Ende Juni wurde in Thüringen ein neues Archivgesetz verabschiedet, heute erschien es im Gesetz- und Verordnungsblatt für den Freistaat Thüringen.
Das neue Archivgesetz soll den Bürgerinnen und Bürgern künftig leichteren Zugang zu öffentlichem Archivgut ermöglichen. Ein „berechtigtes Interesse“ muss nun nicht mehr dargelegt werden, stattdessen gilt das „Jedermannsrecht“.
Mit dem Archivgesetz will die Landesregierung auch die Grundlage für die Archivierung elektronischer Unterlagen schaffen. Das Landesarchiv soll dafür künftig ein digitales Magazin des Freistaats unterhalten.
Wie bereits berichtet, traf sich das Steering Committee der Section of Professional Associations im Mai in Berlin. Eines der Arbeitsergebnisse der Sitzungen in Berlin war eine Veränderung des „Newsletters“: Dieser wird nicht mehr zwei Mal jährlich erscheinen, sondern es werden monatlich „News“ des SPA und der Archiv- und Records Management-Organisationen auf der Website des ICA veröffentlicht.
Näheres siehe hierzu unter diesem Link. In den nächsten Tagen folgen dort weitere Berichte aus Berlin, den Niederlanden, Chile usw. Anregungen sind herzlich willkommen!
Der 89. Deutsche Archivtag findet vom 17. bis 20. September 2019 in Suhl statt. Als Rahmenthema hat der VdA-Vorstand „RECHTsicher – Archive und ihr rechtlicher Rahmen“ gewählt. Ab sofort können Themenvorschläge für Vorträge eingereicht werden.
Vorschläge für den 89. Archivtag 2019 können ab sofort eingereicht werden! Grafik: VdA
Die Themen der Gemeinsamen Arbeitsstitzung und der Sektionssitzungen im Überblick:
Gemeinsame Arbeitssitzung: Die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) – eine erste Bilanz und Perspektiven
Sektionssitzzung 1: Archive und ihre abgebenden Stellen
Sektionssitzzung 2: Archive und Forschung
Sektionssitzzung 3: Archive und Öffentlichkeit
Sektionssitzzung 4: Archive und Eigentum
Für die Referate sind jeweils maximal 20 Minuten vorgesehen. Als Themen können zunächst auch nur Arbeitstitel vorgeschlagen werden, die dann in Abstimmung mit den SitzungsLeiterInnen noch modifiziert werden können. Die Exposés sollen direkt an die SitzungsLeiterInnen gesendet werden, Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2018.Weiterlesen
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die ICA-Jahreskonferenz findet in diesem Jahr vom 26. bis zum 28. November in Kameruns Hauptstadt Youndée statt. Das Motto der Jahreskonferenz lautet Governance, Memory, and Heritage.
Warum Youndée, warum Afrika? Der ICA priorisiert seit dem Jahr 2012 „Afrika“ in seinem professionellen Programm. Das Afrika-Programm sieht unter anderem vor, Afrikanische Archive und Records Management Institutionen, die fachliche Ausbildung und die professionellen Organisationen in Afrikanischen Ländern zu unterstützen. Folgerichtig lädt der ICA in diesem Jahr in ein afrikanisches Land ein, nach Kamerun. Im Juli wird das Tagungsprogramm veröffentlicht werden.
Die Teilnehmer des 10. Arbeitstreffens vor dem Hauptgebäude des Osnabrücker Schlosses (Copyright: Universität Osnabrück / Frank Muscheid)
Am 24. April 2018 traf sich die AG Norddeutscher Hochschul- und Wissenschaftsarchive zu ihrem jährlichen Arbeitstreffen. Gastgeber war in diesem Jahr das Universitäts- und Hochschularchiv Osnabrück. Nach der Begrüßung durch Dr. Birgit Kehne (Nds. Landesarchiv – Standort Osnabrück) und den Gastgeber Dr. Thorsten Unger (Universitäts-/Hochschularchiv Osnabrück) wurde das Osnabrücker Kooperationsmodell zwischen Landesarchiv, Universität und Hochschule skizziert, das seit 2011 in dieser Form existiert: Universität und Hochschule Osnabrück beschäftigen einen Facharchivar des höheren Dienstes, der seinen Dienstsitz im Nds. Landesarchiv – Standort Osnabrück hat. Die Archive der beiden Hochschulen werden als Deposita im Landesarchiv aufbewahrt.Weiterlesen
Über die Archivliste wurde es jetzt auch seitens des Bundesarchivs bestätigt: die nächste Konferenz „Offene Archive“ (samt ArchivCamp) kann leider nicht im Bundesarchiv stattfinden. Mehr dazu hier
Am 3. und 4. Dezember 2018 findet bei der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main erstmalig eine Convention für an der Gemeinsamen Normdatei (GND) Interessierte statt. Bis zum 27. Juli 2018 können nun Vorschläge für Sessions eingereicht werden.
Thematische Schwerpunkte der Convention sind unter anderen die Öffnung der GND für Museen, Archive, Verlage, Autoren, Internationale Entwicklungen im Bereich der Normdaten der Nationalbibliotheken, Ideen zum Aufbau einer Developer-Community, Datenschutz, Verbindungen zu anderen Normdaten und Thesauri und Wikipedia und Wikidata. Als Projektpartner der Deutschen Nationalbibliothek im DFG-Projekt „GND4C – GND für Normdaten“ ist das Landesarchiv Baden-Württemberg mit eigenen Beiträgen auf der Convention vertreten.Weiterlesen
Das ICA feiert sein 70jähriges Bestehen mit einer virtuellen Ausstellung. Darüber hinaus kündigt das Steering Committee des SPA die zweite Ausgabe des Film Festivals zu Archiven und Recordsmanagement an.
1. Virtuelle Ausstellung 70 Jahre ICA Seit 1948 gibt es das International Council on Archives. Dieses Jubiläum feiert das ICA jetzt mit einer virtuellen Ausstellung auf der Homepage des ICA. Dort kann man Schlaglichter aus der Geschichte des Verbandes betrachten oder sich mit bedeutenden Persönlichkeiten für die Entwicklung des ICA befassen. Die Ausstellung ist „work in progress“: Alle, die noch interessante Materialien zur Verfügung stellen können, sind zur Mitarbeit eingeladen.
Jetzt auf der ICA-Seite: Virtuelle Ausstelltung zur Geschichte des Verbandes. Foto: ICA
Am 5. und 6. Juni 2018 richtete die Archivschule Marburg – Hochschule für Archivwissenschaft bereits zum 23. Mal ihr jährliches Kolloquium aus. In diesem Jahr wurden über 267 Teilnehmerinnen und Teilnehmer empfangen, die sich in bester Stimmung zum Thema „E-Government und digitale Archivierung“ austauschten.
Dabei wurde deutlich, dass sich die Archivarinnen und Archivare inzwischen sehr differenziert mit den Chancen und Risiken dieses Paradigmenwechsels auseinandersetzen. Das Kolloquium bot hierbei vielfältige Möglichkeiten zur Diskussion der großen Zusammenhänge, wie der Digitalisierung und ihrer staatlichen Umsetzung durch etwa die Einführung der E-Akte, und hierdurch neu entstandener Detailfragen, wie etwa der Zuständigkeit für Erhaltungsmöglichkeiten des erhöhten Beweiswerts digitaler Dokumente.
Das Podium beim 23. Archivwissenschaftl. Kolloquium. Foto: Archivschule Marburg