Alle Artikel von Veit Scheller

Veit Scheller

Über Veit Scheller

(Medien-)Archivar und Historiker

Total digital – Das filmische Gedächtnis des ZDF

Massenumcodierung zur Sicherung des Archivbestands

Wenn sich im November 2019 der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal jährt, kann man sich einen Tag im Fernsehen ohne Aufnahmen aus dem Archiv kaum vorstellen. Doch auch an regulären Sendetagen ist Archivmaterial immer gefragt – ob für Reportagen, Dokumentationen oder Nachrichten.

Um mehr als 50 Jahre ZDF-Programmhistorie zu sichern, muss das Material immer wieder auf aktuelle Speichermedien umkopiert werden – genau das ist das Ziel des Projekts „Massenumcodierung“ des Archivbereichs des ZDF.

Im September 2018 feiert dieses Projekt „Bergfest“: 200.000 von insgesamt 400.000 digitalen MAZ-Bänder sind nun in das digitale Archiv eingespeist worden.

Weitergehende Informationen (z.B. zum Projekt „Massenumcodierung“ selbst oder zu früheren Programmsicherungsmaßnahmen bzw. zum genutzten digitalen Massenspeicher) finden Sie in dieser Pressemappe.

Wibke Bruns übergibt Museum Halberstadt ihr Familienarchiv

Laut Magdeburger Volksstimme vom 16.10.2017 hat die ehemalige ZDF-Nachrichtenmoderatorin und Journalistin Wibke Bruns am Wochenende Teile des Privatarchivs der ehemaligen Halberstädter Unternehmerfamilie Klamroth an das Museum in Halberstadt übergeben. Wibke Bruns, 1938 in Halberstadt geboren, ist die Tochter des nach dem Hitlerattentat am 20. Juli 1944 ermordeten Widerstandskämpfers Hans Georg Klamroth.

Erläuterung: Zum Stadtmuseum Halberstadt gehört auch das „Historische Stadtarchiv Halberstadt„.

 

Die „Universal Declaration on Archives“ (UDA) / „Die Internationale Erklärung zur Bedeutung des Archivierens“ feiert 5-jährigen Geburtstag!

von Bettina Joergens

Der ICA (International Council on Archives) ist davon überzeugt, dass ein effektives Record- und Archivmanagement essentiell ist für gutes Verwaltungs- und Regierungshandeln, die Gesetzmäßigkeit, die Transparenz von Veraltungshandeln, den Erhalt des kulturellen Erbes und den Zugang zu Informationen für Bürgerinnen und Bürger. Der ICA ist diesen Zielen verpflichtet.

Die UDA liefert gute Argumente für die professionelle Schriftgutverwaltung und ein professionelles Archivwesen im Sinne demokratischer Rechtsstaatlichkeit.

Lesen Sie mehr hier: http://www.ica.org/.

Deutscher Archivtag 2016, Sektionssitzung 1 „Verwaltungsberatung“

29. September 2016, 11.00 – 13.00 Uhr
Leitung: Dr. Bettina Joergens (Detmold)

„Sind Archive „zahnloser Tiger oder kompetenter Partner?“. Mit dieser Einstiegsfrage eröffnete Bettina Joergens (Detmold) als Moderatorin die Sektionssitzung 1 auf dem Archivtag 2016. Anhand von drei Einzelfällen wurde in der Sitzung aufgezeigt, welche archivische Kompetenzen für eine gute Verwaltungsberatung heute notwendig sind und mit welchen Strategien die Archive auf Anforderungen der Verwaltungen reagieren.

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„Retten Sie Ihre Videokassetten! Von der U-matic bis zur VHS-Kassette“

Ansichtsmaterial

Fachtagung der Katholischen Akademie Schwerte in Kooperation mit dem Arbeitskreis Filmarchivierung NRW am 27. Oktober 2016 in Schwerte.

In Archiven mit Film- und Videobeständen wird oft eine Vielzahl analoger und digitaler Videoformate aufbewahrt, die aufgrund formatspezifischer Besonderheiten unterschiedlich gefährdet sind und spezielle konservatorische Maßnahmen erfordern. Zu den Videoformaten, die aktuell sehr vom Zerfall bedroht sind, zählt das U-matic-Format. Aber auch jüngere Formate wie die Betacam- oder die weit verbreiteten VHS- und SVHS-Kassetten nähern sich ihrem Lebensende.

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Memoriav veröffentlicht Empfehlungen zur „Digitalen Archivierung von Film und Video“

Memoriav, der bekannte schweizer Verein, welcher sich für den Erhalt und die Nutzung des audiovisuellen Erbes der Schweiz einsetzt, hat seine Erfahrung bei der digitalen Archivierung von Film und Video in bereichsübergreifende Empfehlungen zusammengefasst. Ein sehr gutes Kompendium. Ein Muss für alle auf diesem Gebiet Tätigen.

Memoriav - Neue Memoriav Empfehlungen online_2016

Blackbox „Rundfunkarchive“?

Wie arbeiten Rundfunkarchive heute? Wer darf deren Bestände nutzen? Was wird archiviert und wie? Es gibt viele Fragen, wenn es um Rundfunkarchive in Deutschland und deren Arbeit geht. Und oft ist das Wissen darüber „suboptimal“.

Das muss nicht so sein. Das aktuelle Heft der Zeitschrift „Rundfunk und Archive“ beschäftigt sich in mehreren Artikeln mit diesem Archivtyp (man könnte fast von einem Spezialheft „Rundfunkarchive heute“ sprechen).

Die Bandbreite der Artikel reicht dabei von der Archivierungspraxis über Rechtsprobleme bis zum Zugang für Forschung und Wissenschaft. Und es wird nichts beschönigt oder verschwiegen. Alles sehr lesensweret.

Den „Leitartikel“ von Leif Kramp zur „Situation der Rundfunkarchivierung in Deutschland“ gibt es sogar frei im Netz.

Inhaltsverzeichnis des Heftes RuG 3-4/2015
Inhaltsverzeichnis des Heftes RuG 3-4/2015

„Was bin ich?“ – Das Berufsbild des Archivars/der Archivarin im 21. Jahrhundert

Zweite Gemeinsame Arbeitssitzung auf dem Deutschen Archivtag 2015

Im gut gefüllten Thoma-Saal diskutierten am Freitagnachmittag in der zweiten gemeinsamen Arbeitssitzung die Referenten mit den anwesenden Kongressteilnehmern über Veränderung in unserem Berufsbild. Die Sitzungsleiterin Katharina Tiemann verwies in ihrem Eröffnungsstatement auf vergangene Archivtage mit ähnlichen Diskussionen über Berufsbildveränderungen und die daraus erwachsenden neuen Anforderungen an uns Archivare bzw. die Archivarausbildung.

Karin Schwarz (Potsdam): Alte Aufgaben – neue Fertigkeiten und Kompetenzen, Archivare im digitalen Zeitalter
 Im ersten Vortrag ging die Dozentin an der Fachhochschule Potsdam der Frage nach „Was bin ich?“ bzw. „Steht das Berufsbild durch Einzug des Digitalen im neuen Licht dar?“ Sie fragte: „Ist unser aktuelles Berufsbild noch geeignet für die digitale Zeit?“

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Erschließungsstandards und Vernetzung

Sektionssitzung 3 auf dem Deutschen Archivtag 2015

Nach einer doch eher ruhigen Mitgliederversammlung wurde es in der Sektion 3 wieder sehr technisch (wie beim Tagungsthema zu erwarten). Wie kann die Erschließung von Archivalien durch die Nutzung von Standards und/oder von genormten Daten verbessert bzw. beschleunigt werden? Dieser Fragestellung widmete sich die Sektion 3 am Donnerstagnachmittag.  Die von Torsten Musial souverän geleitete Sitzung zeigte anhand von positiven Beispielen die Vorteile welche Archive haben, wenn sie Normdaten nutzen bzw. „mitgestalten“.

Karsten Kühnel (Bayreuth): Funktionen als Räume für institutionelle Episoden – Normdateien als ISDF
Zu Beginn seines Vortrages definierte Karsten Kühnel einige Begriffe, die für seinen Vortag wichtig waren (archiv, functions, fonds, agent, provenance). Danach ging er näher auf den Begriff „funktionale Provenienz“ und das ICA-Metadatenmodell mit seinen vier Entitäten ein. Im Anschluss zeigte er auf, wie das Wissen um die oben genannten Begriffe bei der Erschließung Verwendung finden kann. Konkret könnt diese bei Fragen wie: Warum ist Archivgut entstanden und wurde es überliefert? oder bei der Begründung für die Mischung von Akteurs- und Funktionsbezogenheit bei der Bestandsgliederung helfen. Zum besseren Verständnis präsentierte Karsten Kühnel anschließend die einzelnen Elemente der genormten ISDF-Datei für das Beispiel des Bestandsbildners „Universität Bayreuth“.

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Das Selbstverständnis der FG 7

Ab und zu sollte jede Organisation sein Selbstverständnis überprüfen, sonst macht man etwas nur „weil man es schon immer so gemacht hat“. Der FG 7-Vorstand hat daher das Selbstverständnis der Fachgruppe in den letzten Vorstandssitzungen auf den „Prüfstand“ gestellt. Die Überlegungen wurden in einem Text zusammengefasst, den der Vorstand nun den FG 7-Mitgliedern auf der Fachgruppensitzung am Freitag erläutern und zur Diskussion stellen wird. Wir sind auf Eure Meinung gespannt.

FG 7 - Logo

Fachgruppe 7 „Medienarchive“ (FG 7)
im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA)

Wer sind wir? Was wollen wir? Was tun wir?

Unsere Mitglieder
– sind VdA-Mitglieder, die in Medienarchiven arbeiten;
– sie kommen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz).

Unsere Ziele
– die Vertretung der fachlichen Interessen unserer Mitglieder durch
o intensive Beschäftigung mit den Schwerpunkten der Medienarchivarbeit;
o Anpassung des Berufsbildes an die fachlichen Entwicklungen;
o Einflussnahme auf berufsspezifische Aus- und Fortbildung;
o Anpassung der archivarischen Berufsfelder an neue Produktions- und Kommunikationstechnologien und -bedingungen;
– fachliche Lobbyarbeit im gesellschaftlichen und politischen Raum.

Unsere Arbeit
– die FG 7 besteht seit 1959;
– berät Medienarchive bei Fachfragen und unterstützt die Mitglieder bei Konflikten in der fachlichen Zuständigkeit;
– kooperiert mit Institutionen und Verbänden, die für die Informations- und Kulturgutsicherung zuständig sind;
– erstellt fachliche Meinungsbilder und Expertisen;
– ist Ansprechpartner für Informationen über Medienarchive und das Tätigkeitsfeld von Medienarchivarinnen und -archivaren.

Unsere Kommunikation
– eigene Fachgruppenveranstaltung auf dem Deutschen Archivtag, dem jährlichen Fachkongress des VdA;
– Kooperation mit dem vfm bei Planung und Durchführung der Frühjahrstagung;
– FG 7-Mitglieder veröffentlichen Beiträge in einschlägigen Fachzeitschriften und digitalen Medien;
– Beteiligung an der Diskussion in Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen.