Kategorie-Archiv: Öffentlichkeitsarbeit

Neues aus dem ICA /SPA

Das ICA feiert sein 70jähriges Bestehen mit einer virtuellen Ausstellung. Darüber hinaus kündigt das Steering Committee des SPA die zweite Ausgabe des Film Festivals zu Archiven und Recordsmanagement an.

1. Virtuelle Ausstellung 70 Jahre ICA
Seit 1948 gibt es das International Council on Archives. Dieses Jubiläum feiert das ICA jetzt mit einer virtuellen Ausstellung auf der Homepage des ICA. Dort kann man Schlaglichter aus der Geschichte des Verbandes betrachten oder sich mit bedeutenden Persönlichkeiten für die Entwicklung des ICA befassen. Die Ausstellung ist „work in progress“: Alle, die noch interessante Materialien zur Verfügung stellen können, sind zur Mitarbeit eingeladen.

Jetzt auf der ICA-Seite: Virtuelle Ausstelltung zur Geschichte des Verbandes. Foto: ICA

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VdA deaktiviert vorübergehend Facebook-Fanpage

In den letzten Monaten ist auf EU-Ebene durch das Inkrafttreten der DSGVO der Datenschutz deutlich verschärft worden. Während in vielen Bereichen Anpassungen stattgefunden haben, bleibt der Datenschutz bei Facebook für die NutzerInnen undurchsichtig und entspricht nicht der neuen EU-weiten Rechtslage. Der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. hat sich  in den vergangenen Wochen nochmals intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt und nun die Konsequenzen gezogen.

Die Umsetzung der am 25. Mai 2018 nach zweijähriger Übergangszeit in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat in den vergangenen Wochen alle Archiveinrichtungen und natürlich auch den VdA massiv beschäftigt. Nach Aussage der Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit bedeutet die DSGVO mehr Rechte für die Bürger. Für die Archive und den Verband ist der Datenschutz schon von Berufs wegen ein hohes Gut, siehe auch Code of Ethics (1996 angenommen vom ICA beim Internationalen Archivkongress in Peking). Die nun in Kraft getretene DSGVO bedeutet nun für die Archivcommunity, wie wir mittlerweile wissen, ein Mehr an benötigten Ressourcen von Zeit und Personal.

Quelle: https://www.maxpixel.net

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Digitale Stadtlexikon des Stadtarchivs Stuttgart online

Ein Gastbeitag von Dr. Günter Riederer 

Nach rund 15 Monaten intensiver Arbeit ist es nun soweit: Das vom Stadtarchiv Stuttgart konzipierte digitale Stadtlexikon ist online! Ab sofort lädt es unter www.stadtlexikon-stuttgart.de dazu ein, die Stuttgarter Stadtgeschichte auf eine bislang nicht gekannte Weise neu zu entdecken.

Digital, empirisch fundiert und quellengesättigt verortet das Lexikon seine Artikel im Raum: virtuell auf einer Stadtkarte, die sich auch in einen passenden historischen Plan verwandeln kann, konkret im öffentlichen Raum, denn das Stadtlexikon ist responsiv und wandert mit seinen Leserinnen und Lesern durch die Stadt.Für Stuttgarterinnen und Stuttgarter, aber auch für auswärtige Besucherinnen und Besucher bietet es somit die besondere Möglichkeit, die Geschichte Stuttgarts im Stadtraum erfahrbar zu machen. Der Bildschirm mobiler Endgeräte zeigt, welche historischen Orte, Personen und Ereignisse sich in der Nähe befinden.

Stadtgeschichte mobil erleben – Das digitale Stadtlexikon Stuttgart ist ohnline. Foto: Stadtarchiv Stuttgart, Fotograf: Max Kovalenko

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Internationaler Tag der Archive 2018

Am 9. Juni findet wieder der vom ICA ausgerufene Internationale Tag der Archive statt. Das Motto lautet in diesem Jahr „Archives: Governance, Memory and Heritage”.

Dies ist gleichzeitig auch das Motto der diesjährigen ICA-Konferenz, welche vom 26. bis 28. November 2018 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet. Der ICA stellt auf seiner Website zahlreiche interessante Informationen und eine Austauschplattform dazu zur Verfügung.

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„Zwischen-Newsletter“ des ICA

Das ICA informiert mit einem „Zwischen-Newsletter“ über aktuelle interantionale Entwicklungen im Archivwesen.

Darin finden sich 1. die Ankündigung der ICA Jahreskonferenz 2018 in Kamerun, 2. ein Bericht über die Konferenz des ukrainischen Archivverbandes und 3. eine Ankündigung der ICA-Menschenrechts-Arbeitsgruppe.

Darüber hinaus wurde auch die Liste der Mitglieder des SPA Steering Committee aktualisiert.Weiterlesen

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste ruft zur Teilnahme am Online-Meldeverfahren auf

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste ruft die deutschen Museen, Bibliotheken und Archive zur Teilnahme am Online-Meldeverfahren für restituierte Kulturgüter auf.

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bittet um Mithilfe. Foto: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

Seit der Unterzeichnung der „Washingtoner Prinzipien“ von 1998 und der „Gemeinsamen Erklärung“ haben die kulturgutbewahrenden Einrichtungen in Deutschland zahlreiche Kunstwerke, Bücher und andere Kulturgüter restituiert oder andere Lösungen im Sinne der Washingtoner Prinzipien gefunden, die den Schicksalen der Opfer und früheren Eigentümer und ihrer Hinterbliebenen wie auch der Verantwortung und dem Gemeinwohlauftrag der Museen, Bibliotheken und Archive gerecht werden.Weiterlesen

Presseschau 9. TAG DER ARCHIVE 2018

Am 3. und 4. März fand der 9. TAG DER ARCHIVE unter dem Motto Demokratie und Bürgerrechte statt. Erneut waren mehrere hundert Archiveinrichtungen im gesamten Bundesgebiet dem Aufruf des VdA gefolgt und hatten für die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Viele Zeitungen berichteten über den 9. TAG DER ARCHIVE 2018.

Viele der teilnehmende Archive zeigten sich mit dem 9. TAG DER ARCHIVE vollauf zufrieden; viele Interessierte ließen sich die Magazine zeigen, besuchten Ausstellungen und konnten nicht zuletzt mit den Archivarinnen und Archivaren ins Gespräch kommen. Erfreulicherweise hatten sich auf der Website zum TAG DER ARCHIVE deutlich mehr Archive registriert als beim vorangegangenen Aktionstag vor zwei Jahren.Weiterlesen

ICA Jahreskonferenz: Bericht aus Mexiko-Stadt (Teil 2)

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens (VdA-Vorstand/Steering Committee / LAV NRW)

Mit dem Veranstaltungsort Mexiko Stadt wurde die diesjährige Jahreskonferenz des International Council on Archives erstmalig in Lateinamerika ausgetragen. Das Motto lautete „Archives, Citizenship and Interculturalism“.

Es ist kein Zufall, dass die Themen des nächsten TAGS DER ARCHIVE (Demokratie und Bürgerechte) und des nächsten Deutschen Archivtags 2018 (Verlässlich, richtig, echt – Demokratie braucht Archive!) ‎damit Berührungspunkte haben. ICA-Präsident David Fricker brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt : „The theme brings together into one programme the most significant professional challenges that we face, including ancestral cultures, human rights, illicit trafficking of documentary heritage, personal data protection, digital systems and interoperability, contemporary legal issues, regional cooperation and disaster recovery.“

ICA-Präsident David Fricker. Foto: Bettina Joergens

Gleichzeitig mit der Die ICA –Konferenz wurde die Jahreskonferenz der lateinamerikanischen Archivorganisation (Latin American Association of Archives, ALA) abgehalten. Deren Präsidentin Mercedes de Vega betonte in ihrer Begrüßung die Notwendigkeit der Kooperation von ArchivarInnen mit Bildungseinrichtungen, Kulturschaffenden und Behörden.
Ohnehin wurde in zahlreichen Beiträgen deutlich, wie sehr professionelle Archivarbeit gerade heute verwoben ist mit Fragen zu Menschenrechten, zur gesellschaftlichen und politischen Bedeutung vom Umgang mit Informationen (und vom Verständnis von „Wahrheit “ und vertrauenswürdigen Informationen) , zu technologischen und rechtlichen Entwicklungen.Weiterlesen

Positionspapier des AK Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit

Bereits bei der 31. Archivpädagogenkonferenz 2017 in Bad Arolsen kritisierten die TeilnehmerInnen gesellschaftliche Tendenzen, bislang geltende Grundsätze der Erinnerungskultur in der Bundesrepublik aufzulösen. Der Arbeitskreis Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit im VdA verdeutlicht nun seinen Standpunkt zu dieser Thematik mit einem eigenen Positionspapier.

Das Positionspapier wurde vom Arbeitskreis unter der Leitung von Dr. Annekatrin Schaller in den vergangenen Monaten ausgearbeitet und bei der Sitzung vom neuen Gesamtvorstand des VdA am 16. November 2017 verabschiedet.

Inhaltlich bilden vier Punkte den Kern des Papier:

  1. Bildungsarbeit an Archiven ist politisch unabhängig.
  2. Bildungsarbeit an Archiven ist für alle da.
  3. Bildungsarbeit an Archiven fördert ein kritisches Geschichtsbewusstsein.
  4. Bildungsarbeit an Archiven fördert due aktive Teilhabe an der Wissensgesellschaft.

Der Arbeitskreis betont damit die Relevanz historischer Bildungsarbeit und richtet sich ausdrücklich  gegen die Banalisierung von Geschichte und Bestrebungen, den Nationalsozialismus zu relativiern.

Download: Positionspapier (pdf-Datei)