website zur Verfügung. Liebe Archivarinnen und Archivare, nutzen Sie diese neuen Möglichkeiten und verschaffen Sie damit Ihrer Veranstaltung Aufmerksamkeit und Reichweite!

Werbemittelgenerator

Der neue Werbemittelgenerator erlaubt es Verantwortlichen in Archiven, eigene Werbemittel vom Flyer über den Social Media-Banner bis hin zum Poster für ihre Veranstaltung zum 13. TAG DER ARCHIVE 2026 zu erstellen – ganz ohne Grafiksoftware. Lediglich die Daten müssen in die dafür vorgesehenen Felder eingetragen werden, schon kann das PDF oder die Bilddatei heruntergeladen werden. So können eigene Werbemittel einfach, schnell und individualisiert angefertigt werden. Wer seine Werbemittel zum 13. TAG DER ARCHIVE 2026 im VdA-Design komplett selbst gestalten will, für den stehen zusätzlich die Indesign-Dateien zum Download zur Verfügung.

Interaktive Deutschlandkarte

Mehrere hundert Archive nehmen mit eigenen Veranstaltungen am TAG DER ARCHIVE teil. Um eine bessere geografische Übersicht zu ermöglichen, steht jetzt eine interaktive Deutschlandkarte zur Verfügung, auf der alle registrierten Veranstaltungen angezeigt werden. So können Interessierte komfortabel überprüfen, wo in ihrer Region Veranstaltungen zum TAG DER ARCHIVE stattfinden.

Zusätzlich können die Einträge wie gewohnt in der Listenansicht angezeigt werden – oder es wird gezielt über die Suchleiste nach dem Veranstaltungsort gesucht. Veranstaltungen können zudem für die spätere Verwendung als Favorit abgespeichert werden oder direkt mit Freunden geteilt werden.

Neu: das VdA-Mentoring-Programm geht 2026 an den Start. Bewerbungen ab sofort!

Seit dem vergangenen Sommer und auch auf der Mitgliederversammlung beim Deutschen Archivtag 2025 in Fulda wurde bereits davon berichtet, dass Anfang 2026 die Bewerbungsformulare für interessierte potentielle Mentor:innen und Mentees für das VdA-Mentoring-Programm 2026 bereitgestellt werden. Dies ist nun der Fall. Auf VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.: Über den Arbeitskreis können die entsprechenden Bewerbungsformulare im pdf-Format heruntergeladen, ausgefüllt und an den VdA-Arbeitskreis Mentoring an akmentoring@vda.archiv.net zurückgeschickt werden.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. Mai 2026.

Beim Mentoring unterstützt eine erfahrenere Person (Mentor:in) eine weniger erfahrenere Person (Mentee) in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung. Im Fokus steht der vertrauensvolle Austausch, wodurch Mentees Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln, ihre persönlichen Ziele schärfen oder praktische Hilfe im Arbeitsalltag erhalten können. Der AK Mentoring möchte diese Form der Unterstützung insbesondere für Berufsneulinge (alle, die sich noch in Ausbildung oder in den ersten 5 Jahren ihrer archivarischen Tätigkeit befinden) anbieten. Das Programm richtet sich nicht nur an VdA-Mitglieder, sondern an alle Kolleginnen und Kollegen, die teilnehmen möchten. Nach dem erfolgreichen Matching mit einer/einem Mentor:in, also spätestens zu Beginn des Programms, muss eine VdA-Mitgliedschaft vorliegen.

Hinweis: Das Mentoring-Programm ist insbesondere für Quereinsteiger:innen im Archivwesen und für Kolleg:innen in Ein-Personen-Archiven besonders sinnvoll.

Im Sommer 2026 werden dann durch die Mitglieder des AK Mentoring geeignete Mentor:in-Mentee-Paare zusammengestellt. Wenn beide Seiten mit dem vorgeschlagenen Tandem einverstanden sind, startet im Herbst 2026 die Kommunikation von Mentor:in und Mentee über individuell vereinbarte Themen. Das Mentoring-Programm dauert ein Jahr. Währenddessen begleitet der AK Mentoring die Teilnehmenden.

Um dem erwartbar hohen Bedarf auf Seiten der Mentees gerecht werden zu können, sind insbesondere berufserfahrene VdA-Mitglieder aufgerufen, sich als potentielle Mentor:innen zu bewerben. Der Arbeitskreis besteht im Moment aus acht Personen aus den Fachgruppen 2, 4, 6 und 8. Interessierte auch anderer Fachgruppen, die aktiv im Arbeitskreis Mentoring mitarbeiten möchten, melden sich bitte per Email an akmentoring@vda.archiv.net.

(Siehe auch: 2026 startet erstmals ein Mentoring-Programm unter dem Dach des VdA – archivamtblog)

Petition zum Erhalt des Oberösterreichischen Landesarchivs am Standort Linz

Das Hauptgebäude des Landesarchivs in Linz (Foto: Makupix, Oberösterreichisches Landesarchiv, CC BY-SA 4.0)

Das Oberösterreichische Landesarchiv soll 2029 von seinem derzeitigen Standort in Linz in das Schloss Bergheim in Feldkirchen an der Donau verlegt werden. Der Verband Österreichischer Archivarinnen und Archivare (VÖA) befürchtet: Die Übersiedlung isoliert das Archiv und steht der demokratischen Teilhabe entgegen, indem der Zugang für Bürger:innen, Schüler:innen, Studierende und Forschende erheblich erschwert wird. In einer Petition wird deshalb zum Erhalt des Landesarchivs am alten Standort aufgerufen.

Anfang April 2025 erklärte der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer, dass das Oberösterreichische Landesarchiv 2029 von seinem derzeitigen Standort in Linz in das Schloss Bergheim in Feldkirchen an der Donau verlegt werden soll. Der Verband Österreichischer Archivarinnen und Archivare (VÖA) befürchtet nun, dass die Verlagerung den Zugang erheblich erschwert: Schüler:innen, Studierende, Wissenschaftler:innen, Journalist:innen und Bürger:innen, die Grundbuchsurkunden oder historische Dokumente benötigen, wären betroffen. Workshops, Tagungen und Kooperationen – zum Beispiel mit der Johannes Kepler Universität Linz – würden am neuen Standort stark eingeschränkt oder gar nicht mehr stattfinden können.

Deshalb wird in einer Petition unter https://www.openpetition.eu/at/petition/online/erhalt-des-ooe-landesarchivs-am-standort-linz zum Erhalt des Landesarchivs am Standort Linz aufgerufen. Der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. unterstützt die Petition.

Bericht von der Frühjahrstagung der Fachgruppe 8

Ein Gastbeitrag von Teresa Haars

Vom 26. bis 28. März 2025 lud das Universitätsarchiv Göttingen in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek zur Frühjahrstagung der Fachgruppe 8 im VdA (Archive der Hochschulen sowie wissenschaftlicher Institutionen) ein und beging gleichzeitig sein 100-jähriges Bestehen.

Praktischer Auftakt zu aktuellen Methoden – HTR und MSI

Wie bereits 2023 in Magdeburg begann die Tagung mit einem vorgeschalteten Praxistag zu aktuellen Fachthemen. Im ersten Workshop stellte die künftige Goslarer Stadtarchivarin Dr. Sandra Funck die Webanwendung Transkribus vor, mit deren Hilfe KI-Modelle zur Erkennung von Textformaten und Handschriften trainiert werden können. Auf einer Grundlage von etwa 100 durch Menschen entzifferte und digital aufbereitete Seiten (oder etwa 15.000 Wörter) mit möglichst wenig verschiedenen Händen kann bereits sinnvoll ein KI-Modell trainiert werden, das weitere ähnliche Seiten mit recht guter Trefferquote volltexterfassen kann. Dabei werden parallel sowohl ein KI-Modell zur Formaterkennung als auch eines zur Texterkennung eingesetzt und trainiert.

Alternativ können breit aufgestellte Modelle wie „German Giant“ ausprobiert werden, die bereits durch große Kulturinstitutionen mit vielen verschiedenen Daten gefüttert wurden.

Mit derselben Technik arbeitet aktuell ein Projekt des Homöopathie-Archivs am Institut für Geschichte der Medizin in der Robert Bosch Gesellschaft für Medizinische Forschung, zu dem Dr. Marion Baschin informierte. Derzeit wird versucht, den Inhalt von Krankenjournalen der Praxis Samuel Hahnemann (1755–1843) automatisiert zu erfassen und im Metadatenstandard TEI bereitzustellen, um die Erforschung des Teilbestands zu erleichtern. Während immer mehr versierte Archivbenutzer*innen und -mitarbeiter*innen bereits Erfahrung mit KI-gestützter Transkription gemacht haben, gab Dr. Alexander J. Zawacki Einblicke in eine Technik, die bisher nur in größeren Digitalisierungszentren angewendet wird: das Multispectral imaging (MSI). Sie eignet sich für chemisch verunreinigte Schriftdokumente und Gemälde, z.B. nach unsachgemäßer Restaurierung oder zum Herausarbeiten überschriebener Texte einer älteren Zeitstufe bei Palimpsesten. Etwa 20-25 digitale Aufnahmen verschiedener Lichtspektren, häufig im Bereich Infrarot und Ultraviolett, werden dazu von einer Dokumentseite aufgenommen. Im entscheidenden Schritt des Processing werden die Aufnahmen in häufig stundenlanger Arbeit ausgewertet und nachbearbeitet. Bleiben die Materialbedingungen über mehrere Seiten gleich, kann die Verarbeitung über Batch processing automatisiert werden. Ganz sicher hätten sich vergangene Historiker:innen diese Technik für ihre Abschluss- und Qualifikationsarbeiten gewünscht, denn die Ergebnisse sind teilweise sehr beeindruckend. Neue Forschungsergebnisse im Bereich kaum noch lesbarer Quellen, insbesondere auf Pergament und Papier, sind zu erwarten.

Dr. Alexander J. Zawacki erläutert die Grundlagen des MSI (Foto: Teresa Haars)

Wozu Hochschulgeschichte?

Am zweiten Tag versammelten sich über 80 Teilnehmer*innen aus den Archiven von Stiftungen, Forschungszentren, Hochschulen und unabhängigen Archiven in der Paulinerkirche. Der beeindruckende Vortragssaal, der Teile des Altbestands der SUB Göttingen beherbergt, kombiniert ebenso wie das Vortragsprogramm historischen Charme und moderne Technik. Nach der Begrüßung durch Dr. Holger Bergwinkel, Prof. Dr. Inge Hanewinkel, Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Kaufmann und Fachgruppenvorsitzende Dr. Kristina Starkloff eröffnete der Göttinger Ordinarius Dr. Marian Füssel die Vorträge mit der geschichtstheoretischen Frage nach dem „Wozu?“ historischer Betrachtung. Ihr Kern sei der methodenunabhängige Wechsel zwischen der Untersuchung von Ist-Zuständen und Entwicklungslinien. So können auch vordergründig nicht logisch erklärbare Entwicklungen bei genauer (historischer) Betrachtung plausibel werden. Als Beispiel aus der Hochschulgeschichte führte er die zeitlich, örtlich und thematisch eng bei einander liegenden Gründungen der Universitäten Bochum (1962) und Dortmund (1968) an.

In Entscheidungen und Handlungen stellt sich Personen – u. a. in ihrem Zusammenschluss zu Universitäten – immerwährend die Frage: „Was erhalten, was erneuern?“ Die Gründe für die daraus folgenden Handlungen sieht Marian Füssel auf hauptsächlich sechs Bereichen der Hochschulgeschichtsschreibung methodenunabhängig greifbar werden:

  1. Der Wandel der Verfassung und Organisation von Universitäten
  2. Der Ort der Universität in der Gesellschaft
  3. Die Sozialgeschichte der Hochschulangehörigen, also der Lehrenden und Lernenden, Studenten:innen und Professoren:innen, aber auch sonstigen Universitätsbediensteten in Verwaltung und Infrastruktur vom Pedell bis zum Hausmeister
  4. Entwicklung der Praktiken von Lehre, Forschung und Zertifizierung von Wissen
  5. Die symbolische Repräsentation der Universitäten
  6. Die materielle Infrastruktur der Hochschulen

Steht ein Jubiläum des Trägers bevor und ist dazu geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung gewünscht, sollte damit 6-7 Jahre vorher begonnen werden, lautet Prof. Füssels Empfehlung. Allerdings können in dieser Zeit stattfindende Rektoratswechsel nicht zu unterschätzende Erschwernisse für die Planungen darstellen.

Begrüßung durch VertreterInnen der Universität Göttingen und der Fachgruppe (Foto: Klarissa Kollatsch)

Forschungsdaten aus Archivquellen

Vier Vorträge beschäftigten sich mit der Erzeugung digitaler Forschungsdaten. So stellte Prof. Dr. Arnd Reitemeier das Projekt Catalogus Universitatis vor, das – hier liegen die Göttinger also sehr gut in der Zeit – bis zum 300. Universitätsjubiläum im Jahr 2037 abgeschlossen sein soll. Allerdings ist es das Ziel, nicht nur die Daten der Lehrenden, sondern auch der Lernenden zu erfassen. Zwischen 1734 und 1900 hatte die Universität Göttingen etwa 70.000 Studierende. Das Zielformat ist eine MyCore-Datenbank. Ergänzend dazu soll der durch die Zeiten skalierbare Plan der Hochschulgebäude mit Informationen aus Vorlesungsverzeichnissen angereichert werden.

Um das Dominikanerkloster und Gründungsgebäude der Universität Jena kreiste der Vortrag von Dr. Stefan Gerber. Im interdisziplinären Kollegienhof-Projekt werden insbesondere archäologische Objekte, z. B. aus den Professorenmausoleen, erfasst und erforscht.

Im 2023-2026 laufenden Projekt „Promath“ sammeln Tim Lork und Jacob Schneider an der Universität Wuppertal nicht nur die prosopographischen Daten bzw. Factoids zu Mathematikern aus der Wirkungszeit 1920 bis 1960, sondern haben eine Formel zur Quellengewichtung entwickelt, die den reliability value einer Information in der Datenbank bestimmt. Dabei wird jeder Quellenart ein numerischer Wert zugeordnet. Speist sich eine Information aus mehreren Quellen, fallen die numerisch nachgeordneten Quellen durch die Formel prozentual weniger ins Gewicht. Die Berechnung kann auch auf andere anhand unterschiedlich zuverlässiger Quellen erhobene Daten angewandt werden.

Bei den zahlreichen Veränderungen im Arbeitsalltag der Archiv- und Informationswissenschaften ist es nicht immer leicht, alle Möglichkeiten wahrzunehmen, zumal sich die Zusammenarbeit von Archiven auch international verstärkt. Francesco Gelati stellte die europäische Forschungsinfrastruktur DARIAH vor. Neben einem Repository und anderen Angeboten bietet die Unterseite SSHOP Informationen zu Tools für die Auswertung und Visualisierung geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten sowie E-Learning-Angebote dazu über Moodle. Interessierte können sich bei der Jahrestagung am 17.-20.06.2025 in Göttingen über den neusten Stand informieren.

„Schaffen wir Möglichkeiten!“ (Hedwig Dohm) – für die öffentliche und interne Wahrnehmung von Archiven

Die Social-Media-Strategie des Archivs der deutschen Frauenbewegung ist kreativ. Wie dadurch nicht nur die Aufmerksamkeit für Frauengeschichte und eigene Veranstaltungen, sondern auch die Vernetzung mit anderen Stellen in Kultur und Politik gefördert wird, erläuterte Laura Schibbe. Das Stiftungsarchiv hat die Vermittlung als eine ihrer drei Kernaufgaben definiert, sodass der Öffentlichkeitsarbeit mehr Ressourcen zur Verfügung stehen als in anderen kleinen Archiven.

Eine gern genutzte Chance für mehr Sichtbarkeit bieten Jubiläen. Von den Vorbereitungen der Philipps-Universität Marburg für ihre 500-Jahrfeier berichtete Dr. Katharina Schaal und hob dabei Festberichte als unterschätzte Informationsquelle hervor.

Im Universitätsarchiv Göttingen selbst wird bereits seit 100 Jahren archiviert. Dr. Holger Berwinkel würdigte die einzelnen Phasen mit seinem quellenreichen Beitrag – von schwierigen Zeiten für die Archivalien im Karzer über die Mitbetreuung des Archivs durch den Universitätspräsidenten Norbert Kamp in den 1980ern bis hin zur regen Nutzung heute.

Ausstellung zur Geschichte des Göttinger Universitätsarchivs am Rande der Tagung (Foto: Teresa Haars)

Im kommenden Jahr 2026 wird die Frühjahrstagung der Fachgruppe im internationalen Rahmen in Prag stattfinden.

Wohltemperierte Kulturschätze auf 100 Regalkilometern

Im Bundesarchiv mit seinen 23 Standorten in ganz Deutschland werden mehr als 550 Regalkilometer Akten und Karteien des Bundes und seiner Vorgängerinstitutionen aufbewahrt, außerdem 67 Petabyte Daten, ständig kommt neues archivwürdiges Material hinzu. Beinahe 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich an allen Standorten um das gut klimatisierte kulturelle Gedächtnis. Mitarbeiter der VdA-Geschäftsstelle in Fulda konnten jetzt im Rahmen einer Führung einen Blick hinter die Kulissen des größten Standorts in Berlin-Lichterfelde werfen.

Am Standort war früher die zentrale Kadettenanstalt der Preußischen Armee.

In der weitläufigen ehemaligen Preußischen Kadettenanstalt lebten einst mehr als 1.000 Kadetten, heute werden in einem zweckmäßigen Magazingebäude rund 100 Regalkilometer Akten und Karteien aufbewahrt. Im zentralen Benutzungszentrum können Interessierte zudem an Unterlagen der Abteilungen DR (Deutsches Reich) und DDR einschließlich SAPMO (Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR) forschen und auch Filme benutzen. 

Im Foyer empfingen mit der wissenschaftlichen Archivarin Dr. Maria von Loewenich, der Leiterin der Abteilung Deutsches Reich Anette Meiburg sowie der Referentin im Grundsatzbereich Dr. Angela Abmeier gleich drei Expertinnen, um die Besonderheiten der historischen Liegenschaft inklusive der anspruchsvollen Baumaßnahmen zur Realisierung komplexer technischer Anlagen zum Schutz des Archivguts zu erläutern. Die grundsätzliche Aufgabe der dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstellten Bundesoberbehörde ist leicht umrissen:

Von links: Thilo Bauer (VdA), Anette Meiburg (Bundesarchiv), Dr. Maria von Loewenich (Bundesarchiv), Hermann-Josef Klüber (VdA), Dr. Angela Abmeier (Bundesarchiv) und Marius Auth (VdA).

Öffentliche Stellen des Bundes haben dem Bundesarchiv nach dem Bundesarchivgesetz ihre Unterlagen anzubieten, wenn sie diese für die Erfüllung ihrer Aufgaben nicht länger benötigen oder ihnen die weitere Aufbewahrung nicht gestattet ist. Das Bundesarchiv entscheidet dann über die Archivwürdigkeit – und obwohl im Schnitt nur zehn Prozent der angebotenen Unterlagen sich als archivwürdig erweisen, entstehen über die Jahrzehnte riesige Mengen. Die erfreuen nicht nur Archivare und Archivarinnen, sondern auch geschichtsinteressierte Bürgerinnen und Bürger: In den Lesesälen können Archivalien studiert werden, Digitalisate viel genutzter Archivalien sind ebenso online verfügbar.

Hermann-Josef Klüber von der VdA-Geschäftsstelle mit Archivarin Dr. Maria von Loewenich

Während die Unterlagen traditionell in analoger Form in den Dienststellen des Bundesarchivs aufgelaufen sind, werden heute zunehmend genuin digitale Datensätze angeboten, die ebenso streng bewertet werden, bevor sie den Bestand des Bundesarchivs ergänzen. Der Grundsatz der Bewertung bleibt gleich: Wesentliche Entscheidungen müssen ihren Niederschlag in den Akten finden, um diese archivwürdig zu machen. So werden zukünftige Generationen befähigt, wesentliche Merkmale und Zusammenhänge der heutigen, aber auch vergangener Gesellschaften nachzuvollziehen.

„Preservation today“, Konferenz im Bundesarchiv Berlin

ein Gastbeitrag von Dr. Ragna Boden

Die Videos der Vorträge und der Podiumsdiskussion zur internationalen Konferenz „Preservation Today“, ausgerichtet vom Bundesarchiv in Berlin am 28.-29. Juni 2023, stehen nun online: https://www.youtube.com/playlist?list=PLQkRCG8jNgld_ysk9Fb7OOoXv4zfxIRWt .

Weitere Informationen, Abstracts und Präsentationen stehen hier: https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Meldungen/2023-06-29-rueckblick-internationale-archivkonferenz.html. Die Fachzeitschrift Forum 2023 des Bundesarchivs, die um die Jahreswende auch online erscheint, wird die verschriftlichten Vorträge und weitere Beiträge zu diesen Themen enthalten.

POSITIONSPAPIER „KRITIS & KULTUR“

FÜR EINE STÄRKUNG DES TEILSEKTORS „KULTUR“ IM DACHGESETZ KRITIS

ein Gastbeitrag von Blue Shield Deutschland

Mit der Initiative für ein Dachgesetz KRITIS, die im
Dezember 2022 durch Bundesinnenministerin
Nancy Faeser verkündet wurde, will die
Bundesregierung „eine bundesgesetzliche
Regelung zum physischen Schutz Kritischer
Infrastruktur“ schaffen. Es ist vorgesehen, die
Kritischen Infrastrukturen (KRITIS), auf die sich
das Gesetz beziehen soll, zu identifizieren. Laut
dem zugehörigen Eckpunktepapier „wird auch
der KRITIS-Sektor „Kultur und Medien“
angemessen einbezogen.“
Dieser Zielsetzung wird der vorliegende
Referentenentwurf vom 28.07.2023 aus Sicht von
Blue Shield Deutschland nicht gerecht. Der
KRITIS-Sektor „Medien und Kultur“ wird lediglich
in § 5 Absatz 2 in einer Aufzählung mit anderen
„Bereichen“ aufgeführt bzw. wird nicht
unterschieden zwischen der Einstufung als
KRITIS-Sektor und den anderen Bereichen. In der
Begründung zu § 5 Absatz 2 werden die weiteren
Einrichtungen, die in Deutschland „für Wirtschaft
und Gesellschaft wichtig und schützenswert“
sind, wie z. B. die Kulturgut bewahrenden
Einrichtungen des Teilsektors „Kultur“, nicht
erwähnt. Die Erläuterungen im 1. Absatz der
Begründung zu § 5 Absatz 2 stehen in keinem
inhaltlichem Zusammenhang mit dem Teilsektor
„Kultur“ und die Erläuterungen im 2. Absatz
wiederholen lediglich den Gesetzestext in § 5
Absatz 2.
Nach unserer Einschätzung kann hierdurch der
Eindruck entstehen, dass der Teilsektor „Kultur“
kein vollwertiger Bestandteil der Kritischen
Infrastrukturen in Deutschland ist, eine
problematische Entwicklung für die Kulturgut
bewahrenden Einrichtungen.

Wir betonen, dass Kulturgut und Kulturgut
bewahrende Einrichtungen Bestandteil der KRITIS
sind. Die Beschädigung, Zerstörung und der
Verlust von Kulturgut haben dramatische Folgen
für das Funktionieren einer modernen
Gesellschaft, auch wenn ihr Ausfall keine
unmittelbare Auswirkung auf „Leib und Leben“
der Bevölkerung hätte. Sie sind zu schützen,

• weil „aufgrund ihrer kulturellen und
identitätsstiftenden Bedeutung ihre
Zerstörung eine Gesellschaft emotional
erschüttern und psychologisch nachhaltig
aus dem Gleichgewicht bringen kann“

• weil Kulturgut das kulturelle, kollektive
Gedächtnis von Gemeinschaften bildet und
Kulturgut bewahrende Einrichtungen den
Zugang zu historischen Informationen für
eine mündige, demokratische Gesellschaft
sichern

• weil Kulturgut zu den kulturellen und
materiellen Vermögenswerten Deutschlands
gehört, und daher vor Zerstörung,
Beschädigung oder Verlust zu schützen ist.

Neben diesen allgemeinen Funktionen
unterstützen die verschiedenen Arten von
Kulturgut und Kulturgut bewahrenden
Einrichtungen unser Gemeinwesen durch ihre
spezifischen Aufträge.
• Die dauerhafte Absicherung von Unterlagen
mit bleibendem Wert ist eine gesetzliche
Pflichtaufgabe eines Archivs: Diese Aufgabe
gewährleistet Rechtssicherheit und hält die
Dokumentation der „Kontinuität in Recht,
Verwaltung und Politik“ aufrecht. Somit
schaffen Archive die Grundlagen einer
beweissicheren Rechtsprechung für die
Regierung und Verwaltung, der Sicherung
berechtigter Belange betroffener Personen
und Institutionen und weiterhin auch einer
quellengestützten historischen Forschung
über die Entstehung und Entwicklung
unseres Landes und lokaler Gemeinschaften.


• Bibliotheken bewahren weite Teile des
schriftlichen und gedruckten Kulturerbes
Deutschlands. Sie garantieren zudem
rechtlich gesicherte Zugänge zu
Informationen und unterstützen so die
Handlungsfähigkeit der deutschen Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung in Krisenzeiten. Bedeutende historische Bestände
und über Jahrhunderte tradierte Pflichtexemplarrechte bilden den Grundstein zur
Sicherung der Wissensbestände der
Vergangenheit und der Zugänglichkeit des
Wissens in der Gegenwart.


• Museen sammeln und bewahren die
materielle Überlieferung von Kultur und
Natur, sie dokumentieren darüber hinaus
das immaterielle Kulturerbe. Damit liefern
sie die unverzichtbare Grundlage für die
Erforschung der Vergangenheit und zur
Gewinnung von Einsichten in zukünftige
Entwicklungen. Wegen seiner grundsätzlichen Bedeutung sind beispielsweise im
deutschen Kulturgutschutzgesetz alle Sammlungsobjekte öffentlich finanzierter
Kulturgut bewahrender Einrichtungen als
„nationales Kulturgut“ vor Verlust durch
unrechtmäßige Verbringung aus
Deutschland geschützt.


• Unser denkmalgeschütztes Kulturgut
begründet als Zeugnis menschlichen
Wissens und Könnens unser gemeinsames
kulturelles Erbe. Es verkörpert Traditionen,
Werte und Selbstverständnis unserer
Gesellschaft; in Gestalt von Bau- und
Bodendenkmalen vermittelt es als historisch
gewordene, vertraute Umwelt Halt in Zeiten
des rasanten Wandels. Unser kulturelles
Erbe ist somit von existentieller Bedeutung
für unsere Gesellschaft und Teil der KRITIS

Obwohl diese Funktionen für die jeweiligen
Sparten weithin anerkannt und kommuniziert
sind, haben sie bisher unzureichenden Eingang in
die öffentliche Planung für das Krisenmanagement gefunden.
Blue Shield Deutschland ist sich bewusst, dass
nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik
Deutschland die Länder für die Kultur und damit
auch für Kulturgüter und die Kulturgut
bewahrenden Einrichtungen zuständig sind, der
Bund dagegen nur über sehr eingeschränkte
Kompetenzen in diesem Bereich verfügt. Dies
begrenzt die Regelungen, die das Dachgesetz
KRITIS für den Teilsektor Kultur treffen kann.
Gleichzeitig wird das Dachgesetz aufgrund seines
grundlegenden Charakters die Wahrnehmung
darüber prägen, welche Sektoren für unser
Gemeinwesen entscheidend sind.
Da der Referentenentwurf bisher auf eine
grundsätzliche Listung aller kritischen Sektoren
verzichtet, kann der Eindruck entstehen, dass
der Sektor „Kultur und Medien“ nicht mehr Teil
der KRITIS ist. Um diese negative Entwicklung zu
vermeiden, empfehlen wir die Einfügung einer
solchen Aufzählung, für den Teilsektor „Kultur“
natürlich verbunden mit dem Hinweis auf die
Zuständigkeit der Länder, wie in § 5 Absatz 2 des
Referentenentwurfs angelegt.

Weiterhin sehen wir einen deutlichen
Nachbesserungsbedarf bei der Begründung zu
§ 5 Absatz 2. Diese sollte den Teilsektor Kultur
sowie die Schutzwürdigkeit von Kulturgütern
und Kulturgut bewahrende Einrichtungen
explizit erwähnen und deren Bedeutung für das
Gemeinwesen aufbauend auf dem bestehenden
Einvernehmen zwischen Bund und Ländern im
Rahmen der KRITIS-Strategie feststellen.

Neben der oben ausgeführten Bedeutung von
Kulturgütern und Kulturgut bewahrenden
Einrichtungen begründen wir diese beiden
Änderungsvorschläge mit folgenden Punkten:


• Auf Bundesebene gibt es Kulturgut
bewahrende Einrichtungen, für die eine
Zugehörigkeit zur KRITIS geprüft werden
sollte. Hierzu gehören u. a. das
Bundesarchiv, Bibliotheken und Museen in
Trägerschaft des Bundes (darunter das
Deutsche Historische Museum, das Haus der
Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
die Deutsche Nationalbibliothek, die
Bibliothek des deutschen Bundestages) und
der Zentrale Bergungsort im Oberrieder
Barbarastollen.


• Die Länder sollten stärker ermutigt werden,
eigene Regelungen – bestenfalls in einem
miteinander abgestimmten Vorgehen – zu
treffen. Dies könnte z. B. im Rahmen der
Brand- und Katastrophenschutzgesetze
erfolgen.


• Es sollte angeregt werden, die teils
veralteten Listen der Kulturgüter, die unter
dem Schutz der „Haager Konvention zum
Schutz von Kulturgut bei bewaffneten
Konflikten“ (1954) stehen, zu überprüfen
und etwaige Schutzmaßnahmen im Kontext
des Dachgesetzes KRITIS neu zu bewerten.


• Es gibt zahlreiche Anlagen der KRITIS, die
nach den Denkmalschutzgesetzen der
Länder als Denkmäler gelistet sind. Es sollte
ein fachlicher Austausch angeregt werden,
um Synergien zwischen KRITIS und
Denkmalschutz zu stärken und potentielle
Konflikte zu vermeiden.

Durch die Berücksichtigung unserer Änderungsempfehlungen sichert das Dachgesetz KRITIS den
gegenwärtigen Stand des Kulturgutschutzes im
Rahmen der kritischen Infrastrukturen.

Blue Shield Deutschland
Dieses Positionspapier wurde durch den Vorstand
des Deutschen Nationalkomitee Blue Shield (Blue
Shield Deutschland) e.V. entwickelt. Blue Shield
Deutschland setzt sich auf nationaler und
internationaler Ebene für den Schutz von
Kulturgut gemäß der Konvention zum Schutz von
Kulturgut bei bewaffneten Konflikten vom 14.
Mai 1954 (Haager Konvention) ein. Darüber
hinaus setzen wir uns für regionalen, nationalen
und internationalen Kulturgutschutz ein und
stärken dessen Reaktionsfähigkeit in Krisen- und
Friedenszeiten. Hierfür vernetzen wir Akteure aus
den Bereichen des Kulturerbes und des Krisenund Notfallmanagements.
Diese Ziele verfolgen wir zusammen mit unseren
sechs konstituierenden Mitgliedern und ihren
weit über 12.000 Mitgliedern: dem Verband
deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.
(VdA), dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv),
der Deutschen Gesellschaft für Kulturgutschutz
(DGKS), dem Deutschen Nationalkomitee des
Internationalen Museumsrates ICOM, dem
Deutschen Nationalkomitee von ICOMOS und der
Deutschen UNESCO- Kommission.

Archive in Niedersachsen und der Nationalsozialismus – Kontinuitäten und Brüche, Tagung im Niedersächsischen Landesarchiv

Das Niedersächsische Landesarchiv richtet vom 5.-7. Oktober in Hannover in Kooperation mit der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen und dem Verband niedersächsischer Archivarinnen und Archivare eine wissenschaftliche Tagung aus.

Wie sich die Diktatur des NS-Staates, die NS-Rassenideologie und die Gleichschaltung von Politik und Gesellschaft sowie der Zweite Weltkrieg auf Archive in Niedersachsen, ihr Personal und die Wahrnehmung der Aufgaben auswirkten, ist derzeit nur in Ansätzen erkennbar. Die Tagung greift dieses Desiderat auf und richtet ihr Augenmerk auf Kontinuitäten und Brüche im staatlichen, kommunalen und kirchlichen Archivwesen dieser Region. Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei die Entwicklungen in den bis 1946 selbstständigen Ländern Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe sowie der preußischen Provinz Hannover.

Um die Auswirkungen der politischen Zäsuren von 1933 und 1945 zu begreifen, wird der Blick über die engere Zeit des Nationalsozialismus geweitet. In drei Sektionen untersuchen Historiker*innen und Archivar*innen institutionelle Entwicklungen im Archivwesen von der Weimarer Republik bis in die 1960er/70er Jahre. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der archivischen Praxis und der Frage, wie sich die Auswahl, Erschließung, Benutzung und Erhaltung von Archivgut sowie die historische Forschung durch die politischen Rahmenbedingungen veränderten und in wieweit die Archive zu Herrschaftsinstrumenten des NS-Regimes wurden. In personeller Hinsicht wird gefragt, ob sich Archivare bruchlos in den Dienst des nationalsozialistischen Herrschaftssystems stellten bzw. welche Handlungsspielräume sie hatten und wie sie diese nutzen. Schließlich wird es auch darum gehen, wie individuelle Lebenswege in der Nachkriegszeit verliefen.

Das Programm finden Sie auf der Homepage des Nds. Landesarchivs.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei. Wegen der begrenzten Anzahl an Sitzplätzen bitten wir bis zum 25. September 2023 um Anmeldung unter archivgeschichte@nla.niedersachsen.de.

Unterkunft

Für die Tagungsteilnehmer ist bis zum 7. September 2023 ein Zimmerkontingent reserviert, das auf der folgenden Website abgerufen werden kann: www.visit-hannover.com/archive.

Tagungsort

Niedersächsisches Landesarchiv
Am Archiv 1
30169 Hannover

nestor-Archivstandard „Archivierung von Studierendendaten aus Fachverfahren“ veröffentlicht

Der Archivstandard „Archivierung von Studierendendaten aus Fachverfahren” nestor-materialien 25 definiert die Überlieferungsbildung aus den an Hochschulen zur Verwaltung der Studierenden eingesetzten datenbankbasierten Fachverfahren. Enthalten sind Richtlinien zur Gestaltung des Übergabeprozesses wie auch zur Strukturierung der der übernommenen Daten für die Archivierung. Optional in die Überlieferungsbildung zu integrierten Dokumenten wird ein Ort in der Ablagestruktur zugewiesen. Ein als Anhang beigefügter Bewertungskatalog benennt die als archivwürdig angesehenen Inhalte der Fachverfahren. Eine Ausprägung der zu übernehmenden Daten in XML wird in einem anhängenden Muster demonstriert. Ebenfalls beigefügt ist das Muster einer XML Schema Definition.

Ansprechpartner:
Dr. Klaus Nippert
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
KIT-Archiv – Wissenschaftlicher Leiter
E-Mail: Klaus.Nippert@kit.edu

Internationale Archivwoche 2023

Vom 5. bis 9. Juni 2023 findet zum fünften mal die Internationale Archivwoche (#IAW2023) statt. Organisiert wird die IAW durch den Internationalen Archivrat (ICA), der in diesem Jahr sein 75jähriges Bestehen feiert.

Die für diese Woche geplanten Aktivitäten zielen darauf ab, unterschiedliche Stimmen zum Nachdenken über die Geschichte der ICA zu gewinnen,  Diskussionen über ihre Zukunft und Vision zu eröffnen und anzuregen und im Geiste der Zusammenarbeit die Erfolge und Beiträge derjenigen zu feiern, die zum Aufbau des vielfältigen internationalen beruflichen Netzwerks beigetragen haben. 

In diesem Jahr besteht das Webinarprogramm aus fünf Hauptsitzungen , die verschiedene Diskussionsthemen behandeln. Am ersten Tag der Woche eröffnet das ICA die Internationale Archivwoche mit einem speziellen Webinar über die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf die Archivarbeit . Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um ein virtuelles Gespräch mit den gewählten Amtsträgern des ICA darüber, wie Archivinstitutionen, wie viele andere Kulturorganisationen auch, ihre Arbeitsweise verändern. 

Am zweiten Tag wird die Sektion für Menschenrechte und Archive ein virtuelles Panel veranstalten, bei dem vier geladene Gäste, darunter der ICA-Präsident, diskutieren werden, wie sich die Verbindung zwischen Menschenrechten und Archiven in den letzten 20 Jahren seit ihrer Gründung entwickelt hat Fachabteilung des ICA . 

Am dritten Tag veranstalten die ICA-Fachsektionen eine Präsentationssitzung für alle afrikanischen Kollegen, um ihnen vorzustellen, wie sie sich in diesen ICA-Gruppen engagieren können. Der Tag endet mit der Vereinigung lateinamerikanischer Archivare (ALA) , die anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums ein Webinar in Zusammenarbeit mit der Fachwelt in der Region veranstalten wird. 

Am vierten Tag schließlich veranstalten die Active New Professionals 2023 einen virtuellen Vortrag, bei dem sie ihr Projekt vor dem Kongress in Abu Dhabi den Berufseinsteigern und Berufseinsteigern vorstellen.   

Diese Sitzungen sind kostenlos und für alle offen. Melden Sie sich also unbedingt an! 

Für weitere Informationen zu #IAW2023 oder #ArchivesUnited kontaktieren Sie das ICA direkt unter communications@ica.org.