Online-Recherche der umfangreichen Bestände des Archivs der Akademie der Künste

von Torsten Musial

Seit kurzem sind die umfangreichen Bestände des Archivs der Akademie der Künste für jeden online recherchierbar. Unter der Adresse https://archiv.adk.de lassen sich detaillierte Informationen zu gut 1 Million Archivalien und 462.000 analogen wie digitalen Objekten abrufen. Zu den Beständen gehören derzeit 1.130 Vor- und Nachlässe von Künstlerinnen und Künstlern, die Archive von 45 Institutionen und Verbänden sowie 70 thematische Sammlungen.Weiterlesen

Runder Tisch am 18. Januar 2016 zur geplanten Verlegung des Staatsarchivs Würzburg

Medienmitteilung der bayerischen Landtagsabgeordneten Kerstin Celina (Bündnis 90/Die Grünen)

Geeinte Opposition gegen die Verlagerung des Staatsarchivs Würzburg

Die Landtagsabgeordneten Kerstin Celina (Bündnis 90/Die Grünen), Georg Rosenthal (SPD) und Hans-Jürgen Fahn (Freie Wähler) haben am 18. Januar 2016 in Würzburg gemeinsam zum Runden Tisch „Staatsarchiv Würzburg“ geladen. Zuvor besuchten die drei Abgeordneten am vormitttag gemeinsam das Staatsarchiv in der Würzburger Residenz, um sich vor Ort einen Überblick über die Bestände sowie die Arbeit der Archivarinnen und Archivare zu machen.

Zum Runden Tisch kamen Experten, fachkundige Archivnutzer und zahlreiche interessierte Bürger um die Antworten der Staatsregierung auf die Parlamentarischen Initiativen der drei Abgeordneten zur geplanten Verlagerung des Würzburger Staatsarchivs, die Bedeutung des Staatsarchivs innerhalb der Archiv- und Forschungslandschaft in Würzburg und die Bedingungen, die ein neuer Standort erfüllen müsste, zu diskutierten.Weiterlesen

Workshop des Landesverbandes Sachsen im VdA „Bestandserhaltung analoger Fotos“

Termin: 13. April 2016, 10 Uhr bis 16 Uhr
Ort: Archivzentrum Hubertusburg, Gebäude 71-79, 04779 Wermsdorf

Seit über 175 Jahren entstehen Fotos. Heute ist die oft umfangreich vorhandene fotografische Überlieferung für viele Archive Schatz und Problem zugleich. In dem Workshop wird es neben einem Überblick zu fotografischen Verfahren und deren Identifizierung auch eine kurze Einführung in die Technik der Fotografie geben. Außerdem werden Aspekte der Lagerung fotografischer Materialien angesprochen.Weiterlesen

re.photos – Webportal zur Rephotographie

Rathaus des Westfälischen Friedens 1946/2015 (Museum Industriekultur/Universität Osnabrück CC BY-NC-ND 4.0)
Rathaus des Westfälischen Friedens 1946/2015 (Museum Industriekultur/Universität Osnabrück CC BY-NC-ND 4.0)

Nicht nur im kommunalen Archivwesen sehr beliebt: Analoge Publikationen mit alten Stadt- und Gebäudeansichten, manchmal auch einer heutigen modernen Ansicht gegenübergestellt.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurde kürzlich an der Universität Osnabrück (Institut für Informatik unter Betreuung von Prof. Dr. Oliver Vornberger) das Portal re.photos entwickelt, das die digitale Gegenüberstellung bzw. genauer gesagt die Übereinanderlegung von alten und neuen Fotos ermöglicht. Voraussetzung: Beide Fotos müssen aus ähnlicher Perspektive aufgenommen worden sein. Derzeit wird im Rahmen eines weiteren Projektes an einer App gearbeitet, mit deren Hilfe man die möglichst genaue Aufnahmeposition des alten Fotos ermitteln kann.Weiterlesen

Archivschüler transkribieren und regestieren Urkunden anhand von Digitalisaten aus Monasterium.net

Auf der Archivschulseite wird über das Projekt berichtet – ein schönes Beispiel für die Nutzung von Web 2.0 in der Lehre bzw. Ausbildung:

„Die Studierenden der Fachhochschullehrgänge haben unter Anleitung von Dr. Gregor Patt in den vergangenen Monaten Transkriptionen und Regesten von bislang unerschlossenen Urkunden des Mittelalters und der Neuzeit angefertigt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden in der Zeit um Weihnachten in XML-Dateien umgewandelt und elektronisch publiziert.

Bei den bislang bearbeiteten Urkunden handelt es sich in erster Linie um Einzelstücke aus kleineren und mittelgroßen Archiven in Deutschland, Österreich und Tschechien, die Teile ihrer Bestände digitalisiert und über Monasterium.net zugänglich gemacht haben. Monasterium.net ist in Bezug auf die Präsentation und kooperative Erschließung von Urkunden zurzeit die mit Abstand größte Plattform. Hervorgegangen aus einem Digitalisierungsvorhaben niederösterreichischer Kirchen- und Klosterarchive bietet das virtuelle Archiv inzwischen Texte, Regesten und/oder Abbildungen von über 400.000 Urkunden aus Mittelalter und Früher Neuzeit sowie eine Möglichkeit, sich als Internetnutzer an der Erschließung zu beteiligen. Diese Möglichkeit wurde und wird von den Kursen der Archivschule genutzt.“

Erinnerung: Der ICA ruft erneut dazu auf, Beiträge für den Internationalen Kongress vom 5. Bis 20. September 2016 in Soeul einzureichen

von Irmgard Christa Becker

Groups and individuals are invited to submit proposals on the theme “ Archives, Harmony and Friendship: ensuring cultural sensitivity, justice and cooperation in a globalized world „.
More information about the Congress theme, topics and sessions is available here:
English http://submit.ica2016.com/Abstracts_Guidelines.html
French http://submit.ica2016.com/Abstracts_Guidelines_fra.html
Korean http://submit.ica2016.com/Abstracts_Guidelines_kor.html

Submissions can be made online and close on 1 February 2016. If there are any questions about the call for papers contact the ICA at programme@ica.org.

Schüler forschen im Archiv – Ein Archivpädagogischer Führer durch das Landesarchiv NRW

Schüler forschen im Archiv

Das Landesarchiv NRW hat einen neuen archivpädagogischen Führer für das gesamte Landesarchiv veröffentlicht. Die Publikation und weiterführende Informationen (ansteuerbar über QR-Codes) sind hier abrufbar (Info via Facebook-Seite des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen). Zum Inhalt:

„Ein besonderes Anliegen ist es dem Landesarchiv NRW, sein Gedächtnis Schülerinnen und Schülern zugänglich zu machen und zu vermitteln. An allen drei Standorten, in Duisburg, Münster und Detmold, bietet das Landesarchiv deshalb einen besonderen Service für Schüler, aber auch für Lehrer und für Lehrerausbildungsseminare an.

Die Archivpädagogen des Landesarchivs haben nun eine neue Broschüre erstellt, die sich an Schüler, Lehrer und Interessierte richtet. Sie sich als Wegweiser, der das Spektrum der archivpädagogischen Angebote beleuchten und anhand verschiedener Beispiele mögliche Fragestellungen illustrieren und Benutzungs- und Beratungsoptionen aufzeigen will.“

Neuerscheinung: Audiowalks in Archiven

Eine aktuelle Neuerscheinung: Mal wieder werden (bzw. müssen) Beispiele aus „archivfremden Institutionen“ zum Vorbild genommen werden (Via Augias.net)

Audiowalks

 

Anna Hoffmann, Audiowalks in Archiven. Konzeptionelle Überlegungen zwischen Performance und Geschichststunde, Berlin 2015 (Reihe: Historische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Band 4  , hg. v. Susanne Freund). ISBN: 978-3-936960-95-2  (24,90€).

Aus der Beschreibung bei BibSpider:

Historisches Wissen lässt sich nicht nur durch Fakten, sondern auch über Emotionen und Empathie erschließen. Das gesprochene Wort, Geräusche, Musik, die Visualisierung von Bildmaterial tragen zur Identifikation mit Personen und Ereignissen bei und können die Spuren der Vergangenheit mittels Sprache, Ton und Bild zu vermitteln.

Im vierten Band der Potsdamer Reihe „Historische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit“ nutzt die Autorin gezielt die Theoriediskussion zum Speicher- und Funktionsgedächtnis und zum individuellen Lernverhalten, sowie das Potenzial des informationstechnologischem Wandels, um dafür zu werben, neue Akzente für Archive als Teil der Geschichtskultur zu setzen. Ihre Empfehlungen, Audiowalks als Instrument einzusetzen, können dazu dienen, Geschichte an ihre Ursprungsorte zu transferieren.

Im Buch werden verschiedene Audiowalks-Beispiele aus archivfremden Institutionen zum Vorbild genommen und hieraus kreatives Potential geschöpft für die Archivpraxis, um anhand von Audiowalks einem breiten Publikum Originalquellen zugänglich zu machen.