Kategorie-Archiv: Öffentlichkeitsarbeit

Kriegsfolgenarchivgut: Entschädigung, Lastenausgleich und Wiedergutmachung in Archivierung und Forschung

Call for Papers

Tagung zum 30jährigen Bestehen des Zentralarchivs für den Lastenausgleich (Lastenausgleichsarchiv) im Bundesarchiv
am 14./15. Oktober 2019 in Bayreuth

 

Das Bundesarchiv beabsichtigt – unter Bezugnahme auf den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren und auf die Einrichtung des Lastenausgleichsarchivs vor 30 Jahren – am 14. und 15. Oktober 2019 im Zentralarchiv für den Lastenausgleich (Lastenausgleichsarchiv) des Bundesarchivs in Bayreuth eine wissenschaftliche Tagung zum Thema der Archivierung und Auswertung von Unterlagen auszurichten, die im Zusammenhang mit Entschädigung und Wiedergutmachung für Opfer autoritärer Regime im 20. Jahrhundert entstanden sind. Dazu gehören die Unterlagen, die infolge des Gesetzes zur Archivierung von Unterlagen aus dem Bereich des Kriegsfolgenrechts im Bundesarchiv-Lastenausgleichsarchiv verwahrt werden, sowie Archivgut aus weiteren materiellen und humanitären Entschädigungs- und Wiedergutmachungshandlungen infolge von Unrechtsmaßnahmen und Kriegshandlungen.

Hierzu wird zur Einreichung von Vorschlägen/Proposals für Kurzreferate und Präsentationen aufgefordert. Die Beiträge sollen sich mit folgenden Themenbereichen beschäftigen, wobei die Aufzählung darüber hinausgehende Vorschläge nicht ausschließt. Die gewählte Perspektive auf das Thema soll einen deutlichen Bezug auf Archive und Archivgut nehmen.

  • Ausgleich von Lasten, Entschädigung und Restitution der vom Kriegsgeschehen betroffenen Zivilbevölkerung
  • Zwangsarbeit von Nichtdeutschen und Deutschen während und nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Entschädigung
  • Arisierung und archivalische Überlieferung
  • Provenienzforschung und archivalische Überlieferung zu Wiedergutmachung und Entschädigung
  • Anspruch und Wirklichkeit von „Kriegsfolgenarchivierung“
  • Lastenausgleich und Lastenausgleichsrecht, Rechts- und Verwaltungsgeschichte
  • Entschädigungsunterlagen in der Auswertung durch Dokumentationszentren und Gedenkstättenarchive
  • Weitere Aspekte zu Entschädigung und Wiedergutmachung für Verfolgte autoritärer Regime

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Mottoaufruf 10. TAG DER ARCHIVE

Am 7. und 8. März 2020 wird der 10. bundesweite TAG DER ARCHIVE stattfinden. Alle Mitglieder des VdA sind aufgerufen, Motto-Vorschläge einzureichen.

Der Bundesbeauftrage für Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes Berlin Normannenstraße. Foto: a2 d2 (CC)

Auch im Frühjahr 2020 sollen wieder alle Archive die Möglichkeit haben, sich mit unterschiedlichen Veranstaltung einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und mit einem attraktiven Programm auf die Bedeutung archivischer Arbeit hinzuweisen. Um eine noch bessere Vorbereitung darauf möglich zu machen, hat der Vorstand auf Anregung aus  der Mitgliedschaft den Motto-Aufruf zeitlich vorgezogen (der erste Aufruf erfolgte in Heft 4-2018 der Fachzeitschrift ARCHIVAR).Weiterlesen

Rückblick Rostock: Bericht zum archivcamp erschienen

Patricia Lenz hat im archivamtblog des LWL-Archivamt einen Bericht über das zweite deutschsprachige Archivcamp verfasst, das im Rahmen des 88. Deutschen Archivtags in Rostock stattfand.  Wer nicht teilnehmen konnte, kann sich hier einen Überblick über Themenvielfalt und Vorgehen gewinnen. Bei weitergehendem Interesse an den Themen finden sich in dem Beitrag Verlinkungen zu den Sektionsleitungen und weiteren Berichten auf Beiträge zum Archivcamp in den Social Media. Den rund 70 festen Teilnehmern und Teilnehmerinnen scheint es insgesamt viel Freude bereitet zu haben!

Foto (P.Lenz)

Veränderung des ICA-Newsletters

ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens

Wie bereits berichtet, traf sich das Steering Committee der Section of Professional Associations im Mai in Berlin. Eines der Arbeitsergebnisse der Sitzungen in Berlin war eine Veränderung des „Newsletters“: Dieser wird nicht mehr zwei Mal jährlich erscheinen, sondern es werden monatlich „News“ des SPA und der Archiv- und Records Management-Organisationen auf der Website des ICA veröffentlicht.

Näheres siehe hierzu unter diesem Link. In den nächsten Tagen folgen dort weitere Berichte aus Berlin, den Niederlanden, Chile usw. Anregungen sind herzlich willkommen!

Beste Grüße
Bettina Joergens

Neues aus dem ICA /SPA

Das ICA feiert sein 70jähriges Bestehen mit einer virtuellen Ausstellung. Darüber hinaus kündigt das Steering Committee des SPA die zweite Ausgabe des Film Festivals zu Archiven und Recordsmanagement an.

1. Virtuelle Ausstellung 70 Jahre ICA
Seit 1948 gibt es das International Council on Archives. Dieses Jubiläum feiert das ICA jetzt mit einer virtuellen Ausstellung auf der Homepage des ICA. Dort kann man Schlaglichter aus der Geschichte des Verbandes betrachten oder sich mit bedeutenden Persönlichkeiten für die Entwicklung des ICA befassen. Die Ausstellung ist „work in progress“: Alle, die noch interessante Materialien zur Verfügung stellen können, sind zur Mitarbeit eingeladen.

Jetzt auf der ICA-Seite: Virtuelle Ausstelltung zur Geschichte des Verbandes. Foto: ICA

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VdA deaktiviert vorübergehend Facebook-Fanpage

In den letzten Monaten ist auf EU-Ebene durch das Inkrafttreten der DSGVO der Datenschutz deutlich verschärft worden. Während in vielen Bereichen Anpassungen stattgefunden haben, bleibt der Datenschutz bei Facebook für die NutzerInnen undurchsichtig und entspricht nicht der neuen EU-weiten Rechtslage. Der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. hat sich  in den vergangenen Wochen nochmals intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt und nun die Konsequenzen gezogen.

Die Umsetzung der am 25. Mai 2018 nach zweijähriger Übergangszeit in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat in den vergangenen Wochen alle Archiveinrichtungen und natürlich auch den VdA massiv beschäftigt. Nach Aussage der Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit bedeutet die DSGVO mehr Rechte für die Bürger. Für die Archive und den Verband ist der Datenschutz schon von Berufs wegen ein hohes Gut, siehe auch Code of Ethics (1996 angenommen vom ICA beim Internationalen Archivkongress in Peking). Die nun in Kraft getretene DSGVO bedeutet nun für die Archivcommunity, wie wir mittlerweile wissen, ein Mehr an benötigten Ressourcen von Zeit und Personal.

Quelle: https://www.maxpixel.net

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Digitale Stadtlexikon des Stadtarchivs Stuttgart online

ein Gastbeitag von Dr. Günter Riederer 

Nach rund 15 Monaten intensiver Arbeit ist es nun soweit: Das vom Stadtarchiv Stuttgart konzipierte digitale Stadtlexikon ist online! Ab sofort lädt es unter www.stadtlexikon-stuttgart.de dazu ein, die Stuttgarter Stadtgeschichte auf eine bislang nicht gekannte Weise neu zu entdecken.

Digital, empirisch fundiert und quellengesättigt verortet das Lexikon seine Artikel im Raum: virtuell auf einer Stadtkarte, die sich auch in einen passenden historischen Plan verwandeln kann, konkret im öffentlichen Raum, denn das Stadtlexikon ist responsiv und wandert mit seinen Leserinnen und Lesern durch die Stadt.Für Stuttgarterinnen und Stuttgarter, aber auch für auswärtige Besucherinnen und Besucher bietet es somit die besondere Möglichkeit, die Geschichte Stuttgarts im Stadtraum erfahrbar zu machen. Der Bildschirm mobiler Endgeräte zeigt, welche historischen Orte, Personen und Ereignisse sich in der Nähe befinden.

Stadtgeschichte mobil erleben – Das digitale Stadtlexikon Stuttgart ist ohnline. Foto: Stadtarchiv Stuttgart, Fotograf: Max Kovalenko

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Internationaler Tag der Archive 2018

Am 9. Juni findet wieder der vom ICA ausgerufene Internationale Tag der Archive statt. Das Motto lautet in diesem Jahr „Archives: Governance, Memory and Heritage”.

Dies ist gleichzeitig auch das Motto der diesjährigen ICA-Konferenz, welche vom 26. bis 28. November 2018 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet. Der ICA stellt auf seiner Website zahlreiche interessante Informationen und eine Austauschplattform dazu zur Verfügung.

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„Zwischen-Newsletter“ des ICA

Das ICA informiert mit einem „Zwischen-Newsletter“ über aktuelle interantionale Entwicklungen im Archivwesen.

Darin finden sich 1. die Ankündigung der ICA Jahreskonferenz 2018 in Kamerun, 2. ein Bericht über die Konferenz des ukrainischen Archivverbandes und 3. eine Ankündigung der ICA-Menschenrechts-Arbeitsgruppe.

Darüber hinaus wurde auch die Liste der Mitglieder des SPA Steering Committee aktualisiert.Weiterlesen

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste ruft zur Teilnahme am Online-Meldeverfahren auf

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste ruft die deutschen Museen, Bibliotheken und Archive zur Teilnahme am Online-Meldeverfahren für restituierte Kulturgüter auf.

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bittet um Mithilfe. Foto: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

Seit der Unterzeichnung der „Washingtoner Prinzipien“ von 1998 und der „Gemeinsamen Erklärung“ haben die kulturgutbewahrenden Einrichtungen in Deutschland zahlreiche Kunstwerke, Bücher und andere Kulturgüter restituiert oder andere Lösungen im Sinne der Washingtoner Prinzipien gefunden, die den Schicksalen der Opfer und früheren Eigentümer und ihrer Hinterbliebenen wie auch der Verantwortung und dem Gemeinwohlauftrag der Museen, Bibliotheken und Archive gerecht werden.Weiterlesen