Alle Artikel von Gastautor

Überarbeitung des Berufsbilds von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Archiven

Ein Gastbeitrag von Katharina Tiemann, Leiterin des VdA-Arbeitskreis Ausbildung und Berufsbild

Im Jahr 2009 hat der VdA erstmalig ein Berufsbild von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Archiven vorgelegt. Das Papier war von den Mitgliedern des VdA-Arbeitskreis Ausbildung und Berufsbild erarbeitet worden und fand  bei den Mitgliedern aller Archivsparten breite Zustimmung. Jetzt soll es überarbeitet werden.

Foto: VdA

Die massiven Veränderungen des Berufsbildes in den vergangenen Jahren waren in allen Archivsparten spürbar. Insbesondere die Herausforderungen der elektronischen Langzeitarchivierung verändern das Berufsbild deutlich, da Kenntnisse und Kompetenzen zwingend sind, die bislang, je nach Archivsparte, entweder gar nicht oder nur punktuell gefragt waren.

Der Arbeitskreis Ausbildung und Berufsbild im VdA hat es sich daher zur seiner Hauptaufgabe gemacht, das vorliegende Berufsbild grundlegend zu überarbeiten.Weiterlesen

ICA Jahreskonferenz in Adelaide

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens

„Designing Archive“ ist das Motto der diesjährigen Konferenz des International Council of Archives in Adelaide (Australien). An dieser Konferenz nehmen etwa 700 Archivar*innen, Records Manager*innen und Verreter*innen verschiedener Berufe und Disziplinen teil, die darüber diskutieren, wie sich Archive verändern werden und müssen.


Der Präsident des ICA, David Fricker, betonte in seiner Begrüßung, dass es hier in Adelaide und für die Archive zurzeit darum geht, die Menschen ins Zentrum unserer Entscheidungen und Prozesse zu stellen. Das heißt, dass wir uns fragen sollten, inwiefern unsere Kund*innen, die Bürger*innen, Partner/Stakeholders sowie verschiedene gesellschaftliche Gruppen von dem, was Archive tun und anbieten, profitieren. Die Beiträge und Diskussionen werden von der Suche nach Innovationen und neuen, kreativen Konzepten getragen. Weiterlesen

Rückblick 24. Kolloquium der Archivschule Marburg

Ein Gastbeitrag von Christian Rausch

Am 24. und 25. Juni 2019 feierte die Archivschule Marburg ihr 70-jähriges Bestehen mit dem 24. Archivwissenschaftliches Kolloquium, diesmal zum Thema „Berufspraxis und Ausbildung. Archivarische Kompetenzen im 21. Jahrhundert“, und einer Ausstellung im Staatsarchiv Marburg. Anlässlich des Jubiläums erlaubte sich die Archivschule einen Fokus in eigener Sache: Zur Zukunft der archivarischen Fachausbildung.

Bot Raum für Diskussionen: Das 24. Kolloquium der Archivschule Marburg. Foto: Archivschule Marburg

Nach einer Eröffnungsansprache durch die Leiterin der Archivschule Marburg, Dr. Irmgard Christa Becker, und einem Grußwort von Bürgermeister Wieland Stötzel erfolgte der Eröffnungsvortrag von Geir Magnus Walderhaug von der Universität Oslo zum Thema „Archival education ‚for-ever‘ or ‚for-now‘“. Er plädierte für eine stärkere öffentliche Sichtbarkeit des Archivarsberufs, spannte einen Bogen über die großen Fragen archivwissenschaftlicher Lehre und thematisierte manches Spannungsfeld, das später noch vertieft diskutiert werden sollte. Weiterlesen

Frühjahrstreffen des Steering Committee / Bureau der Section of Professional Associations (SPA) im ICA

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens

Vom 13. bis zum 17. Mai 2019 fand das Frühjahrstreffen des Steering Committee / Bureau der Section of Professional Associations (SPA) im International Council on Archives (ICA) statt. In diesem Jahr mussten fast alle einen sehr weiten Weg zurücklegen: Der Chilenische Kollege im SPA und Präsident des chilenischen Archivverbandes, Eugenio Bustos Ruz, lud nach Santiago de Chile ein.

Gekommen waren Vilde Ronge (Norwegen, Präsidentin des SPA), Becky Haglund Tousey (U.S.A., Vizepräsidentin des SPA), Pierre-Frédéric Brau (Frankreich, Schriftführer), Cédric Champagne (Kanada, Schriftführer), Mei Du (China), Michal Henkin (Israel), Marta Munera (Spanien), Bert de Vries (Niederlande), Piotr Zawilski (Polen) und Dr. Bettina Joergens (Deutschland, Newsletter-Redakteurin). Leider war es Alassane Ndiath aus dem Senegal nicht möglich, an dem Treffen in Chile teilzunehmen.

Die TeilnehmerInnen des Frühjahrstreffens in Santiago de Chile. Foto: Nationalarchiv Chile

Die durchaus intensiven Diskussionen kreisten im Wesentlichen um drei zentrale Fragen bzw. Themen:

  1. Was kann bzw. muss das Steering Committee unternehmen, um die Fachverbände für das Archivwesen und für Records Management besser zu unterstützen?
  2. Welche Grundlagen und Arbeitsinstrumente müssen geschaffen bzw. verbessert werden, um die Zusammenarbeit innerhalb des ICA effizienter und effektiver zu machen.
  3. Welche der ca. 50 eingereichten Kurzfilme sollen für die Preisverleihung beim Filmfestival in Adelaide nominiert werden?Weiterlesen

Tag des offenen Denkmals am 8. September 2019: Aufruf zur Beteiligung

Ein Gastbeitrag von Christina Wolf

Seit 1993 findet jeweils am zweiten Sonntag im September bundesweit der Tag des offenen Denkmals statt. Koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, hat sich der Aktionstag in den letzten 25 Jahren zur einer großen und bedeutenden Kulturveranstaltung Deutschlands entwickelt.

Viele Denkmale, die ansonsten nicht öffentlich zugänglich sind, öffnen an diesem Tag ihre Türen für Interessierte. Damit sollen Aufmerksamkeit und Interesse für das kulturelle Erbe des Landes geweckt werden. Und wirklich nutzen inzwischen Millionen von Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen von Denkmälern und Veranstaltungsorten zu werfen und sich mit der Bewahrung des Kulturerbes auf vielfältigen Ebenen auseinander zu setzen. Die öffentliche und mediale Resonanz ist bundesweit überwältigend.

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Bericht von der ICA Jahreskonferenz in Jaunde – Teil 2

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens

David Fricker, der Präsident des ICA, betonte in der feierlichen Abschlussveranstaltung der Jahreskonferenz des ICA erneut, dass dies eine historische Konferenz war, da sie erstmals in Afrika stattfand.

VertreterInnen des Kameruner Archivverbandes zusammen mit Mitgliedern der SPA. Foto: Dr. Bettina Joergens

Die Bedeutung dieser Versammlung von Archivarinnen und Archivaren aus der ganzen Welt für die Kameruner KollegInnen, die Kameruner Regierung sowie für alle afrikanischen VertreterInnen von Archiv Institutionen wurde nicht zuletzt durch die Präsenz von Regierungsmitgliedern bei der Eröffnung, bei dem aufwändig und mit zahlreichen künstlerischen Einlagen gestalteten Galadinner sowie bei der Abschlusszeremonie unterstrichen. Und offenbar ‎machte Anwesenheit von etwa 400 ArchivarInnen einen so positiven Eindruck insbesondere auf die zahlreichen jungen KonferenzhelferInnen, dass einige angeblich nun den Wunsch haben, ArchivarIn zu werden.Weiterlesen

Bericht von der ICA Jahreskonferenz in Jaunde

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens

Zum ersten Mal in seiner Geschichte organisiert der ICA seine Jahreskonferenz in einem afrikanischen Land: Die diesjährige Konferenz findet vom 26. bis zum 30. November 2018 in Jaunde, der Hauptstadt von Kamerun statt und dort im Palais des Congres.

Dr. Bettina Joergens nimmt für den VdA an der ICA-Jahreskonferenz in Jaunde teil. Foto: Dr. Bettina Joergens

Warum Afrika? Warum nicht, müsste die Gegenfrage lauten. Denn die Perspektive und die Erfahrungen afrikanischer Archivarinnen und Archivare sowie Records Manager darf in der internationalen Zusammenarbeit nicht fehlen. Der Präsident des ICA, David Fricker, betont die enorme Bedeutung der Wahl des Veranstaltungsortes für den Austausch von Wissen und Kompetenzen insbesondere in archivfachlicher, technischer Hinsicht und bezüglich Schriftgutverwaltung mit afrikanischen KollegInnen. Darüber hinaus soll diese Konferenz die Position der Archive in Afrika stärken und die Ideen des good gouvernance und des Kulturgutschutzes unterstützen, wie auch ICA-Präsident David Fricker bereits in seinem Grußwort betonte.Weiterlesen

Veränderung des ICA-Newsletters

ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens

Wie bereits berichtet, traf sich das Steering Committee der Section of Professional Associations im Mai in Berlin. Eines der Arbeitsergebnisse der Sitzungen in Berlin war eine Veränderung des „Newsletters“: Dieser wird nicht mehr zwei Mal jährlich erscheinen, sondern es werden monatlich „News“ des SPA und der Archiv- und Records Management-Organisationen auf der Website des ICA veröffentlicht.

Näheres siehe hierzu unter diesem Link. In den nächsten Tagen folgen dort weitere Berichte aus Berlin, den Niederlanden, Chile usw. Anregungen sind herzlich willkommen!

Beste Grüße
Bettina Joergens

Einladung zur ICA-Jahreskonferenz in Youndée (Kamerun)

ein Gastbeitrag von Bettina Joergens

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die ICA-Jahreskonferenz findet in diesem Jahr vom 26. bis zum 28. November in Kameruns Hauptstadt Youndée statt. Das Motto der Jahreskonferenz lautet Governance, Memory, and Heritage.

Warum Youndée, warum Afrika? Der ICA priorisiert seit dem Jahr 2012 „Afrika“ in seinem professionellen Programm. Das Afrika-Programm  sieht unter anderem vor, Afrikanische Archive und Records Management Institutionen, die fachliche Ausbildung und die professionellen Organisationen in Afrikanischen Ländern zu unterstützen. Folgerichtig lädt der ICA in diesem Jahr in ein afrikanisches Land ein, nach Kamerun. Im Juli wird das Tagungsprogramm veröffentlicht werden.

Grafik: ICA

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Rückblick auf das 23. Kolloquium der Archivschule Marburg

ein Gastbeitrag von Christian Rausch

Am 5. und 6. Juni 2018 richtete die Archivschule Marburg – Hochschule für Archivwissenschaft bereits zum 23. Mal ihr jährliches Kolloquium aus. In diesem Jahr wurden über 267 Teilnehmerinnen und Teilnehmer empfangen, die sich in bester Stimmung zum Thema „E-Government und digitale Archivierung“ austauschten.

Dabei wurde deutlich, dass sich die Archivarinnen und Archivare inzwischen sehr differenziert mit den Chancen und Risiken dieses Paradigmenwechsels auseinandersetzen. Das Kolloquium bot hierbei vielfältige Möglichkeiten zur Diskussion der großen Zusammenhänge, wie der Digitalisierung und ihrer staatlichen Umsetzung durch etwa die Einführung der E-Akte, und hierdurch neu entstandener Detailfragen, wie etwa der Zuständigkeit für Erhaltungsmöglichkeiten des erhöhten Beweiswerts digitaler Dokumente.

Das Podium beim 23. Archivwissenschaftl. Kolloquium. Foto: Archivschule Marburg

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