Kategorie-Archiv: Veranstaltungstipps

Tagung „Kriegsfolgenarchivgut“ im Lastenausgleichsarchiv

von Karsten Kühnel

Anlässlich des 30jährigen Bestehens des Lastenausgleichsarchivs richtet das Bundesarchiv am 14. und 15. Oktober 2019 in seiner Dienststelle in Bayreuth eine Tagung zum Thema „Kriegsfolgenarchivgut: Entschädigung, Lastenausgleich und Wiedergutmachung in Archivierung und Forschung“. Der Titel der Tagung leitet sich aus der Bezeichnung des Auftrags und der Rechtsgrundlage des Lastenausgleicharchivs her, dem „Gesetz über die zentrale Archivierung von Unterlagen aus dem Bereich des Kriegsfolgenrechts“ (KrArchG). Die Referenten beschäftigen sich mit der Archivierung und wissenschaftlichen Auswertung von Archivgut, das als Folge des Zweiten Weltkriegs und im Kontext menschenrechtsverletzenden staatlichen Handelns nicht nur in Deutschland entstanden ist. Breiten Raum nimmt dabei der Bezug zu Entschädigungs- und Wiedergutmachungsmaßnahmen ein.

Bei den Veranstaltungsankündigungen auf der Homepage des Bundesarchivs ist das Programm nun online. Dort findet sich auch der Link zum Tagungsflyer und Hinweise zur Anmeldung und Hotelbuchung: https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Veranstaltungen/2019-10-14-tagung-kriegsfolgenarchivgut-bayreuth.html

 

Offene Archive – 5. Konferenz mit ArchivCamp

Offene Archive – 5. Konferenz mit ArchivCamp
4. und 5. November 2019, Berlin

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution von 1989:

Der Arbeitskreis Offene Archive im VdA lädt herzlich nach Berlin ein!

 

Die Öffnung des Archivs der Stasi war ein weltweit einmaliger Vorgang mit Vorbildwirkung für viele postdiktatorische Gesellschaften. Erstmals konnten Bürger*innen am 2. Januar 1992 Einsicht in Stasi-Unterlagen nehmen, um ihr eigenes Schicksal aufzuklären. Die Machtzentrale der DDR-Geheimpolizei ist heute ein Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand und ein Lernort für Demokratie.

Am 4. und 5. November 2019 laden wir 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution zur fünften Ausgabe der „Offenen Archive“ in Berlin ein. Hochkarätige Keynotes, spannende Kurzvorträge sowie eine Podiumsdiskussion zur Archiv-, Netz- und Kulturpolitik sind Teil des Programms. Das öffentliche archiv-, netz- und kulturpolitische Podium am 4. November (ab 19 Uhr) wird u.a. mit Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen), Prof. Dr. Gerald Maier (Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg), Helene Hahn (Wikimedia Deutschland e.V., Präsidium), Erhard Grundl (MdB, kulturpolitischer Sprecher Bündnis90/Die GRÜNEN-Bundestagsfraktion) und Martin Rabanus (MdB, Sprecher für Kultur und Medien, SPD-Bundestagsfraktion) besetzt sein.

Aber das Programm ist damit noch nicht erschöpft! Ein BarCamp bietet Teilnehmer*innen an beiden Tagen der Konferenz die Möglichkeit zur niedrigschwelligen, aber auch intensiven Diskussion. Themen können, eher archivuntypisch spontan, eingebracht werden; gängige oder eingefahrene Denkmuster der Archivwelt dürfen und sollen hinterfragt werden!

Ort: Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU). Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie („Haus 22“, Ruschestr. 103, 10365 Berlin) (zur Orientierung).

 

Programm (vorläufig) und Termin:

4. November ab 10.30 Uhr:

Begrüßung(en)

 

Keynotes

Dagmar Hovestädt (BStU, Sprecherin des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen): Aktiv in Sachen Demokratie und Menschenrechte. Erfahrungen des Stasi-Unterlagen-Archivs (Abstract)

John Weitzmann (Wikimedia Deutschland e.V.)

 

Mittagspause (Catering vor Ort), danach Start des ArchivCamps (Sessions, Sessions, Diskussionen etc.!) – weitere Informationen zum ArchivCamp folgen demnächst!!!

 

Kurzvorträge (ab 16.30 Uhr)

Lambert Kansy/Martin Lüthi (CH)

Christian Bunnenberg (Bochum)

Alexander Czmiel (TELOTA-Initiative)

Sebastian Bondzio (Osnabrück)

 

Öffentliche Podiumsdiskussion (ab 19:00) mit Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen), Prof. Dr. Gerald Maier (Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg), Helene Hahn (Wikimedia Deutschland e.V., Präsidium), Erhard Grundl (MdB, kulturpolitischer Sprecher Bündnis90/Die GRÜNEN-Bundestagsfraktion) und Martin Rabanus (MdB, Sprecher für Kultur und Medien, SPD-Bundestagsfraktion)

 

5. November ab 09:00 Uhr:

Keynotes

Matthias Leitner (Bayerischer Rundfunk): Wie Kurt Eisner uns seine Geschichte in WhatsApp erzählte

Rainer E. Klemke (BerlinHistory-App)

 

Fortsetzung des ArchivCamps

 

Am Vormittag zusätzlich: Talks von Ausstellern (Walter Nagel, rosenberger data, startext)

 

Mittagspause (Catering vor Ort)

 

Abschlussrunde des ArchivCamps, Schlussdiskussion und Ende der Konferenz am frühen Nachmittag

 

Anmeldungen: veranstaltungen@bstu.bund.de

Informationen und News rund um Konferenz und ArchivCamp:

https://archive20.hypotheses.org/
@archive20
#archive20 #archivcamp
Einreichungen für das ArchivCamp sind ab sofort möglich (Mailadresse folgt!).

Flyer

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Offene Archive im VdA in Kooperation mit der BStU, der Robert Havemann Gesellschaft e.V., der Wikimedia Deutschland e.V., dem LWL Archivamt, dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, dem Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg und digiS.

Gefördert durch: Walter Nagel, rosenberger data und startext.

Konzeption und Programm: Mitglieder des AK Offene Archive in Verbindung mit dem BStU und der Wikimedia Deutschland e.V.

ICA und SPA-Newsletter erschienen – Registrierung für ICA Konferenz 2019

Für den Mai/ Juni 2019 sind aktuelle Newsletter erschienen: Einerseits der Newsletter des ICA, andererseits der vom VdA-Vorstandsmitglied Dr. Bettina Joergens betreute Newsletter des Steering Committees (SPA).

Im Letztgenannten findet sich ein ausführlicher englischsprachiger Bericht zum Treffen der SPA-Mitglieder in Santiago de Chile sowie Informationen des polnischen ArchivarInnen-Verbands und des VdA. Der ICA-Newsletter bietet wie gewohnt eine Fülle an Informationen aus den einzelnen Mitgliedsländern sowie eine Übersicht und Informationen zu kommenden Veranstaltungen.

Grafik: ICA

Ab sofort ist auch die Registrierung zur ICA-Jahreskonferenz 2019 möglich. Der internationale Kongress findet in diesem Jahr vom 21. bis 25. Oktober im südaustralischen Adelaide statt. Noch bis zum 31. Juli 2019 ist der vergünstigte Early-Bird-Tarif buchbar.

Tag des offenen Denkmals am 8. September 2019: Aufruf zur Beteiligung

Ein Gastbeitrag von Christina Wolf

Seit 1993 findet jeweils am zweiten Sonntag im September bundesweit der Tag des offenen Denkmals statt. Koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, hat sich der Aktionstag in den letzten 25 Jahren zur einer großen und bedeutenden Kulturveranstaltung Deutschlands entwickelt.

Viele Denkmale, die ansonsten nicht öffentlich zugänglich sind, öffnen an diesem Tag ihre Türen für Interessierte. Damit sollen Aufmerksamkeit und Interesse für das kulturelle Erbe des Landes geweckt werden. Und wirklich nutzen inzwischen Millionen von Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen von Denkmälern und Veranstaltungsorten zu werfen und sich mit der Bewahrung des Kulturerbes auf vielfältigen Ebenen auseinander zu setzen. Die öffentliche und mediale Resonanz ist bundesweit überwältigend.

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Mottoaufruf 10. TAG DER ARCHIVE

Am 7. und 8. März 2020 wird der 10. bundesweite TAG DER ARCHIVE stattfinden. Alle Mitglieder des VdA sind aufgerufen, Motto-Vorschläge einzureichen.

Der Bundesbeauftrage für Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes Berlin Normannenstraße. Foto: a2 d2 (CC)

Auch im Frühjahr 2020 sollen wieder alle Archive die Möglichkeit haben, sich mit unterschiedlichen Veranstaltung einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und mit einem attraktiven Programm auf die Bedeutung archivischer Arbeit hinzuweisen. Um eine noch bessere Vorbereitung darauf möglich zu machen, hat der Vorstand auf Anregung aus  der Mitgliedschaft den Motto-Aufruf zeitlich vorgezogen (der erste Aufruf erfolgte in Heft 4-2018 der Fachzeitschrift ARCHIVAR).Weiterlesen

Ank.: Offene Archive 2019 in Berlin, 4.-5.11.2019

Im nächsten Jahr wird die vom Arbeitskreis „Offene Archive“ mitorganisierte fünfte Konferenz „Offene Archive“ in Berlin stattfinden.

Termin: 4. und 5. November 2019.

Ort: BStU Berlin
Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
„Haus 22“
Ruschestraße 103
10365 Berlin.

Einladung zur ICA-Jahreskonferenz in Youndée (Kamerun)

ein Gastbeitrag von Bettina Joergens

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die ICA-Jahreskonferenz findet in diesem Jahr vom 26. bis zum 28. November in Kameruns Hauptstadt Youndée statt. Das Motto der Jahreskonferenz lautet Governance, Memory, and Heritage.

Warum Youndée, warum Afrika? Der ICA priorisiert seit dem Jahr 2012 „Afrika“ in seinem professionellen Programm. Das Afrika-Programm  sieht unter anderem vor, Afrikanische Archive und Records Management Institutionen, die fachliche Ausbildung und die professionellen Organisationen in Afrikanischen Ländern zu unterstützen. Folgerichtig lädt der ICA in diesem Jahr in ein afrikanisches Land ein, nach Kamerun. Im Juli wird das Tagungsprogramm veröffentlicht werden.

Grafik: ICA

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GNDCon 2018: Call for Papers

Am 3. und 4. Dezember 2018 findet bei der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main erstmalig eine Convention für an der Gemeinsamen Normdatei (GND) Interessierte statt. Bis zum 27. Juli 2018 können nun Vorschläge für Sessions eingereicht werden.

Thematische Schwerpunkte der Convention sind unter anderen die Öffnung der GND für Museen, Archive, Verlage, Autoren, Internationale Entwicklungen im Bereich der Normdaten der Nationalbibliotheken, Ideen zum Aufbau einer Developer-Community, Datenschutz, Verbindungen zu anderen Normdaten und Thesauri und Wikipedia und Wikidata. Als Projektpartner der Deutschen Nationalbibliothek im DFG-Projekt „GND4C – GND für Normdaten“ ist das Landesarchiv Baden-Württemberg mit eigenen Beiträgen auf der Convention vertreten.Weiterlesen

Artist meets Archive

Photoszene-Festivals 2018 und 2019 in Köln

© Fiona Tan: Vox Populi, Tokyo, photographic installation, 2007
courtesy the artist and Frith Street Gallery, London
photo: Wako Works of Art, Tokyo

Die Photoszene-Residency Artist meets Archive ist das zentrale Programm der kommenden Photoszene-Festivals 2018 und 2019, mit dem die bedeutende Vielfalt und Qualität der Fotografie in den Sammlungen und Archiven der Stadt durch den Austausch mit internationalen Künstlern sichtbar gemacht wird.

Köln ist international bekannt für seine hochkarätigen Fotografiebestände. In den Museen und Sammlungen der Stadt bildet sich Fotografiegeschichte ab. Die städtischen Institute bieten einen einzigartigen Überblick über die Diversität und Verbreitung des Mediums der Fotografie in Kunst, Geschichte und Gewerbe. Auf Einladung der Photoszene Köln öffnen das Kölnische Stadtmuseum, das MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln, das Museum Ludwig, das Rautenstrauch-Joest-Museum, das Rheinische Bildarchiv Köln und Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur ihre Sammlungen und Archive für ein gemeinsames Projekt: International agierende Künstler werden sich während des Photoszene-Festivals im Herbst 2018 den Konvoluten widmen und durch ihren spezifischen Blick und ihre eigene künstlerische Praxis neue Sichtweisen auf Teilbereiche der Sammlungen ermöglichen. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung werden als Ausstellung oder Intervention während des nächsten Photoszene-Festivals im Mai 2019 in den jeweiligen Häusern zu sehen sein.

Die Photoszene freut sich, die eingeladenen Künstler bereits jetzt bekannt geben zu können:
Erik Kessels (NL), Ola Kolehmainen (FIN), Ronit Porat (ISR), Fiona Tan (NL/IND), Roselyne Titaud (F) und Antje van Wichelen (BE)

Quelle: Photoszene, Pressemitteilung