Kategorie-Archiv: Allgemein

Programm: 22. Vorarlberger Archivtag (23.10.2015)

Ein kleiner Hinweis über die Grenzen hinweg nach Vorarlberg (Bregenz).

Das Programm des 22. Vorarlberger Archivtags, 23.10.2015, Vorarlberger Landesarchiv Bregenz (weitere Informationen auch unter diesem Link):

Vorträge

Die derzeitige Situation der kommunalen Schriftgutverwaltung am Beispiel der Gemeindeverwaltung Hard
Philipp Wittwer, Archiv der Marktgemeinde Hard
Die Standardisierung der archivischen Erschließung und ihr Nutzen. Erfahrungen aus der Praxis
Katrin Netter, Bregenzerwald Archiv
Digitale Ressourcen und ihr Nutzen für das Vorarlberger Landesarchiv
Markus Schmidgall, Vorarlberger Landesarchiv
Stephanie Hollenstein und ihre Zeit

Vanessa Waibel, Historisches Archiv der Marktgemeinde Lustenau

 

„Bundesweite Handlungsempfehlungen für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts“ veröffentlicht

Auf der Webseite der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) steht das Strategiepapier zur spartenübergreifenden Koordinierung des Originalerhalts in Deutschland als Download zur Verfügung.

Mit Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Kulturstiftung der Länder (KSL) wurde mit den „Handlungsempfehlungen“ ein Wegweiser geschaffen, der für zielführende Abstimmungen und die erforderliche einrichtungs- und länderübergreifende Zusammenarbeit aller Verantwortungsebenen im Bereich Bestandserhaltung Orientierung bieten kann. Das IV. Kulturpolitische Spitzengespräch zwischen Bund, Ländern und Kommunen vom vergangenen Freitag, 9. Oktober 2015, hat sich bereits mit den „Handlungsempfehlungen“ befasst – erste positive Rückmeldungen dazu sind den Pressemitteilungen der Kultusministerkonferenz (KMK) und des BKM zu entnehmen:
http://www.kmk.org/presse-und-aktuelles/meldung/schriftliches-kulturgut-erbe-verpflichtet.html
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2015/10/2015-10-09-verantwortung-kulturgutschutz.html?nn=402566

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Kommentieren Sie die Citizen Science Strategie der Bundesregierung:

Der VdA ist eingeladen worden, an der Konsultation zur Citizen Science Strategie der Bundesregierung teilzunehmen. Die Frist endet am 19.10.2015. Wegen der Vor- und Nachbereitung des 85. Deutschen Archivtags stellen wir die Information für unsere Mitglieder erst jetzt ein – besser spät als nie. Wir bitten um Verständnis.

Die Citizen Science Strategie der Bundesregierung soll den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen BürgerInnen und WissenschaftlerInnen stärken. Im Archivwesen gibt es eine lange Tradition des Dialogs und der Kooperation zwischen Archiven und (nicht nur) historischen Vereinen. Die Mitglieder des VdA sind daher prädestiniert, sich an der Konsultation zu beteiligen. Die Aussagen des Papiers können Sie hier kommentieren:

http://www.konsultation.buergerschaffenwissen.de/

Bitte tragen Sie Ihre Kommentare bis zum 19.10.2015 ein.

„Was bin ich?“ – Das Berufsbild des Archivars/der Archivarin im 21. Jahrhundert

Zweite Gemeinsame Arbeitssitzung auf dem Deutschen Archivtag 2015

Im gut gefüllten Thoma-Saal diskutierten am Freitagnachmittag in der zweiten gemeinsamen Arbeitssitzung die Referenten mit den anwesenden Kongressteilnehmern über Veränderung in unserem Berufsbild. Die Sitzungsleiterin Katharina Tiemann verwies in ihrem Eröffnungsstatement auf vergangene Archivtage mit ähnlichen Diskussionen über Berufsbildveränderungen und die daraus erwachsenden neuen Anforderungen an uns Archivare bzw. die Archivarausbildung.

Karin Schwarz (Potsdam): Alte Aufgaben – neue Fertigkeiten und Kompetenzen, Archivare im digitalen Zeitalter
 Im ersten Vortrag ging die Dozentin an der Fachhochschule Potsdam der Frage nach „Was bin ich?“ bzw. „Steht das Berufsbild durch Einzug des Digitalen im neuen Licht dar?“ Sie fragte: „Ist unser aktuelles Berufsbild noch geeignet für die digitale Zeit?“

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Informationsveranstaltung (2. Oktober 2015)

Kurze Zusammenfassung der Informationsveranstaltung (Leitung: Dr. Irmgard Christa Becker, Marburg) im Rahmen des 85. Deutschen Archivtags, 2015: 

Dr. Irmgard Christa Becker (Marburg): Pilotprojekt Digitalisierung von archivalischen Quellen Eine Entscheidung seitens der DFG ist im nächsten Frühjahr zu erwarten. Informationen werden dann u.a. auf der Webseite der Archivschule Marburg veröffentlicht.

Dr. Christian Keitel (Stuttgart): CHE (Cultural Heritage Entities) – persistente Identifikatoren für Kulturgut Vorgestellt wurde ein Angebot an Archive, das von der DNB, dem Landesarchiv Baden-Württemberg sowie dem Bundesarchiv (als Ansprechpartner für den Archivbereich) erarbeitet worden ist. Hintergrund: Archivalien sollen und müssen dauerhaft im Netz nachgewiesen werden (URLs) – dauerhafte URLs sollen möglichst auch auf migrierte Dateien verweisen (Dateiformate veralten, Migration). Daher: Persistente Identifier sind nötig, aber derzeit eher bibliotheksgeprägt (URNs). Lösung und Angebot zur Nutzung: Cultural Heritage Entities/CHE.

Mag. Dr. Guenter Muehlberger (Innsbruck/Österreich): Als der Computer lernte, historische Handschriften zu lesen. Vorstellung der Forschungsplattform TRANSKRIBUS Hintergrund: Aktuelles EU-Projekt (2016-2019, mit Vorläufer), als Infrastrukturprojekt; Kick-off-Meeting im Januar 2016 in Marburg (Staatsarchiv). Ziel: Funktion der Handschriftenerkennung; Nutzergruppen: Historiker, Archivare usw. Aktuelle Plattform ist transkribus.eu = hier sind u.a. Beiträge der Archive erwünscht, also Texte/Quellen und Transkriptionen.

 Dr. Clemens Rehm (Stuttgart), Dr. Irmgard Christa Becker (Marburg): Handbuch Archivrecht Informationen zum Stand des geplanten Handbuchs, das vom VdA und der Archivschule Marburg gemeinsam herausgegeben wird (2016) – Vorstellung der Gliederung (Arbeitsfelder der Archive, mit rechtlichen Gegebenheiten: z.B. Überlieferungsbildung, Nutzung usw.); das Handbuch enthält auch ein Glossar. Es wird als Buch in einem juristischen Fachverlag erscheinen.

Dr. Irmgard Christa Becker (Marburg): Zur geplanten Verlegung des Staatsarchivs Würzburg nach Kitzingen Offener Brief des VdA;  Ankündigung einer Online-Petition gegen die Verlegungspläne

Erschließungsstandards und Vernetzung

Sektionssitzung 3 auf dem Deutschen Archivtag 2015

Nach einer doch eher ruhigen Mitgliederversammlung wurde es in der Sektion 3 wieder sehr technisch (wie beim Tagungsthema zu erwarten). Wie kann die Erschließung von Archivalien durch die Nutzung von Standards und/oder von genormten Daten verbessert bzw. beschleunigt werden? Dieser Fragestellung widmete sich die Sektion 3 am Donnerstagnachmittag.  Die von Torsten Musial souverän geleitete Sitzung zeigte anhand von positiven Beispielen die Vorteile welche Archive haben, wenn sie Normdaten nutzen bzw. „mitgestalten“.

Karsten Kühnel (Bayreuth): Funktionen als Räume für institutionelle Episoden – Normdateien als ISDF
Zu Beginn seines Vortrages definierte Karsten Kühnel einige Begriffe, die für seinen Vortag wichtig waren (archiv, functions, fonds, agent, provenance). Danach ging er näher auf den Begriff „funktionale Provenienz“ und das ICA-Metadatenmodell mit seinen vier Entitäten ein. Im Anschluss zeigte er auf, wie das Wissen um die oben genannten Begriffe bei der Erschließung Verwendung finden kann. Konkret könnt diese bei Fragen wie: Warum ist Archivgut entstanden und wurde es überliefert? oder bei der Begründung für die Mischung von Akteurs- und Funktionsbezogenheit bei der Bestandsgliederung helfen. Zum besseren Verständnis präsentierte Karsten Kühnel anschließend die einzelnen Elemente der genormten ISDF-Datei für das Beispiel des Bestandsbildners „Universität Bayreuth“.

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