Kategorie-Archiv: Nutzung

Umfrage: Nutzung von digitalen Unterlagen in Archiven

Die folgende slowenische Umfrage (mit Link) gebe ich gerne hier weiter:

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir bitten Sie uns bei der Umfrage „Nutzung der digitale Unterlagen (E-Materials) in den Archiven durch Fachpersonal“,  zu unterstützen. Ziel ist es, die Meinungen der Kollegen aus den europäischen und den Archiven der ganzen Welt zusammen zu tragen.

Mit Hilfe der Umfrage soll definiert werden, welche Kenntnisse und Fähigkeiten seitens der Fachmitarbeiter aus den Archiven mit dem Umgang des E-Materials im Archiv gefordert sind. Hierzu wird abgefragt, welche Fachausbildung erforderlich ist sowie ob und wie sie sich beruflich fort- und weitergebildet haben. Zudem interessiert wie das Personal ihr Wissen und ihre Fähig- und Fertigkeiten erweiterten. Die Studie soll ebenso die Zufriedenheit im Beruf sowie den Umgang mit dem E-Material widerspiegeln. Auch wird erwartet, dass Unstimmigkeiten, die bei der Arbeit mit dem E-Material entstehen, aufgezeigt werden und wo die größten beruflichen Herausforderungen liegen.

Link: http://www.mojaanketa.si/anketa/600253703/1/

Die Umfrage erfolgt in der Zeit vom 15. März bis zum 1. Mai 2017. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert lediglich 10 Minuten. Alle gesammelten Daten werden vertraulich behandelt.

Die Beschreibung, der Verlauf und die Ergebnisse der Forschung werden im Rahmen des Beitrags für die 28. Versammlung der „Gesellschaft für Archive Sloweniens“ [Slowenischer Archivverein, http://www.arhivsko-drustvo.si/] im Oktober 2017 in Portorož und auf der Website des „Historischen Archivs Ljubljana“ (www.zal-lj.si) präsentiert.

Was ändert sich mit dem Bundesmeldegesetz für die Archive in NRW?

von Peter Worm

Repost aus dem LWL archivamtblog vom 26. September 2016: https://archivamt.hypotheses.org/4265

Die Familienverkettung – ein altes Problem
Vor zwölf Jahren warfen die Stadtarchive von Harsewinkel, Gütersloh und Paderborn die Frage auf, ob die sogenannten Löschdatensätze der elektronischen Einwohnermelderegister der Anbietungspflicht unterliegen oder ob nur der um die Familienverkettungen reduzierte Datensatz nach Ende der Aufbewahrungsfrist an die Archive abgegeben werden muss1. Zum Hintergrund: Das damals gültige NRW Meldegesetz legte zwar fest, dass eine grundsätzliche Anbietungspflicht der Meldedatensätze besteht (50 Jahre nach Tod oder Wegzug einer Person), klärte aber nicht abschließend, was mit den Teildaten passieren solle, die aus datenschutzrechtlichen Gründen im Laufe dieser Zeit aus dem Hauptdatensatz der Person zu löschen waren. Vor allem die Eintragungen über die Eltern-Kind-Beziehung, die sog. Familienverkettung, unterlagen mit der Volljährigkeit des Kindes einer Löschanweisung, da die Daten ab diesem Zeitpunkt „zur Erfüllung [der] Aufgaben [der Meldebehörde] nicht mehr erforderlich“ sind. Ohne diese Verkettung verliert der Hauptdatensatz aber ganz wesentlich an Aussagekraft und beschneidet sowohl die Verpflichtung zur Rechtssicherung der Einwohnerinnen und Einwohner der Kommune als auch die Rechtssicherheit der Kommune selbst. Diesen Argumenten hat sich das Innenministerium des Landes NRW letztendlich nicht verschlossen und dem anfragenden Städte- und Gemeindebund mit Schreiben vom 23. August 2006 mitgeteilt, dass es die Rechtsauffassung vertrete, dass „grundsätzlich alle Daten, die für meldebehördliche Zwecke nicht mehr benötigt werden, vor ihrer Löschung […] kommunalen Archiven zur Übernahme angeboten werden“ müssen2.

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Interaktion mit Nutzer – Kurzbericht zur

Sektionssitzung 4 auf dem Deutschen Archivtag 2016 in Koblenz
Link zu den Abstracts

Dr. Eberhard Fritz führte in die Sektionssitzung ein. Im Zeichen der Digitalisierung ändere sich die Interaktion der Archive mit ihren Nutzerinnen und Nutzern. Einerseits erleichtere die Digitalisierung die Zugang und schone die Originale, andererseits gehen der persönliche Archivbesuch und das „Stöbern“ in den noch nicht digitalisierten Findmitteln zurück.

Der „digital turn“ erfordere eine neue Art der medialen Vermittlung archivischer und historischer Themen; die Haptik der Originale tritt dabei zurück. Über allen stehe die Masse der zu digitalisierenden Archivalien als Problem.

img_4636Dr. Tobias Herrmann M.A. (Koblenz) und Vera Zahnhausen (Koblenz): Auf dem Weg zum Digitalen Lesesaal: Das Projekt „Weimar – Die erste deutsche Demokratie“
Herrmann stellte die Ausgangslage und Rahmenbedingungen des im Januar 2016 begonnenen Projektes vor. Das Projekt diene als  weiterer Pilot für den digitalen Lesesaal im Bundesarchiv.und verlange daher eine „signifikante Masse“ digitalisierten Archivgutes. Die Priosisierung der in Frage kommenden Bestände und Themen sowie der Reduzierung finanzieller Mittel führte zur zeitlichen Engerfassung.Weiterlesen

Entscheid des Landgerichts Stuttgart: Gegenstands- bzw. Reproduktionsfotografien können urheberrechtlichen Schutz beanspruchen

Hinweis von Daniel Fähle (via Twitter) über einen Entscheid des Landgerichts Stuttgart aus dem Bereich der Museumsfotografie (LG Stuttgart, Urt. v. 27.09.2016, Az.: 17 O 690/15):

Hier geht es direkt zur Pressemitteilung der Anwaltskanzlei.

Präsentation der Nutzerstudie des Hessischen Landesarchivs

Das Hessische Landesarchiv macht einzigartige Zeugnisse der Geschichte in seinen Lesesälen und über das Internet zugänglich und unterstützt Forschende und die interessierte Öffentlichkeit darin, sie zu nutzen. Ziel des Landesarchivs ist, diese Angebote im Dialog mit den Nutzern zu verbessern und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund befragte das Landesarchiv im Mai und Juni 2016 aktive Archivnutzerinnen und -nutzer sowie Personen, die das Serviceangebot bisher nur indirekt oder noch gar nicht in Anspruch genommen hatten. Unterstützt wurde das Landesarchiv bei der Planung und Durchführung dieser Befragung durch die Hochschule der Medien Stuttgart. Erste Ergebnisse dieser Studie können Sie im beigefügten Dokument einsehen.“

Ansprechpartner:
Dr. Christian Reinhardt
Hessisches Landesarchiv
Tel.: 06421-9250-169
E-Mail: umfrage@stama.hessen.de

(Link via Archivliste)

Archivfachinformationssystem des Staatsarchivs Hamburg online

[Meldung von Dr. Christine Axer/Staatsarchiv Hamburg via Archivliste:]

Mittelalterliche Urkunden, Regierungs- und Verwaltungsakten, Personenstandsunterlagen, Bilder und Pläne sowie zahlreiche Personen-, Firmen- und Vereinsarchive: Das Staatsarchiv Hamburg stellt die Verzeichnungsdaten seiner Unterlagen unter recherche.staatsarchiv.hamburg.de ins Internet.

Ab dem 1. September 2016 sind Grundinformationen über 2.700 Archivbestände mit zusammen 960.000 Verzeichnungsdatensätzen online recherchierbar. Auch können 4.500 Digitalisate der umfangreichen Bildersammlung des Staatsarchivs am Bildschirm betrachtet werden.Weiterlesen

Ein Kinder- und Jugendbuch als Produkt einer Bildungspartnerschaft von Archiv und Schule

Das Stadtarchiv Dülmen unterhält seit 2012 eine so genannte ‘Bildungspartnerschaft’ mit der städtischen Hermann-Leeser-Realschule. Nach verschiedenen gemeinsamen Projekten im Bereich der Erinnerungskultur entstand 2015 aus dieser Kooperation ein als ‘Graphic Novel’ gestaltetes Kinder- und Jugendbuch, das mit einem Preis beim NRW-weiten Wettbewerb „Kooperation.konkret“ ausgezeichnet wurde. Erzählt wird darin die Geschichte von Helga Becker-Leeser, Tochter des jüdischen Unternehmers Hermann Leeser (Suizid in Polizeihaft im November 1938). Weiterlesen

Auf „Archive 2.0“ erschien gestern ein Vortrag Marion Glauerts zum Thema. Er kann (sollte und muss) dort diskutiert werden.